Baldur's Gate 3 Tuning: Grafik-Untermenüpunkte und Ladezeiten

Special Antonio Funes
Baldur's Gate 3 Tuning: Grafik-Untermenüpunkte und Ladezeiten
Quelle: Screenshot AntonioFunes

Wir haben uns mit Hilfe eines Mittelklasse-PCs von Captiva (Intel Core i7 und Nvidia GeForce GTX 1660 Super) die Performance von Baldur's Gate 3 genauer angesehen. Dabei haben wir mehrere Voreinstellungen für die Grafik, aber auch einzelne Untermenüpunkte der Grafikoptionen getestet und wir werfen auch einen Blick auf die SSD-Ladezeiten. Darüber hinaus vergleichen wir die Performance und FPS-Werte mit zwei weiteren Systemen.

Untermenüpunkte - was bewirken sie?

Wir haben mit Hilfe unseres Test-PCs von Captiva zusätzlich zu den fünf Voreinstellungen auch jeden der Untermenüpunkte einzeln verstellt. Dazu nutzten wir die Voreinstellung "Sehr niedrig" und haben jeweils einen der Untermenüpunkt auf sein Maximum gestellt beziehungsweise den Punkt aktiviert, falls er deaktiviert war. Dabei kam heraus, dass jede Stellschraube meist jeweils für sich betrachtet zwei bis vier Prozent Leistung kostet. Bei 50 FPS entspricht dies also ein bis zwei FPS, so dass man mit 48 FPS als Resultat rechnen muss.

Stellt man mehrere der Untermenüpunkte um, addieren sich deren Performance-Auswirkungen freilich. Es gibt zudem drei Optionspunkte, die in Sachen Leistungseffekt hervorstechen: Die Modellqualität und Umgebungsverdeckung fressen direkt knappe 10 Prozent Leistung, und beim Anti-Aliasing (Kantenglättung) sorgt TAA für 14 Prozent weniger FPS als wenn man ohne Kantenglättung spielt - die beiden Alternativen (TXAA und SMA) sorgen nur für vier Prozent weniger FPS.

Vergleich mit und ohne Schatten Quelle: Screenshot AntonioFunes Vergleich mit und ohne Schatten Bei einem vierten Punkt gab es eine Besonderheit: dem Schatten. Bei deaktiviertem Schatten erhält man direkt 10 Prozent mehr FPS im Vergleich zu deaktiviertem Schatten. Allerdings leidet die Optik darunter in vielen Szenen enorm und raubt viel von der Atmosphäre oder lässt die Grafik aussehen, als würde die gleißende Sonne ständig im Zenit stehen, weswegen Larian mit gutem Recht bei allen Voreinstellungen, selbst bei "Sehr niedrig", die Schatten aktiviert lässt - siehe dazu unseren Screenshot links, bei dem selbst in einer ohnehin schon sonnigen Szene der deaktivierte Schatten negativ auffällt.

Ladezeiten SSD und HDD

In den Systemanforderungen bei Steam verlangt Baldur's Gate 3 freien Speicherplatz von 150 Gigabyte auf der Festplatte oder SSD. Eventuell gilt dies für die endgültige Version des Spiels, denn unsere Early Access-Version belegt weniger als 85 Gigabyte auf der SSD. Die Ladezeiten per SSD sind dabei angenehm schnell, wobei ein Teil der Ladezeiten natürlich auch der CPU geschuldet ist, die geladene Datenpakete entpackt und das Spiel initialisiert. Mit unserem Test-PC, der eine SATA-SSD nutzt, waren wir nach 20 Sekunden im Hauptmenü des Spiels. Das Laden eines Test-Spielspielstandes dauerte 30 Sekunden. Wir haben die Spieleinstallation dann auf die Festplatte des Test-PCs verschoben: Der Spielstart benötigte nunmehr 39 Sekunden, das Laden des Test-Spielstandes 49 Sekunden. Die Installation auf einer SSD spart euch also durchaus Ladezeiten.

Beachtet dabei aber, dass das Spiel auch temporäre Dateien anlegt. Ein Quickload, nachdem bereits ein Spielstand geladen worden war, lädt schneller als der erste Spielstand, den ihr nach dem Spielstart ladet. Auch wenn ihr Baldur's Gate 3 beendet und relativ kurz danach neu startet, laden die Spielstände schneller. Zum Abschluss haben wir nun noch zwei Vergleichsbilder für euch vorbereitet, bei denen ihr euch per Schieberegler den Unterschied zwischen maximalen und minimalen Details veranschaulichen könnt.

Szene 1 (Sehr niedrig vs. Ultra): Die Schatten sind bei Ultra-Details bei den Büschen deutlich besser ausgebildet. Personen bilden scharfe Schatten, ein Baum (siehe rechts unten) eher diffuse Schatten. Auf dem Felsen rechts erkennt man große Unterschiede bei der Textur.

Szene 2 (Sehr niedrig vs. Ultra): Die Schatten unter dem Geländer sind im Ultra-Modus realistischer. Auch auf der Treppe wirken sie plausibler. Steine wirken plastischer, rechts unten am Fuß der Klippe gibt es ebenfalls mehr Details, zum Beispiel mehr Pflanzen im Wasser.

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