Borderlands 4 im Test: Die offene Spielwelt hat jede Menge zu bieten

Test Matthias Dammes
Borderlands 4 im Test: Die offene Spielwelt hat jede Menge zu bieten
Quelle: Gearbox

Borderlands 4 stellt sich uns im Test. Wir schauen uns die neue offene Spielwelt an und erfreuen uns am stark verbesserten Movement.

Wir beginnen unser Abenteuer in den grünen Welkfeldern. Daran schließen sich die kalte, bergige Terminus-Weite und das verwüstete Ödland von Carcadia an. Die drei Bereiche sind von Anfang an zugänglich und wir können sie nach Belieben besuchen. Entsprechend nicht-linear verläuft auch die Hauptstory. Wir haben die freie Wahl, wann wir welchem der drei Handlungsstränge in jedem der Gebiete folgen. Das vierte Areal, die Hauptstadt Dominion, wird für uns jedoch erst im letzten Drittel der Story zugänglich.

Wie es sich für eine zünftige OpenWorld gehört, gibt es abseits der Hauptmissionen jede Menge zu tun und zu entdecken. Freischaltbare Safehäuser, verlassene Minen und Bunker der Ordnungstruppen des Zeitwächters sind nur einige der überall verstreuten Aktivitäten. Hinzu kommen Sammelgegenstände wie Echo-Logs, Kammersymbole und einiges mehr.

Die Legende der Karte hält mehrere Dutzende von verschiedenen Symbolen bereit. Sehr schön ist allerdings, dass wir all diese Icons auf Wunsch auch abschalten können. Auf diese Weise können wir die Welt auf eigene Faust erkunden. Wir können sogar jedes Symbol individuell an- und abschalten. So bekommt jeder den Grad an Hilfestellung, den er möchte.

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Vaults und Nebenquests

Umschauen lohnt sich ohnehin, weil man auch immer wieder über Sachen stolpert, die eben nicht auf der Karte verzeichnet sind. Seien es lustige Details in der Spielwelt, oder mal eben ein ausgewachsener Bosskampf. Überall in der Spielwelt können sogenannte Rift-Champion-Events auftauchen, in denen wir es mit herausfordernden Bossen zu tun bekommen.

Aber natürlich lohnen sich all diese Aktivitäten auch. Neben dem zu erwartenden Loot erfahren wir vielleicht mehr über die Spielwelt, wir schalten nützliche Schnellreisepunkte frei oder verdienen uns nützliche Marken. Aber zu denen kommen wir gleich noch.

Zu den aufwändigsten Aktivitäten in der offenen Spielwelt gehören die Kammern, an deren Ende mächtige Bosse warten. Quelle: PC Games Zu den aufwändigsten Aktivitäten in der offenen Spielwelt gehören die Kammern, an deren Ende mächtige Bosse warten. Die größte Herausforderung bieten bei all den Aktivitäten die außerirdischen Kammern, für die wir als Kammerjäger ja eigentlich hier sind. Um die zu betreten, müssen wir zunächst verschiedene Schlüsselfragmente finden und dann muss der Eingang aufgespürt werden. Haben wir es schließlich in eine Kammer geschafft, warten Unmengen an Gegnern und am Ende ein wirklich herausfordernder Boss auf uns. Im Erfolgsfall winken uns jede Menge Loot und ein nützliches Upgrade.

Um die Liste der Aktivitäten in der Spielwelt komplett zu machen, dürfen wir die Nebenquests nicht unterschlagen. Davon gibt es eine ganze Menge in Borderlands 4. Sie erzählen teilweise die interessantesten Geschichten, weil es kleine, in sich geschlossene Storys sind. Dabei können die Quests mal Borderlands-typisch albern, aber auch mal ziemlich ernst ausfallen. Hierbei trifft man auch einige der interessantesten Charaktere. Die Fraktionen haben ebenfalls eigene kleine Questreihen zu bieten, mit denen wir mehr über ihre Beweggründe und Probleme erfahren. Wir können also nur empfehlen, die Nebenquests nicht links liegen zu lassen.

Per Doppelsprung und Gleitfähigkeit schaffen wir es locker bis zu der Kletterwand in der Ferne, über die wir auf die Klippe klettern können. Quelle: PC Games Per Doppelsprung und Gleitfähigkeit schaffen wir es locker bis zu der Kletterwand in der Ferne, über die wir auf die Klippe klettern können.

Agile Kammerjäger

Das verbindende Element zwischen alledem ist der Kampf. Hitzige Feuergefechte mit zahlreichen Gegnern warten nahezu alle zwei Meter auf uns. Doch bevor wir zu den Knarren und Fähigkeiten kommen, müssen wir mit unserer Gameplay-Betrachtung beim Movement anfangen. Die Entwickler haben das Bewegungspotenzial unseres Kammerjägers nämlich gehörig erweitert.

Wir haben jetzt einen Greifhaken, um uns auf erhöhte Positionen zu ziehen oder bestimmte Objekte zu uns heranzuholen. Unser Charakter kann jetzt klettern, sei es über kleine Erhebungen oder an vorgegebenen Stellen auch ganze Wände hoch. Mit dem Doppelsprung überwinden wir größere Abgründe und wenn es mal richtig weit gehen soll, nutzen wir die neue Gleitmechanik. Mit der können wir für eine begrenzte Zeit mit nur minimalem Höhenverlust durch die Lüfte gleiten.

Im Design der Bosskämpfe machen die Entwickler sehr viel Gebrauch von den neuen Bewegungsfähigkeiten der Kammerjäger. Hier müssen wir uns per Greifhaken und Gleiten in der Luft halten. Quelle: PC Games Im Design der Bosskämpfe machen die Entwickler sehr viel Gebrauch von den neuen Bewegungsfähigkeiten der Kammerjäger. Hier müssen wir uns per Greifhaken und Gleiten in der Luft halten. Und schließlich kann unser Kammerjäger endlich auch schwimmen und segnet nicht mehr bei der bloßen Berührung von Wasser das Zeitliche. Vieles davon ist für andere Spiele vermutlich nichts Weltbewegendes, aber für Borderlands ist das ein Quantensprung in der Mobilität unseres Spielercharakters. Die gesamte Fortbewegung im Spiel fühlt sich dadurch um ein Vielfaches geschmeidiger und dynamischer an.

Und zwar nicht nur bei der Erkundung der Spielwelt, sondern auch im Kampf. Gerade die neuen Sprung- und Gleitmöglichkeiten helfen uns, noch besser tödlichem Schaden auszuweichen. Die Entwickler haben das auch aktiv ausgenutzt und unter anderem die Bosskämpfe mit den neuen Bewegungsfähigkeiten im Hinterkopf entworfen. Wir haben Bosse erlebt, deren Angriffe am effektivsten zu umgehen waren, wenn wir viel Zeit schwebend verbracht haben. Bei anderen war der Greifhaken ein zentrales Element, um erhöhte Positionen zu erreichen oder Wurfgeschosse einzusammeln.

  1. Seite 1 Story und Setting
  2. Seite 2 Open-World, Aktivitäten, tolles Movement
  3. Seite 3 Befriedigende Kämpfe, Geile Waffen
  4. Seite 4 Legendaries, Koop, Endgame
  5. Seite 5 Ultimativer Kammerjäger, Technik, Fazit, Wertung, PS5-Update
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