Bewaffnet mit Bohrer und Helm, sorgt ihr in BioShock 2 für Angst, Schrecken und viel Blut. Der Heimwerker-König der 60er-Jahre heißt Big Daddy – eine Erfolgsserie.
Quelle: http://www.cynamite.de
BioShock 2
Wir als Big Daddy? Erst waren wir skeptisch, wie sich das schwere Ungetüm im Kampf gegen die flinken Splicer behaupten würde. Die Skepsis verflog allerdings schnell und verwandelte sich nach einigen Spielstunden in pure Begeisterung! Wenn wir erst mal so nettes Spielzeug wie ein Speergewehr oder einen Granatwerfer an unseren Waffenarm klemmen und mit verbesserten Plasmiden kombinieren dürfen, steigt der Spielspaß sprunghaft an.
Stellt euch vor, ihr frostet einen feindlichen Big Daddy und steckt so lange euren Bohrer in den Klumpen, bis dieser in tausende Eiswürfel zerplatzt. Oder ihr legt einen Splicer per Elektroschock lahm und jagt ihm dann einen Speer zwischen die Augen. Oder ihr aktiviert einen Wirbelsturm. Oder, oder, oder. Auch das Babysitting der Adam saugenden Little Sisters gefiel uns mit der Zeit immer besser. Anfangs ist es noch anstrengend, auf das kleine Gör aufzupassen, wenn ballernde Splicer aus allen Richtungen auf sie zustürmen. Doch sobald wir Sprengfallen und kleine Mini-Geschütze platzieren können, macht‘s mehr Spaß: Erst inspizieren wir das Gebiet um die Leiche, verminen neuralgische Punkte, stellen die Selbstschussanlagen an Treppen oder Türen auf und verschanzen uns dann an einer gut geschützten Stelle. So entwickelt sich das Kleine-Mädchen-Beschützen vom notwendigen Übel zum interessanten Minispiel.
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BioShock 2
Noch etwas verleiht den Kämpfen mehr Würze: regelmäßige Bossgegner wie der Brute Splicer. Der breitschultrige Adam-Junkie hat mehr Kraft als Verstand und demonstriert dies bei jeder Gelegenheit. Egal wie schwer der Gegenstand vor ihm ist, er schnappt ihn sich und schleudert ihn auf uns, als wäre es ein Schneeball. Vor allem bei den ersten Begegnungen ist der Brute schwer auszuschalten – ebenso wie die Big Sister. Die Dame ist genau das Gegenteil des Schwergewichts: grazil und wendig. Sie hat die Angewohnheit, sich mit einem markerschütternden Schrei anzukündigen. Gut, wenn ihr dann genug Medizin und Eve dabeihabt.
Diesmal dürft ihr nur maximal sechs Gesundheitspakete und Eve-Spritzen mitführen. Trotzdem waren wir auf Stufe „Normal“ seltener als im Erstling gezwungen, Wiederbelebungskammern aufzusuchen. Die deutsche Sprachausgabe liegt auf einem ebenso hohen Niveau wie beim Vorgänger. Da die Story gegen Ende hin recht komplex wird, empfehlen wir daher auch nur Englischprofis, die Originalsprachausgabe einzustellen. Merklich verbessert hat sich die Optik gegenüber Teil 1, etwa bei Gesichtern, Animationen, Texturen und Wassereffekten – nach gut zwei Jahren durfte man dies aber natürlich auch erwarten.
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