Beyond Good & Evil 2 in der Vorschau: Riesige Spielwelt, Koop, Figuren-Editor - ist das überhaupt noch BG&E?
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E3-Vorschau zu Beyond Good and Evil 2: Satte 15 Jahre ist es her, dass das erste Beyond Good & Evil erschienen ist; ebenso lange warten Fans schon auf ein Beyond Good & Evil 2, welches das offene Ende des Abenteuers weiterführen würde. Nun rückt die heißersehnte Fortsetzung in greifbare Nähe - die Antworten auf unsere offenen Story-Fragen aber gleichzeitig in weite Ferne. Warum das so ist und wieso Beyond Good and Evil 2 trotzdem echt vielversprechend wirkt, verrät unsere Preview!
Jetzt also doch: Nachdem der CGI-Trailer zu Beyond Good & Evil 2 (jetzt kaufen ) aus dem vergangenen Jahr zwar was hermachte, aber offen ließ, was das Gezeigte auch nur ansatzweise mit dem Vorgänger zu tun hat, haben wir nun eine direkte Verknüpfung. Jade, die Heldin aus dem ersten Teil, wird als jüngere Version ihrer selbst eine Rolle in dem Titel einnehmen, und auch ihr schweinischer Begleiter Pey'j ist wieder mit dabei. Jawohl, bei Beyond Good and Evil 2 handelt es sich um ein Prequel.
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Alles gut soweit. Allerdings bedeutet dieser Umstand, dass wir wohl wieder nicht erfahren werden, was nach dem fiesen Cliffhanger am Ende des Erstlings passiert. Und auch sonst wirkt die Verknüpfung zwischen den beiden Spielen etwas gar spartanisch. Ja, da sind Jade und Pey'j. Anstatt eines relativ familienfreundlichen, fest gescripteten, Zelda-ähnlichen Action-Adventures erwartet und diesmal aber ein Action-Rollenspiel mit einem völlig frei bereisbaren virtuellen Universum, einem selbst erstellbaren Helden, Koop-Online-Multiplayer und einem starken Fokus auf Customization. Klingt geringfügig anders als das, was man kennt, oder?
Wenig BG&E, viel Potenzial
Allerdings, blickt man über diesen Umstand hinweg, so wird klar: Das, was hier auf uns zukommt, sieht wirklich, wirklich vielversprechend aus - egal,
Quelle: Ubisoft
Beyond Good & Evil 2 in der E3-Vorschau: Ist das überhaupt noch BG&E? (4)
ob es jetzt Beyond Good and Evil heißt oder nicht. Wir durften zwar noch nicht selbst Hand anlegen, dafür aber zwei Entwicklern zusehen, wie sie live für uns im Koop-Modus 20 Minuten die Welt erforschten und Aufgaben erledigten.
Auch zur Handlung lieferten sie uns neue Details: Angesiedelt im 24. Jahrhundert übernehmen wir die Kontrolle über einen Weltraumpiraten. Er und die Freibeuter seiner Art teilen sich ein Schicksal: Sie entstammen einer Zivilisation, die aufgrund von radioaktiver Strahlung nicht dazu in der Lage ist, sich fortzupflanzen. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, etablierte sich die Klontechnik unter den Betroffenen - und man beschränkte sich nicht nur auf Menschen.
Attack of the Clones
Sämtliche im Spiel enthaltenen Rassen, Geschlechter und Ethnizitäten können via DNA frei miteinander vermischt werden. Für uns heißt das natürlich viel Spielraum im Figureneditor, wo Affen, Schweine, Menschen und Co. auf uns warten, und dank dem keine Spielfigur einer anderen ähneln soll. In einer Welt, in der alles normalisiert ist, so die Entwickler, repräsentieren die Weltraumpiraten Diversität. Ein sehr cooler Gedanke, wie wir finden!
Im Spiel aber führte dieser Umstand irgendwann zu einer oppressiven Gesellschaft, in der die "Normalen" die Klone nur noch für spezifische Zwecke erschaffen, etwa die Arbeit in Minen, und ungebrauchte oder unbrauchbare Mitglieder unserer Art einfach entsorgen.
Als Weltraumpirat setzen wir uns diesem schrecklichen Gedanken entgegen. Wir brechen aus unserem scheinbar vorgefertigten Schicksal aus und nehmen uns vor, zum legendären Promiseland zu gelangen, in dem der Legende nach alle Spezies friedlich zusammenleben.
Jede Menge Motivation
Das ist aber offenbar nicht unsere einzige Motivation im Spiel. Die Entwickler plauderten fröhlich drauflos und wiesen auch noch auf ein mystisches Artefakt hin, welches alle Fraktionen im Spiel jagen, ohne zu wissen, was es überhaupt ist, und darauf, dass wir auf einer Mission sind, um alle Mitglieder einer legendären Piratencrew zu finden - die Mannen und Frauen aus dem Trailer im vergangenen Jahr -, um herauszufinden, was mit ihnen passiert ist. Ganz schön viele Infos. Es war zwar schön, dass die Macher in der Präsentation in dieser Hinsicht viel verrieten, welche Schwerpunkte die Handlung setzt, wurde uns aber noch nicht ganz klar.
Quelle: Ubisoft
Beyond Good & Evil 2 in der E3-Vorschau: Ist das überhaupt noch BG&E? (2)
Auch über das Setting erfuhren wir mehr. Uns steht ein frei erforschbares Sonnensystem zur Verfügung. Unser Heimat-Quadrant heißt System 3, wir werden aber auch noch weit über seine Grenzen hinaus reisen können. Die Stadt, die wir in der Demo zu Gesicht bekamen, ist auf einem Mond angesiedelt - ob auf unserem Mond, wurde uns nicht ganz klar. Aufgeteilt in zwei Hälften, ist die eine davon ständig von Meteroiteneinschlägen betroffen. Die Menschen schicken als bösen Witz Klone zur Abbau wertvoller Materialien dahin, wissend, dass die wenigsten von ihnen lebend zurückkehren werden.
Mond-äne Lebensbedingungen
Auf der anderen Seite des Mondes ist neben viel freier Fläche, die wir noch nicht zu Gesicht bekamen, der Kontinent New India verortet. Als historisch erste Kolonie der Menschen im Weltraum ist sie ganz von ihrem Erschaffer geprägt - eben einem Inder. Das zeigt sich anhand von Ganesha City, der Metropole, die wir in den bisherigen Trailern schon zu sehen bekommen haben. Hinduismus ist dort die alles bestimmende Religion, Statuen von Ganesha und indische Tempel bestimmen das Stadtbild. Fast schon antik wirkende Bauten treffen hier auf futuristische Elemente wie Hologramm-Anzeigen - eine spannende Mischung!
Hier setzt dann auch die Demo an, bei der wir über die Schulter zugucken dürfen. Zuerst finden wir uns im Inneren eines Tempels wieder, wo unsere zwei selbsterstellten Helden - eine Menschenfrau und ein Affe - beim Erkunden auf eine Gruppe von Feinden treffen, Die Chance für uns, etwas über das Kampfystem zu lernen - und die Tatsache, dass unsere Figur wie dereinst Jade mit einem Stab im Nahkampf attackiert, ist eine der wenigen auch spielerischen Reminiszenzen an das Original. Zusätzlich verfügt sie über einen Schild und kann auch ihr Jetpack in den Gefechten für coole Moves nutzen.
