Avowed: Was das Quasi-Sequel zu Pillars of Eternity besser als die Vorgänger machen muss

Special Andreas Bertits
Avowed ist ein neues RPG in der Welt der RPGs Pillars of Eternity 1 und 2.
Quelle: Obsidian / Microsoft

Avowed ist ein neu angekündigtes Rollenspiel von Obsidian Entertainment, welches in derselben Welt wie die beiden Spiele der Pillars-of-Eternity-Reihe spielt. Doch wie müsste sich das RPG von den "Vorgängern" unterscheiden?

PCGames-Autor Andreas Bertits freut sich auf das neu angekündigte Rollenspiel Avowed. Da es aber in derselben Welt spielt wie Pillars of Eternity, hofft er auf einige Änderungen.

Weniger ist manchmal mehr

Mit Avowed (jetzt kaufen 49,99 € ) haben Obsidian Entertainment und Microsoft das nächste Spiel in der Fantasywelt von Eora angekündigt. In dieser Welt spielen auch die beiden RPGs der Pillars-of-Eternity-Reihe. Ein PoE erwartet uns zwar nicht wirklich aber dafür ein First-Person-Rollenspiel, das Skyrim ähneln könnte.

Pillars of Eternity 2 war kein Erfolg für Obsidian. Dies war sogar so heftig, dass das Studio sich überlegen musste, wie in Zukunft mit der Reihe überhaupt weiter verfahren werden sollte. Nun wissen wir es: Anstatt eines weiteren RPGs in isometrischer Perspektive bekommen wir eins aus der Egosicht. Doch das ist nicht alles, was sich ändern muss.

Pillars of Eternity wirkte etwas verkrampft. Zwar handelte es sich im Grunde um eine recht klassische Fantasywelt, die aber mit zum Teil unaussprechlichen Namen und Bezeichnungen um sich warf, um gezwungen anders zu sein. Warum nimmt man nicht schöne, einfache Bezeichnungen für Orte in der Welt wie "Verwunschener Wald der Morgenröte" anstatt "Eir Glanfath" und ähnliche Zungenbrecher? Nur weil die Orte so seltsame Namen haben, macht es sie on PoE dadurch nämlich nicht gleich zu etwas, was wir noch nie gesehen haben. Und das ist schade. Einfach seltsame Bezeichnungen für reguläre "Dinge" zu nutzen, wirkt merkwürdig.

Außerdem sollte Obsidian bei den Partymitgliedern vielleicht ein kleines bisschen zurückschrauben. Noch steht gar nicht fest, ob wir auch bei einem RPG aus der Egosicht Begleiter haben (was richtig cool wäre). Aber falls ja, muss wirklich jeder eine Persönlichkeit haben, die ihn sogar in einer psychiatrischen Anstalt zum König der Patienten machen würde? Klar sollen Charaktere interessant sein, in Pillars of Eternity wurde dies aber mit zum Teil haarsträubenden und gezwungen wirkenden Charakteren und Hintergrundgeschichten völlig übertrieben. Gibt es denn keine relativ normalen Personen in der Welt oder muss der Held immer die verrücktesten Vögel anziehen? Hier ein klein wenig zurückzuschrauben wäre interessant, denn weniger ist manchmal mehr.

Wie wäre es außerdem mal mit einer Story, die sich nicht um das Ende der Welt oder einen durchgedrehten Gott dreht? Allerdings scheinen wir dem ersten Trailer von Avowed zufolge in einen Krieg gegen Untote gezogen zu werden - es erwartet uns wohl wieder eine sehr episch angelegte Story anstatt einer etwas kleineren und persönlicheren.

Avowed könnte sehr interessant werden. Allerdings weiß man momentan noch so gut wie gar nichts über das Spiel. Etwas weniger übertrieben und gezwungen "anders" als in PoE darf es aber schon werden.

Stimmt ihr hier zu oder war Pillars of Eternity für euch so gut, dass Obsidian Entertainment im Grunde nun ein PoE in Egosicht entwickeln sollte? Gibt es andere Dinge, die euch an den Quasi-Vorgängern von Avowed gestört haben? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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