Astro Bot ist Balsam für die Seele und ASMR für die Hände - Der ultra-knuffige PlayStation-Hüpfer im Test!

Test Stefan Wilhelm
Astro Bot ist Balsam für die Seele und ASMR für die Hände - Der ultra-knuffige PlayStation-Hüpfer im Test!
Quelle: Sony

Heiliger Dualsense, fühlt sich das genial an! Astro Bot hat uns im Test ordentlich durchgerüttelt, aber wie viel Spiel steckt hinter der tollen Technik?

Nostalgische Glücksgefühle

Das geht bei der Story los: Wir düsen mit unserem PS5-Mutterschiff durchs Weltall, als plötzlich fiese Aliens auftauchen und die Kiste in ihre Einzelteile zerlegen. Die Komponenten, die auf eurer echten PlayStation gerade dafür sorgen, dass ihr dieses Spiel genießen dürft, verteilen sich über fünf Galaxien und müssen zurückgeholt werden.

Unsere 300 Bots starke Mannschaft ist gleich mit verloren gegangen und harrt unserer Rettung. Tiefer wird die Geschichte im Spielverlauf nicht mehr, und die Alien-Bösewichter bekamen leider nicht allzu viel Persönlichkeit spendiert.

Dafür sind die anderen Figuren so unschlagbar charmant, dass uns das gar nicht weiter kümmert. Ein großer Teil der 300 Bots, die wir retten sollen, entstammt nämlich knapp 30 Jahren PlayStation-Geschichte. Von riesigen Blockbustern bis hin zu längst vergessenen Franchises sind Helden aus allen möglichen Spielen vertreten, und sie alle wurden liebevoll in den Astro-Bot-Stil konvertiert.

Haben wir einen der Stars gesammelt, treibt er sich in unserer Hub-Welt herum, wo auch die abgestürzte PS5 im Sand steckt. Im Spielverlauf bauen wir uns hier ein richtiges kleines Museum zusammen, was durch ein besonders motivierendes Feature noch verstärkt wird: Mit gesammelten Puzzleteilen bauen wir einen Kapselautomaten in die Basis, der für 100 Goldmünzen zufällig neue Kostüme, Raumschifffarben und die Items der gesammelten Helden ausspuckt.

'Bot of War' ist nur eines der gelungenen Levels im Stil alter und neuer PlayStation-Klassiker. Quelle: Sony "Bot of War" ist nur eines der gelungenen Levels im Stil alter und neuer PlayStation-Klassiker. Hat ein Held sein Item erhalten, erwacht das Exponat quasi zum Leben. Interagieren wir dann mit der Figur, wird eine Animation abgespielt, die mal zum Charakter oder seinem Spiel passt, mal auch einfach nur knuffig oder lustig ist. Es macht riesigen Spaß, sie alle zu sammeln und durch die süße Astro-Bot-Brille einen Blick auf die Gaming-Vergangenheit zu werfen.

Die Animationen lassen einem das Herz aufgehen und das ganze Spiel fühlt sich an wie eine große Feier unseres Lieblingsmediums - ganz zu schweigen von den fünf Bonuslevels, die um ein paar der größten PlayStation-Ikonen herum designt sind. In welche Rollen man da schlüpft, könnt ihr ja selbst herausfinden.

Ein einziger großer Serotonin-Booster

Und ihr solltet es auch herausfinden, denn wie sich unschwer erkennen lässt, können wir euch Astros neues Abenteuer wärmstens ans Herz legen. Viel zu meckern haben wir nicht. Die Sprungparcours dürften sich gerne mehr Komplexität zutrauen, genau wie die Gegner. Einen großen Teil davon kennt man nämlich schon aus dem Vorgänger.

Astros nächstes Spiel könnte auch einen größeren Fokus auf die Geschichte legen und passend zur Pixar-Ästhetik noch mehr in die emotionale Richtung gehen.

Eine Emotion haben wir aber während des gesamten Abenteuers verspürt, und zwar pure Freude. Das ist es, was die Entwickler offensichtlich erreichen wollten, und das ist es auch, was dem Spiel am besten gelingt. Die großartige Technik, der wahnsinnig süße Artstyle, das spaßige Gameplay und die vielen nostalgischen Referenzen zaubern uns zuverlässig ein dickes Grinsen ins Gesicht. Viel mehr hätten wir uns von Astro Bot nicht wünschen können!

Wertung zu Astro Bot (PS5)

Wertung:

9.5 /10
Fazit

Zugängliches Gameplay, fantastische Dualsense-Features, spektakuläre Technik und so viel Charme, dass einem das Herz aufgeht: Astro Bot will das Jump-and-Run-Genre nicht revolutionieren, sondern einfach nur glücklich machen. Und das gelingt ihm auf ganzer Linie!


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Astro Bot erscheint am 06. September exklusiv für PlayStation 5 zum Startpreis von knapp 70 Euro. Für knapp 80 Euro ist auch eine Digital-Deluxe-Version inklusive zusätzlicher Outfits, einem Artbook und dem digitalen Soundtrack erhältlich. Bloodborne-Fans aufgepasst: Leider ist auch das freischaltbare Jäger-Kostüm Käufern der Deluxe Edition vorbehalten. Transparenzhinweis: Die für diesen Test gespielte Version von Astro Bot wurde uns von Sony zur Verfügung gestellt.

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