Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt

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Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt
Quelle: Ubisoft

Den Drang, einen Artikel über Assassin's Creed: Valhalla mit "Hilfe, die Wikinger kommen!" zu beginnen, unterdrücken wir an dieser Stelle. "Hilfe, die Assassinen-Wikinger kommen!" - so ist's besser. Wir konnten mehrere Monate vor dem Release für unsere Hands-on-Vorschau plus Video gut drei Stunden die Welt des Nordmänner-Actionspektakels erkunden, herausfinden, was neu ist an Valhalla und was uns bekannt vorkommt und auch sonst zahlreiche Eindrücke sammeln.

Nordengland, im Jahre 873 nach unserer Zeitrechnung. Der noch ungekrönte König Oswald von Ostanglien ist tot, ermordet von dänischen Aufwieglern. Anscheinend haben wir damit ein großes Problem, denn wir schwören, den Tod Oswalds zu rächen, den nun herrschenden Clan unter der Führung eines Mannes namens Rued auszulöschen und einen neuen, benevolenten Herrscher einzusetzen, der Oswalds Vision eines vereinten Königreichs vorantreiben soll.

Wir, das ist Eivor, ein wahlweise männlicher oder weiblicher Wikinger aus dem fernen Norwegen. Was genau uns nach Nordengland gebracht hat, wissen wir nicht, nur, dass es mit dem Krieg zusammenhängt und wir hier nach neuem Land für unser Volk suchen wollen. Auch sonst wissen wir noch nicht viel, als wir für unsere etwa dreistündige Anspielsession mit Assassin's Creed: Valhalla in Ostanglien abgesetzt werden.

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Mit den Assassinen respektive deren Vorgängerorganisation der "Hidden Ones" sind wir offenbar schon in Kontakt gekommen, denn eine schicke ausfahrbare Klinge ziert unser Handgelenk. Auch wie und warum wir welche Allianzen geschlossen haben und was genau uns mit den Figuren verbindet, die wir auf unserer kleinen Reise treffen, werden wir nicht wirklich herausfinden. Stattdessen gilt: Tu, was dir beliebt - wir werden mit einer kurzen Kette von Hauptmissionen und jeder Menge Nebenaufgaben in das uns offenstehende Areal der insgesamt natürlich noch deutlich größeren Spielwelt entlassen und finden heraus, wie es sich nun also anfühlt, dieses neue Assassin's Creed.

Es darf wieder assassiniert werden

Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt (2) Quelle: PC Games Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt (2) Die Kurzfassung: Sehr vertraut! Wer Origins und Odyssey gespielt hat, jene Teile, mit denen die Entwickler die Serie grundüberarbeitet und hin zu einem Open-World-Action-Rollenspiel á la The Witcher 3 gepolt haben, der findet sich sofort zurecht. Mit unserem per Tastendruck herbeirufbaren Pferd erforschen wir die Welt und decken allerlei Icons mit Missionen und Sammelaufgaben auf, ebenfalls mit einem Button übernehmen wir die Kontrolle über unseren uns treu begleitenden Vogel und kundschaften die Umgebung aus luftigen Höhen aus. Diesmal ist's halt ein Rabe anstatt eines Adlers wie in den beiden direkten Vorgängern.

Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt (5) Quelle: PC Games Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt (5) Weiterhin steht Loot im Mittelpunkt aller unserer Erkundungen. Waffen, Rüstung, Stiefel - alles liegt rum und wartet darauf, von uns eingesackt zu werden, erneut hilft uns die sogenannte Adlersicht dabei, Objekte und Feinde auch durch Wände hindurch gut zu erkennen. Hier zeigt sich aber bereits die erste einer doch ganzen Menge kleinen und größeren Anpassungen, welche die Macher vorgenommen haben und die wohl vor allem auf das Feedback der Fans zurückzuführen sind: Offenbar sind die Unterschiede zwischen den Ausrüstungsgegenständen diesmal deutlich stärker zu spüren als vor allem in Odyssey, wo sich der wertlose und nur zum Verkauf und für Ressourcen taugliche Kram im Minutentakt angehäuft hat. Mehr noch, können wir unsere Gegenstände nun deutlich individueller upgraden und müssen das nicht sehr simpel und für horrende Summen bei Schmieden in Dörfern erledigen.

Auf einem ganz neuen Level

Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt (9) Quelle: PC Games Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt (9) Die zweite und wohl von vielen Spielern herbeigesehnte Änderung: Mitlevelnde Feinde scheinen der Vergangenheit anzugehören. In Odyssey war es frustrierend, dass man noch so gut werden und noch so sehr im Level aufsteigen konnte, aber selbst die kleinsten und unwichtigsten Widersacher stärketechnisch fast gleichauf mit uns blieben. Der maximale Levelunterschied ließ sich im Menü ändern, aber nur geringfügig und als Folge wurden gelootete und entsprechend schwache Items erst recht wertlos.

