Astro Bot ist Balsam für die Seele und ASMR für die Hände - Der ultra-knuffige PlayStation-Hüpfer im Test!
Test
Heiliger Dualsense, fühlt sich das genial an! Astro Bot hat uns im Test ordentlich durchgerüttelt, aber wie viel Spiel steckt hinter der tollen Technik?
Nur eine Tech-Demo sollte Astro Bot diesmal aber nicht sein, deshalb jetzt mal Butter bei die Fische: Hat Team Asobi hier ein vollwertiges Jump-and-Run-Paket abgeliefert? Die Antwort: Ja, das haben sie! Allein die Hauptlevels einmal abzuschließen, dauert knapp acht bis zehn Stunden.
In dieser Zeit hätten wir im Vorgänger schon zwei Mal die Platintrophäe geholt. Wer das im neuen Spiel auch in Angriff nimmt und keine Guides benutzt, kann locker 20 Stunden damit verbringen. Und das sind 20 hervorragende Stunden!
Quelle: Sony
Schwer sind die Bosskämpfe zwar nicht, dank der Gadgets und Inszenierung machen sie aber dennoch mächtig Laune.
Spaßig, vertraut, zugänglich
Wie wir bereits erwähnten, hat sich am simplen Grundgerüst von Astro's Playroom nichts verändert. Wir können hüpfen, mit den Schubdüsen eine Weile lang gleiten, zuschlagen und unser Gadget einsetzen, falls uns das Level eins zur Verfügung stellt.
Die sehr einfache Steuerung trifft auf kurze, überwiegend leicht zu meisternde Abschnitte mit vielen Checkpoints, und auch die Gadgets sind sofort verstanden. Wir drücken einen Knopf, um den Booster anzuwerfen, als Ballon umherzuschweben oder mit den Boxhandschuhen Geraden zu verteilen, und all das machen wir in Situationen, die meist deutlich klarstellen, was sie von uns haben wollen.
Mit den Gegnern verhält es sich ähnlich. Hier und da braucht es mal einen Tod, bis wir verinnerlicht haben, wie sie besiegt werden, aber danach können uns nur die wenigsten von ihnen noch etwas anhaben. Immerhin sterben sie, genau wie wir, meist schon nach einem Treffer.
Nun könnte man natürlich meinen, ein so einfaches Spiel würde schnell öde werden, aber tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die Levels spielen sich genauso abwechslungsreich, wie sie aussehen. Wir bekommen ständig neue Werkzeuge und Situationen, um damit herumzuspielen, dann tauchen mittendrin witzige Bossgegner auf, und nebenbei sammeln wir Unmengen an Krams ein, mit dem wir neue Features in der Basis freischalten.
Collectibles sind oft hinter Mini-Puzzles versteckt und die freischaltbaren Items motivieren durchweg, alles zu sammeln - warum genau, klären wir gleich. Jedenfalls vermengt Astro Bot seine einfachen Mechaniken zu einem immer wieder frischen Erlebnis, das zu keiner Sekunde langweilt.
Quelle: Sony
Die Levels punkten mit Abwechslungsreichtum und Setpieces.
Insgesamt ist das Spiel vor allem eins: zugänglich. Ihr könnt auch Nicht-Spielern den Controller in die Hand drücken und sie werden schnell Fortschritte machen und Spaß haben. Eine andere Option, um das Abenteuer mit jemandem zu teilen, gibt's leider nicht, auf einen Mehrspielermodus hat Team Asobi nämlich verzichtet.
Erwartet hier keine Erfahrung, die das Genre neu erfindet oder eure Jump-and-Run-Expertise knallhart auf die Probe stellt. Es gibt durchaus Levels, die uns einige Versuche abverlangen und eine gute Portion Trial and Error erfordern, aber die finden wir nur abseits des Pfades, versteckt in der Galaxiekarte, von der aus wir die vielen unterschiedlichen Welten ansteuern. Astro Bot ist im Kern also ein sehr konventioneller Hüpfspaß, der aber durch seine Technik, Abwechslung und seine überragende Liebe zum Detail auf ein neues Level gehoben wird. Diese Detailverliebtheit spüren, ganz wie beim kleinen Vorgänger, vor allem langjährige PlayStation-Fans!
