Meine Reise durch Baldur's Gate 3 - Kapitel 3: Ich bin ein Monster
Special
In unserem Reisetagebuch zu Baldur's Gate 3 von Larian Studios berichten wir über all die Abenteuer, die wir in dem CRPG erlebt haben.
Nachdem ich den Assadieb mit Bravour besiegt hatte, machte ich mich auf in den Hain der Druiden. Dort kommen derzeit ein paar Außenseiter unter, da die Route nach Baldur's Gate von Goblins blockiert wurde. Da Halsim, das eigentliche Oberhaupt, momentan nicht da ist, hat Kargha das Sagen und sie ist mit der Situation gar nicht zufrieden. Kargha präpariert daher ein leicht verbotenes Ritual, um den Hain vom Rest der Welt abzuschotten. Für alle Nicht-Druiden bedeutet das den fast schon sicheren Tod auf der Straße, weswegen hier ein wenig Spannung besteht.
Ein kleines Mädchen stahl daher ein wichtiges Artefakt, das für das Ritual vonnöten ist, damit ihre Gruppe nicht verstoßen wird. Leider wurde sie jedoch von den Druiden geschnappt und unter dem wachsamen Auge einer äußerst giftigen Schlange verhört. Genau an dieser Stelle kommt mein Charakter in den Raum und freut sich direkt über das Klischee des sterbenden Kindes.
Es gab einige Dialogoptionen, mit denen ich das Kind hätte retten können. Meine Weisheit als Mönch benutzen, um die Situation zu entschärfen, oder doch einfach an Karghas Gewissen appellieren. Meinem Charakter fiel jedoch auf, dass die Schlange bereit war, zuzubeißen, sobald das kleine Mädchen auch nur eine falsche Bewegung macht.
Daniels bisherige Einträge im Reisetagebuch
Ich konnte also gar nicht anders, als mit meinem Kopf zur Tür zu zeigen, um dem Mädchen zu zeigen, dass sie auf jeden Fall fliehen sollte.
Auf den Rat eines Erwachsenen hörte sie natürlich sofort und flitzte in Richtung Ausgang. Der Schlange entging das jedoch nicht und sie erlegte das Kind mit einem geschickten Biss in die Wade. Nach wenigen Sekunden war das Ganze dann auch vorbei. Ein bestimmter Druide empörte sich, doch Kargha zeigte keinerlei Mitleid.
Ich solle den Eltern das Schicksal ihres Kindes berichten, die Leiche wird vergraben. Später fragte sie mich noch, ob ich sie für ein Monster halte und verglich ihren Akt mit einer Mutter, die ihre Kinder beschützt.
Hund und Herrchen vereint
Mit einem Kind auf dem Gewissen machte ich mich also weiter ans Erforschen und fand schnell einen Hund, der sein verstorbenes Herrchen bewacht. Mit dem Hund freundete ich mich schnell an, doch ich wollte natürlich wissen, was es mit dem Herrchen auf sich hat.
Also den Zauber gewirkt, um mit der Leiche zu sprechen und ein paar Informationen herausgekitzelt. Am liebsten hätte ich ja die Leiche reanimiert, um die Reaktion des Hundes zu sehen, vielleicht den Hund sogar von dem Zombie seines Herrchens angreifen lassen, doch leider fand ich dafür keinen passenden Zauber. Meine Neugier konnte ich also (noch) nicht stillen.
Mein Charakter, und gewissermaßen auch ich, sind absolute Monster in dieser Welt. Mit meinen bisherigen Taten könnte ich eigentlich gerade so leben, doch ich bin mir ziemlich sicher, dass es in Zukunft noch wesentlich schlimmer wird. Ich will mir gar nicht vorstellen, welche unschuldigen Bewohner des Reichs mir noch zum Opfer fallen, bevor ich möglicherweise irgendwann endlich gestoppt werde.
