Borderlands 4 gespielt: Neue Features und trotzdem einfach Borderlands - gut so

Special Matthias Dammes
Borderlands 4 gespielt: Neue Features und trotzdem einfach Borderlands - gut so
Quelle: 2K Games / PC Games

Wir haben 2K Games besucht und konnten erste Stunden in Borderlands 4 erleben. Matthias berichtet von der offenen Spielwelt und Kammerjägerin Vex.

Neue Fortbewegungsmöglichkeiten

Nach dieser ersten Begegnung mit der Ordnung begebe ich mich in die Basis der Aufständischen und lerne den örtlichen Anführer Rush kennen. Ein Muskelberg, aber anscheinend auch ein ziemlich netter Typ. Borderlands lebte immer von seinen schrägen und außergewöhnlichen Charakteren. Ich hoffe, dass auch Teil 4 dem in nichts nachsteht. Die Anspieldemo bot in der Hinsicht aber noch nicht genug Erlebnis, um das beurteilen zu können.

Was ich dagegen bereits in Augenschein nehmen konnte, waren die neuen Fortbewegungsmittel. Statt sich wie in Borderlands 3 an vorgefertigten Punkten auf der Karte ein Fahrzeug spawnen zu lassen, bekomme ich von meinen neuen Freunden einen sogenannten Digirunner geschenkt. Diesen kann ich jederzeit und überall herbeirufen. Das fesche Bike ist mit Sprungfunktion, Booster und, wie sollte es anders sein, Waffen ausgestattet. Ich nehme an, dass ich das Fahrzeug später noch individuell gestalten kann, ähnlich wie das bereits im Vorgänger möglich war. Gesehen habe ich davon aber noch nichts.

Mit meinem neuen Boliden bin ich nun aber bestens gerüstet, ein wenig die offene Spielwelt zu erkunden. Laut den Entwicklern soll Borderlands 4 (jetzt kaufen / 65,09 € ) so viel spielerische Freiheit wie noch nie in der Reihe bieten, indem das Spiel auf weniger linearen Bahnen verläuft. Die offene Spielwelt ist ein großer Teil davon. Diese unterliegt einem Tag-Nacht-Zyklus sowie dynamischem Wetter. Von letzterem habe ich jedoch bisher nichts gesehen.

Zur Fortbewegung haben die Kammerjäger zudem auch noch einige neue Tricks gelernt. So kann ich mich jetzt an bestimmten Punkten mit einem Greifhaken in die Lüfte katapultieren, größere Abgründe lassen sich per Doppelsprung überwinden, oder ich nutze alternativ die neue Gleitenfunktion. Außerdem können die Kammerjäger jetzt klettern und sogar schwimmen. Das mag im Jahr 2025 nach nichts Besonderem klingen, aber für Borderlands sind das gewaltige Fortschritte.

Welterkundung mit dem Digirunner Quelle: 2K Games

Claptrap und die fehlende Minimap

Als ich so durch die Landschaft fahre und mir die Umgebung anschaue, taucht plötzlich ein Questmarker für eine Nebenquest auf. Die vergibt niemand Geringeres als unser alter Freund Claptrap. Der sitzt zusammengekauert am Ufer eines Flusses und scheint gerade eine existenzielle Krise zu haben - also alles wie immer. Ich mache mich daher auf, seinen angeblich so wichtigen Auftrag auszuführen.

Dazu muss ich in eine Basis der Ordnung eindringen und ein Portrait beschaffen. Dabei fällt mir erstmals so richtig auf, dass ich die Minimap aus den Vorgängern vermisse. Die wurde nämlich zugunsten eines Kompasses gestrichen. Navigation findet also wieder wie im ersten Teil statt und die Orientierung fiel mir da teilweise etwas schwer. Ich bin mir also nicht so sicher, ob "back to the roots" in dem Fall wirklich etwas Gutes ist. Schließlich hat man schon bei der verbesserten "Game of the Year"-Edition von Borderlands 1 seinerzeit nachträglich eine Minimap eingebaut. Das Zurechtfinden ist damit einfach wesentlich angenehmer.

Zumal die große Karte im Spielmenü auch nicht wirklich hilfreich ist, wenn man in einer verzweigten Basis versucht, seinen Weg zu finden. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich mich in der kurzen Spielzeit noch nicht daran gewöhnt hatte, dass ich mit ECHO-4 einen mechanischen Begleiter an der Seite habe, der mir auf Knopfdruck den Weg zum aktiven Missionsziel weisen kann. Daher warte ich mit der völligen Verdammung der fehlenden Minimap, bis ich diese neue Mechanik besser kennengelernt habe.

Zu früh für ein Fazit

Nach anderthalb Stunden in der offenen Spielwelt ist es definitiv noch viel zu früh, irgendeine Form von Fazit zu ziehen. Vieles von dem, was Borderlands 4 vermutlich zu bieten hat, habe ich höchstens gestreift oder noch gar nicht gesehen. Schön fand ich aber, dass ich mich sofort wieder wie in Borderlands gefühlt habe. Auch Borderlands 4 bleibt im Herzen erstmal vorwiegend Borderlands und das begrüße ich sehr. In die Aspekte, die es im Vergleich zum Vorgänger besser machen muss, also vor allem Charaktere und Story, bekommen wir hoffentlich demnächst noch genauere Einblicke.

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