In Valhalla verfügt Eivor nun gar nicht mehr über einen klassischen Erfahrungslevel. Stattdessen bekommen wir zwar weiterhin für alle Aktionen, die wir vollführen, XP, die dienen aber nur noch der (sehr schnell vonstattengehenden) Freischaltung von Punkten für unseren wahrlich gewaltigen Fähigkeitenbaum. Der ist weit verzweigt, lässt Schwerpunktsetzungen wie Stealth, Kampf und Jäger zu und beherbergt alle Leistungssteigerungen und neuen Fertigkeiten, die wir uns wünschen. Etwas unübersichtlich kam er uns beim Anspielen noch vor, der gute Skilltree, aber das sollte kein Problem darstellen, sobald wir mehr Zeit haben, uns damit auseinanderzusetzen.

Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt (13) Quelle: PC Games Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt (13) Es wirkt, als habe man sich generell die Kritik am zu exzessiven Grinding im letzten Teil der Reihe zu Herzen genommen, welches vor allem dann unabdingbar war, wenn man lediglich der Haupthandlung folgen wollte. Kämpfe wirken nun fairer, einzelne Widersacher saugen Schaden nicht mehr wie ein Schwamm auf. Es bleibt freilich abzuwarten, wie sehr es im fertigen Spiel notwendig sein wird, ständig Erfahrung zu sammeln und vor allem ob einem als Ersatz dafür wieder einmal scheinheilig der Einsatz von Echtgeld angeboten wird. Zumindest dem bisherigen Eindruck nach wollen die Entwickler aber von einem solchen Ansatz weg.

Wilde, wütende Wikinger-Walze

Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt (15) Quelle: PC Games Hands-on-Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla - Meuchelmord mit Charme und Axt (15) Weil wir gerade die Kämpfe erwähnt haben: Auch hier finden sich Kenner der letzten Spiele schnell zurecht, es gibt aber auch deutliche Veränderungen. So fühlen sich die Gefechte nun wesentlich wuchtiger an als zuvor. Wenn wir mit einer Axt zuschlagen, dann spüren wir die Kraft, mit der sie auf unseren Feind einschlägt, unsere Aktionen wirken direkter und die Auswirkungen besser vorhersehbar. Wie zuvor schon schlagen wir (bei Controllersteuerung) mit den rechten Schultertasten zu und verfügen über leichte und schwere Angriffe. Nun allerdings müssen wir für eine ausgerüstete Zweitwaffe nicht mehr umständlich wechseln, sondern können diese zeitgleich mit den linken Schultertasten kontrollieren. Wer will, haut also wie ein Berserker mit zwei Äxten um sich, agiert geschickt mit Schwert in der einen und Beil in der anderen Hand oder setzt wahlweise auch auf die Defensive und rüstet sich anstatt mit einer Zweitwaffe mit einem Schild aus. Alleine durch diesen Umstand gewinnen die Kämpfe schon an Substanz.

Eine Rückkehr feiern die ausrüstbaren und bei gefüllter Leiste ausführbaren Spezialattacken. Dann rammen wir etwa einen Feind gegen die nächstgelegene Wand, vollführen einen mächtigen Sprungangriff oder sorgen mit Wurfäxten im näheren Umkreis für ordentlich Kopfschmerzen. Hinzu kommen ein (in der Demo fehleranfälliger, was wir aber auf die etwas instabile Streamingtechnologie zurückführen) Ausweich- und Konter-Move und natürlich Pfeil und Bogen. Unsere Geschossen können in wilden Schlachten genauso über Sieg und Niederlage entscheiden wie bei schleichendem Vorgehen - dazu gleich mehr.

Twix heißt jetzt Raid, sonst ändert sich nix

Gelegenheit zum Kämpfen hat man genug, denn zumindest im Demoareal stand Action klar im Mittelpunkt. Das trifft vor allem auf die Raids zu, groß angelegte Stürme auf Festungen, bei denen schnelle Reflexe unabdingbar sind. Wir bearbeiten mit dem Rammbock Tore, schalten aus der Ferne Bogenschützen mit Umgebungsobjekten aus, duellieren uns mit anstürmenden Feindesgruppen und arbeiten uns auf diese Weise immer weiter vor. Neu: Unsere Gesundheit regeneriert sich nicht selbst, weder inner- noch außerhalb von Auseinandersetzungen. Stattdessen greifen wir auf Beeren und andere Nahrung zurück, die allerorten wächst und uns entweder sofort heilt oder als Vorrat zurückgehalten werden kann. Das sorgt dafür, dass man ein wenig taktischer vorgehen muss, schlussendlich läuft es aber darauf hinaus, dass man halt ständig Kram aufklaubt, mehr noch als es angesichts der Standard-Ressourcen fürs Crafting eh schon der Fall ist. Ob das schlussendlich den Spielspaß fördern wird, sei dahingestellt.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla, Seite 1 - Handlung, Neuerungen, Kampfsystem und mehr
  2. Seite 2 Vorschau zu Assassin's Creed: Valhalla, Seite 2 - Stealth, Nebenaufgaben, Gegenwarts-Passagen, Fazit und Meinung
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