Bioshock: Film zu brutal? Ex-Director spricht über seine gecancelten Ideen zur Verfilmung
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Das Projekt rund um die Verfilmung von Bioshock mit Gore Verbinski hat nichts mit dem neuen Projekt von Netflix zu tun, es ist bereits länger her. Trotzdem bleibt es bei Fans weiterhin im Gedächtnis. So auch bei einem Ask Me Anything mit dem damaligen Regisseur.
Bei der Verfilmung von Bioshock hätte der Vorname des Regisseurs Programm sein können: Gore Verbinski sprach just über seine Ideen zum damaligen Filmprojekt und dass der Grad der Brutalität (oder neudeutsch: der Blood-and-Gore-Faktor) wohl nicht im Sinne des Entwicklerstudios war. Verbinski war dabei nur einer von drei Regisseuren, die an der Videospielverfilmung gearbeitet haben. In einem Ask Me Anything (AMA) rund um seinen neuen Film "Good Luck, Have Fun, Don't Die" beantwortete er eine Fan-Frage zum Bioshock-Film.
Was sagt Gore Verbinski heute über seine Visionen zum Bioshock-Film?
Gore Verbinski betonte wiederholt sein großes Interesse an der Welt von BioShock. Sein Ziel war es nicht nur, die markante Art-Déco-Ästhetik einzufangen, sondern zusätzlich tief in die narrativen Strukturen des Spiels einzutauchen. Der Regisseur, den viele vor allem durch "Fluch der Karibik" kennen, plante, die ödipale Thematik der Geschichte sowie die moralischen Dilemmata der Spielvorlage "hart und unzensiert" wiederzugeben.
Er strebte eine immersive Erfahrung an, die den Zuschauer emotional fordert und die philosophischen Fragen nach freiem Willen und Objektivismus aufgreift. Heute bezweifelt er, dass jemals ein Studio diese Visionen umsetzen könne. Ken Levine, Mastermind hinter den Bioshock-Spielen, hatte das Projekt 2013 gestoppt, da er vermutete, Verbinski wolle einen nicht jugendfreien Film mit ganz viel Blut und verstörenden Szenen drehen. Mittlerweile soll Netflix an einer neuen Umsetzung der Geschichte von Bioshock arbeiten.
"Ich war von diesem Projekt begeistert, als wir kurz vor der Umsetzung bei Universal standen. Ich wollte mich intensiv mit dem Ödipuskomplex auseinandersetzen und die Little Sisters sowie die "Entscheidungen" des Protagonisten und deren Konsequenzen definitiv hart und unzensiert darstellen. Gemeinsam mit dem Drehbuchautor John Logan hatte ich eine Lösung für beide Enden gefunden und freute mich darauf, das Ganze auf die Leinwand zu bringen und die Zuschauer so richtig zu verwirren.
Ich hatte großartige Entwürfe für die Big Daddies und die gesamte abgedrehte Art-déco-Ästhetik unter Wasser. Jedes Jahr höre ich etwas von dem Projekt, aber ich bin mir nicht sicher, ob irgendein Studio bereit ist, meinen ursprünglichen Plan umzusetzen."
(Gore Verbinski, maschinell übersetzt)
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Quelle: Gore Verbinski, via Reddit
