Batalion 1944: Weltkrieg wie vor 15 Jahren

Special Moritz Salomon
Unterwegs im Squad
Quelle: Square Enix Collective

Battalion 1944 holt euch abermals auf die Schlachtfelder der Normandie zurück. Hier ist eure Thompson Gun der beste Freund.

Spiele, wie man sie als Kind geliebt hat, eines Tages selbst programmieren - das dürfte der große Traum vieler Entwickler sein. Die Mitarbeiter von Bulkhead Interactive sind mit Shootern wie Call of Duty 2 und Medal of Honor aufgewachsen - hinsichtlich des Jugendschutzes müssen wir da unsere Bedenken anmelden. Nun ja, immerhin klingt das Projekt der britischen Indie-Entwickler vielversprechend: Sie möchten die goldene Zeit der Zweiter-Weltkrieg-Shooter mit Battalion 1944 wieder aufleben lassen.

Nostalgie und Innovation

Grafisch wollen die Entwickler keinesfalls in der Vergangenheit stecken bleiben, sondern neueste Technik zum Einsatz kommen lassen, die sogar Top-Titeln Konkurrenz machen soll. Auch die Umgebungen möchte man möglichst realistisch gestalten. Weil dazu mehr gehört als nur der technische Aspekt, haben die ­Mitglieder des britischen Studios den ­Ärmelkanal überquert und in der Normandie zahlreiche historische Schauplätze des Zweiten Weltkriegs studiert.
Ambitioniert: Die Grafik kann sich schon sehen lassen. Doch trotz der Ansprüche der Entwickler wird man an die großen Triple-A-Produktionen wohl nicht herankommen. Quelle: Square Enix Collective Ambitioniert: Die Grafik kann sich schon sehen lassen. Doch trotz der Ansprüche der Entwickler wird man an die großen Triple-A-Produktionen wohl nicht herankommen. Auch wenn eine Einzelspieler-Kampagne schon im Gespräch war, wird Battalion 1944 am Ende wohl doch ein reiner Multiplayer-Shooter. Uns erwarten anspruchsvolle Infanterie-Gefechte wie zu Zeiten von Call of Duty 2,
bei denen nichts anderes als die Fähigkeiten der Spieler über Sieg und Niederlage entscheiden sollen. ­Mühsames Freischalten von Bonus-­Ausrüstung fällt also weg - abgesehen von kosmetischen Upgrades. Mit personalisierten Items sollen alle Waffennarren und Uniformfetischisten wunschlos glücklich gemacht werden.

Battalion 1944 möchte aber nicht nur Nostalgie bedienen, sondern auch neue Ideen bringen. Die zeigen sich in den Features der hauseigenen Mehrspieler-Plattform "BattleRank": Zu Beginn jeder Spielsaison entscheidet ihr euch, welchem Bataillon ihr euch anschließen wollt. Sämtliche Erfolge, die ihr auf dem Schlachtfeld erzielt, werden dann diesem Bataillon gutgeschrieben. Der Verband mit dem höchsten Punktestand gewinnt am Ende Belohnungen für all seine Mitglieder. Neben dem großen Wettbewerb wird es auch immer wieder kurzfristige
Kompromiss: Auch wenn die Umgebungen an reale Schauplätze des Zweiten Weltkriegs angelehnt sind, verzichten die Entwickler aus Balancing-Gründen auf exakte Nachbildungen. Quelle: Square Enix Collective Kompromiss: Auch wenn die Umgebungen an reale Schauplätze des Zweiten Weltkriegs angelehnt sind, verzichten die Entwickler aus Balancing-Gründen auf exakte Nachbildungen. Herausforderungen geben, zum Beispiel nach dem Muster: "Wer erobert die meisten Flaggen in 24 Stunden?" Übrigens setzen sich die einzelnen Bataillone wiederum aus vielen kleinen Platoons zusammen, die nichts anderes als klassische Clans sind. Auch sie befinden sind in ständigem Wettbewerb und kämpfen darum, das beste Platoon ihres jeweiligen Bataillons zu werden. All diese Features sollen dazu beitragen, dass die Community auch langfristig belebt bleibt.

Bis zum Release des Spiels wird noch einige Zeit ins Land gehen, aber eine kostenpflichtige Early-­Access-Version soll schon diesen Mai veröffentlicht werden.

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