Biomutant: Weltpremiere der wilden Mischung aus Kung-Fu-Kämpfen und mutierten Fabelwesen
Special
Die Gamescom ist nicht gerade für ihre Neuankündigungen bekannt - doch die eine oder andere Weltpremiere wird so gut wie jedes Jahr gefeiert. Dieses Mal hatten wir die Ehre, das erste Spiel von Experiment 101 auf der Messe anzuschauen. Unser Ersteindruck: vielversprechend!
THQ Nordic hat mit dem Entwicklerstudio Experiment 101 eine der wenigen Neuankündigungen der Gamescom aus dem hohen Norden nach Köln gebracht. Das von einem Ex-Avalanche-Mitarbeiter namens Stefan Ljungqvist gegründete Studio, der zum Beispiel das Open-World-Spiel Mad Max verantwortet hat, arbeitet mit aktuell 14 Angestellten an Biomutant. Mit einem furiosen Trailer, in dem ein Waschbär sich gegen einen Riesenmutanten behauptet, wird innerhalb weniger Sekunden klar, wohin die Reise der schwedischen Entwickler gehen soll: zu spannenden Kung-Fu-Kämpfen, die aber auch eine Portion Märchenoptik beinhalten. Dabei ist Biomutant aber zugleich ein Rollenspiel - ein wenig ähnlich wie die Borderlands-Reihe. Das heißt, dass wir nicht nur unseren Charakter selbst gestalten dürfen, sondern dass es im Laufe des Spiels um Fähigkeiten, Crafting und Loot dreht. Auch das Setting teilt sich das Spiel mit Gearbox' Koop-Granate: Die Spieltwelt von Biomutant hat eine Katastrophe ereilt und wir müssen uns in der Haut des Waschbären-Helden gegen zahlreiche mutierte Tierwesen behaupten. An dem Weltuntergang ist aber nicht eine Atombombe schuld, sondern eine Ölpest. Ergo: Überall dort, wo wir in der Spielwelt Öl sehen, sollten wir auch mit bösen Mutanten rechnen.
Gegen die Fieslinge kommt das durchdachte Kampfsystem zum Zuge, das uns erlaubt mit Tritten, Schlägen sowie Sprüngen aber auch Maschinenpistolen und anderen Fernkampfwaffen die Gegner auszuschalten. Insgesamt soll es laut Entwicklungschef Ljungqvist darauf ankommen, dass man unterschiedliche Kampfstile miteinander verknüpft.
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So lernen wir zum Beispiel im Laufe des Spiels verschiedene Mutantionsfähigkeiten wie etwa Psi-Kräfte, die wir in den Gefechten einsetzen. Unser Held kann dann etwa Feinde in die Luft werfen oder mit Blitzschlägen bearbeiten. Dazu teilen manche unserer Fernkampfwaffen Elementarschaden aus, der gegen bestimmte Feinde Vorteile bringt.
Quelle: THQ Nordic
Biomutant: Die ersten Screenshots (9)
Für die Gamescom hatten die Entwickler eine Demo mitgebracht, die sich nur mit Kampfsystem beschäftigt. Das hat bei uns einen guten Eindruck hinterlassen, vor allem, weil die die Kombinationsmöglichkeiten aus unterschiedlichen Mutationsfähigkeiten und Fernkampfwaffen vielversprechend wirkt. Wovon wir aber noch keinen wirklichen Eindruck gewinnen konnten, ist zum einen die offene Spielwelt und die Quest-Struktur. Immerhin haben die Entwickler aber vor, uns nicht mit öden Sammelquest abspeisen, sondern kreative und abwechslungsreiche Missionen zu bieten.
So oder so hat Biomutant einen sehr guten Ersteindruck bei uns hinterlassen. Die Kombination aus Borderlands-ähnlichen RPG-Elementen, spannenden und abwechslungsreichen Kämpfen und einer Optik und Charakteren im Stile von Beyond Good and Evil oder Kung Fu Panda ist einladend und innovativ zugleich. Bis Biomutant nächstes Jahr für die PS4, PC und Xbox One erscheint, wollen wir aber noch erfahren, wie sich das Spielerlebnis abseits der Kämpfe entwickelt.
