Angetreten zum Gottesdienst! Werden Sie zum allmächtigen Wesen und beweisen Sie sich als gewiefter Denker und gewitzter Dompteur.
Peter Molyneux ist Spielemacher. Aber nicht irgendein programmierender Halbkönner, sondern ein Ausnahme-Talent. Er hat der Spielergemeinde Meilensteine wie "Populous" oder "Dungeon Keeper" beschert. 2001 wollte er sein Meisterstück abliefern: "Black & White", ein Strategiespiel, in dem Sie als göttliches Wesen Inseln bevölkern und auf ein riesiges Tier als Handlanger zurückgreifen konnten.
Als der Titel erschien, war die Ernüchterung groß, denn "Black & White" wurde dem immensen Hype und den Erwartungen der Spieler nicht gerecht. Speziell die Intelligenz des tierischen Helferleins bewegte sich gefährlich nahe an der Grenze zur Debilität. Für den zweiten Teil haben Molyneux und die übrigen Mannen von Entwickler Lionhead Verbesserungen in allen Schwachpunkten versprochen. VGA hat überprüft, ob sie Wort gehalten haben.
STORY: An der Grundidee von "Black & White" hat sich im zweiten Teil nichts geändert. Als mächtiges Himmelswesen entscheiden Sie über Gedeih und Verderb Ihrer menschlichen Untertanen. Damit Sie sich nicht um sämtliche Bedürfnisse Ihrer Schäfchen selbst kümmern müssen, steht Ihnen ein animalischer Assistent zur Seite.
Vor Beginn des Spiels müssen Sie sich für eines von vier Baby-Biestern entscheiden. Soll es die Kuh, der Löwe, der Wolf oder der Orang-Utan sein? Schwierige Frage, denn das Quartett ist durchwegs so drollig, dass einem die nicht gewählten Kreaturen-Kinder beinahe Leid tun, wenn Sie enttäuscht von dannen trotten.
SPIEL: Auf Ihrer großen Reise über die verschiedenen Inseln und durch die Missionen des Spiels stehen Sie vor großen Herausforderungen. Sie müssen nicht nur dem anfangs beschaulichen Dörfchen Ihrer Gefolgsleute zu Wachstum und Wohlstand verhelfen, sondern auch gegnerische Stämme auf Ihre Seite bringen. Hierzu haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Entweder stellen Sie eine schlagkräftige Armee zusammen und fallen mit dem Schwert ins Haus oder Sie verfolgen eine friedliche Anwerbetaktik.
Bauen Sie nämlich pompöse Bauwerke, zeigen sich Ihre Nachbarn früher oder später schwer beeindruckt und laufen freiwillig zu Ihnen über. Es liegt also ganz bei Ihnen, ob Sie als böser Kriegsgott gefürchtet oder als himmlischer Heilsbringer bewundert werden.
