Meine Reise durch Baldur's Gate 3 - Kapitel 1: Der Character-Creator

Special Daniel Link
Meine Reise durch Baldur's Gate 3 - Kapitel 1: Der Character-Creator
Quelle: .Larian Studios

Baldur's Gate 3 soll eines der größten Rollenspiele der letzten Jahre sein, in dem sich jeder Spieldurchlauf auf bestimmte Arten vom letzten unterscheidet. In meinem Reisetagebuch erzähle ich euch von den Abenteuern, die ich in Larian Studios' neuem CRPG so erlebt habe.

Nach all den Jahren im Early Access ist es endlich so weit: Baldur's Gate 3 feiert ganz offiziell seinen Release auf dem PC. Wer das heiß erwartete RPG auf der Playstation 5 spielen will, muss sich noch einen ganzen Monat gedulden. Diese Spieler können also etwa dann anfangen, wenn PC-Nutzer ihren ersten Spieldurchlauf beendet haben. Unser Test zu Baldur's Gate 3 wird aufgrund der schieren Größe des Spiels leider nicht direkt zum Release fertig sein, weswegen ich euch stattdessen einfach mit auf meine eigene Reise durch den Titel nehme, bis wir Baldur's Gate 3 in unserem Test dann mit einer Punktzahl versehen.

Ich selbst habe Divinity: Original Sin 2, das letzte Spiel von Entwickler Larian Studios, mehrere Male alleine und im Koop durchgespielt, darunter auch ein paar Versuche im Ehrenmodus, und auch den Early Access von Baldur's Gate 3 habe ich mir nicht entgehen lassen. Daher konnte ich es natürlich kaum erwarten, endlich die Vollversion von Larians neuem Rollenspiel in die Hände zu bekommen. Möglicherweise wird es bei den späteren Kapiteln wieder zu ein paar Problemen kommen, wie es damals beim Release von D:OS 2 der Fall war, doch es dauert zunächst einige Stündchen, bis ich dort ankomme. Also das Spiel nach einem fast schon unerträglich langen Download gestartet, einen neuen Durchlauf ausgewählt und ... oh nein. So wie es aussieht, habe ich mich geirrt und es gibt direkt zu Beginn schon ein ziemlich gewaltiges Problem. Das liegt jedoch nicht am Spiel, sondern an mir selbst. Bevor es losgeht, muss ich mir ja erstmal einen Charakter erstellen!

Mit einem Origin-Charakter wäre das kein allzu großes Problem, doch laut Larian sollten sich Spieler zuerst einen eigenständigen Charakter kreieren, um die verschiedenen Figuren im Spiel kennenzulernen, und in den darauffolgenden Durchläufen dann die Origin-Charaktere erkunden.

Astarion in nachdenklicher Pose. Quelle: Larian Studios Meine Wahl fiel daher auf den Dunklen Drang, eine Art Mischung aus Origin-Charakter und eigens kreierter Figur. Das bedeutet jedoch, dass Ich mir von Rasse über Aussehen bis hin zur Klasse alles selbst einfallen lassen muss. Ob ich heute überhaupt noch zum Spielen komme?

Welche Rasse darf's denn sein?

Immerhin ist die Wahl der Rasse in Baldur's Gate 3 nicht so wichtig, wie es in klassischen Dungeons&Dragons-Kampagnen der Fall ist, denn Larian hat ziemlich an den Rassenboni geschraubt.

Es ist zwar nett, dass sich der Min-Maxer in mir keine großen Gedanken über die Rasse machen muss, doch wirklich einfacher macht es das nicht. Einen Menschen kann ich natürlich nicht spielen, sonst machen sich meine Arbeitskollegen noch über mich lustig.

In World of Warcraft bin ich zwar großer Fan der Vulpera, doch ansonsten haben mich Gnome, Zwerge, oder Halblinge noch nie sonderlich angesprochen. Ein Tiefling oder ein Drow wären sicherlich interessant, doch irgendwie reizt es mich, einen Githyanki zu spielen.

Man weiß ja bereits, dass Gedankenschänder eine recht große Rolle in Baldur's Gate 3 einnehmen werden und selbst einen Charakter zu spielen, dessen Rasse die Auslöschung der Gedankenschinder als oberstes Ziel hat, könnte bestimmt zu einigen spannenden Rollenspiel-Momenten führen.

Also gut, es soll ein Githyanki sein. Das hat ja nur eine knappe halbe Stunde intensiver Recherche gekostet, vielleicht beende ich heute ja doch noch das Tutorial!

Rote Haare, blaue Augen

Aus der Ferne höre ich das leise Kichern der Entwickler bei Larian, denn jetzt muss ich mir ja um das Aussehen meiner weiblichen Githyanki Gedanken machen.

Baldur's Gate 3 hat einen ziemlich umfangreichen Character-Creator, in dem man von Hautfarbe über Gesicht, Tattoos und Piercing bis hin zur Haarfarbe, in die man auch noch mehrere Farben und Grautöne einbauen kann, alles machen darf, was das Herz begehrt.

Eigentlich ziemlich cool, doch für mich ist das eine ganz schön lange Zeit, in der ich das Aussehen meines Charakters anpasse.

Eine nette Stimme sowie ein ansprechendes Gesicht mit den passenden Narben und Sommersprossen finde ich schnell. Auch bei der Genitalienwahl muss ich nicht lange nachdenken und runde das Ganze mit stimmigen Tattoos ab. Doch bei der Hautfarbe angelangt, gerate ich ins Stocken. Welche Hautfarben haben Githyanki denn eigentlich so?

Meine Augen wandern zwischen den kleinen Kästchen, ich bin mir fast sicher, dass sich auch ein paar unentdeckte Farben hier eingeschlichen haben. Ein heller Lilaton sieht eigentlich ganz nett aus, doch hat das auch beim Spielen den gleichen Effekt? Ich möchte schließlich nicht, dass meine Figur in Zwischensequenzen unangenehm heraussticht.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk