Assassin's Creed Valhalla, der finale Check vorm Test Seite 2: Erkundungs-Gameplay, Skills, Neuerungen, Meinung und mehr

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Assassin's Creed Valhalla, der finale Check vorm Test Seite 2: Erkundungs-Gameplay, Skills, Neuerungen, Meinung und mehr
Quelle: Ubisoft

Es ist ein wenig bekannter historischer Fakt, dass die Wikinger in ihren Reihen Mitglieder einer uralten, geheimen Bruderschaft beschäftigten, die gegen eine verfeindete, ebenso geheime Organisation um goldene Äpfel kämpften, die Adam und Eva dereinst in Atlantis anfertigten - oder so ähnlich. Hier ist auf jeden Fall unsere finale Hands-on-Vorschau inklusive Video zu Assassin's Creed Valhalla vor dem Test!

Ich mochte das Kampfsystem schon in Origins und in Odyssey, jetzt wirkt es noch etwas durchdachter. Man kann gezielter angreifen und ausweichen und durch die Möglichkeit, zwei Waffen oder Schilder gleichzeitig zu tragen, kommt auch mehr Varianz rein. Es war die Absicht der Entwickler, dass sich die Kämpfe direkter, brachialer anfühlen, und ich finde, das ist gelungen. Geheilt wird übrigens nicht mehr automatisch, sondern mit aufgeklaubten Beeren, Fleisch von erlegten Tieren und anderer Nahrung. Ob das sinnvoll ist?

Zumindest bisher sorgte das neue System dafür, dass ich vor allem etwas genervt für neue Heilitems durch die Gegend rennen musste, wenn mein Beutel wieder mal leer war.

Ich müsste mal schiffen

Immerhin macht das Herumrennen Spaß, denn die Welt ist gestalterisch wieder mal eine Wucht. Durch die Landschaft zu streichen und einfach nur das Licht der virtuellen Sonne zu bestaunen, bereitete mir Freude, und gerade in den Gemeinden voller NPCs fühlt sich Nordengland auch sehr glaubwürdig belebt an. Und hier zeigen sich zwei kleine, aber sehr relevante Verbesserungen: Rufe ich nach meinem Pferd, braucht es nicht ewig, bis es neben mir auftaucht.

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In Odyssey lief man eine Strecke oft zu Fuß, bis der verdammte Gaul endlich neben einem ankam. Und das Schiff lässt sich nicht mehr nur an fixen Punkten am Hafen rufen, sondern überall, wo Wasser ist. Die Rolle des Bootes wurde übrigens zurückgeschraubt, Schiffskämpfe gibt es keine mehr. Stattdessen dient es offenbar wirklich nur dazu, um auf den diversen Wasserwegen von Punkt A nach Punkt B zu gelangen. Ob das auf dem Meerweg zwischen Norwegen und England anders aussieht, ja, ob man überhaupt auf dem weiten Ozean wird fahren können, das muss sich noch zeigen.

Stealth wird im Spiel eine große Rolle spielen, wahlweise kann man aber auch voll und ganz auf die actionreiche Offensive setzen. Quelle: PC Games Stealth wird im Spiel eine große Rolle spielen, wahlweise kann man aber auch voll und ganz auf die actionreiche Offensive setzen. Was mir gefällt, ist, dass das ewige Gesammle so vieler Ubisoft-Spiele, etwa wie im kürzlich von mir gespielten Watch Dogs: Legion, hier reduziert daherkommt. Damit meine ich nicht, dass es wenig zu tun gibt, nein. Aber die Aufgaben sind nicht so furchtbar kleinteilig, es gilt nicht massig Items zu finden und mit Fähigkeitspunkten für den Skill Tree via Erfahrungspunkten gibt es auch sinnvolle Belohnungen für das Absolvieren. Im Demogebiet versuchte ich mich etwa in einem Boxring, meisterte ein Minispiel, bei dem ich Steine aufeinanderschichten musste, verteidigte meinen Status als größter Trunkenbold des Landes in einer Rhythmus-Herausforderung, jagte vom Wind fortgetragenen Dokumenten hinterher, übte mich in eher lahmen "Wikinger-Rap-Battles" und stand allerlei verrückten Briten bei ihren Problemen zur Seite. So galt es zum Beispiel, für ein Brüderpaar deren Haus anzuzünden, damit sie ihr Hab und Gut aus der brennenden Hölle retten und damit beweisen konnten, was für harte Kerle sie sind. Warum nicht! Das Vorhaben ging für das Brüderpaar übrigens natürlich schief.

Anders als noch in Odyssey wird einem angezeigt, wie viele Nebenmissionen und Reichtümer es in jedem Gebiet noch zu finden gibt. Um die genauen Orte zu lokalisieren, muss man aber wieder einmal Aussichtspunkte synchronisieren, den Raben, der einen stets begleitet, auf Erkundungstour schicken und generell die Augen offenhalten. Bisher fühlt sich das wie ein guter Kompromiss an aus Möglichkeit zur Erkundung und trotzdem etwas Hilfestellung, damit man nicht verzweifelt nach weiteren Aufgaben sucht, die möglicherweise gar nicht mehr existieren.

Eine Frau vieler Fähigkeitenpunkte

Der Skill Tree ist weitverzweigt, allzu unterschiedlich wirken die diversen Äste aber noch nicht. Quelle: PC Games Der Skill Tree ist weitverzweigt, allzu unterschiedlich wirken die diversen Äste aber noch nicht. Mit "Reichtümern" meine ich neben Ressourcen übrigens auch Waffen. Zwar wird es offenbar erneut eine große Auswahl an verschiedenen Ausrüstungsstücken geben, auch, was die Rüstung betrifft, das Loot-Gameplay aus Odyssey ist aber Geschichte. So, wie es wirkt, ist jeder Ausrüstungsgegenstand einzigartig, dafür lassen sie sich alle Teile mehrmals verbessern. Anders als bisher verliert ein liebgewonnenes Item also nicht innerhalb kürzester Zeit seinen Wert, weil die Angriffskraft durch Stufenaufstiege zu gering ist, sondern kann mit geringem Einsatz weiterbenutzt werden.

Das Levelsystem aus Origins und Odyssey fiel auch dem Rotstift zum Opfer, wie viel besser die Alternative funktioniert, muss sich aber noch zeigen. Statt mit Erfahrungspunkten den Grundlevel zu steigern, bringen sie als Belohnung fürs Kämpfen und für absolvierte Aufgaben Fähigkeitenpunkte, die wir in einem umfangreichen, verzweigten Skill Tree ausgeben können. Der teilt sich in verschiedene Bereiche auf, die jeweils auf Stealth, Angriff und Co. abzielen. In der Praxis gab es aber in jeder Verästelung sehr ähnliche Upgrades zur Auswahl, wie viel hier Schein und wie viel Sein ist, wage ich derzeit noch nicht einzuschätzen.

Auf der Mao kann man jederzeit sehen, wie viele Geheimnisse, Nebenaufgaben und Schätze es im jeweiligen Gebiet noch zu finden gibt. Quelle: PC Games Auf der Mao kann man jederzeit sehen, wie viele Geheimnisse, Nebenaufgaben und Schätze es im jeweiligen Gebiet noch zu finden gibt. Ewiges Grinding, um gegen Feinde überhaupt eine Chance zu haben, soll es dank des neuen Systems aber zumindest nicht mehr geben. In Odyssey war es ja so, dass Gegner, die ein paar Stufen über uns waren, meist ein beinahe unüberwindbares Hindernis darstellten. Tatsächlich scheint sich das gebessert zu haben, besonders im Bereich Stealth. Sticht man einen Feind hinterrücks nieder, ist er besiegt und verliert nicht bloß ein Zehntel seiner Lebensleiste.

Neue Fähigkeiten schaltet man übrigens auch im Skill Tree frei, zusätzlich gibt es aber eine zweite Art von Punkten mit finiter Anzahl, versteckt an verschiedenen Orten in der Welt, durch die wir ebenfalls neue Talente erhalten.

Home is where the Brauhaus is

Die Nebenmissionen sind teilweise sehr nett gestaltet, etwa jene hier, in der zwei dämliche Brüder willentlich ihr Heim anzünden. Quelle: PC Games Die Nebenmissionen sind teilweise sehr nett gestaltet, etwa jene hier, in der zwei dämliche Brüder willentlich ihr Heim anzünden. Erstmals selbst erforschen durfte ich diesmal Eivors Wikingerdorf, das ich selbst aufbauen kann und dafür diverse Boni erhalte. Bäckerei, Brauhaus, Schmiede und Co. müssen erst mit gesammelten Ressourcen errichtet werden, woraufhin man bei ihnen Items erstehen kann. Sie sammeln zudem selbstständig Ressourcen oder verschaffen dem Spieler Vorteile. Auch Eivors Aussehen kann man hier verändern, etwa beim Friseur oder beim Tätowierer. Zudem kann jeder Bau auch mehrmals verbessert werden. Kreativ ist das nicht, ähnliche Systeme boten schon viele Ubisoft-Spiele, zuletzt etwa Far Cry: New Dawn, und natürlich auch Titel anderer Hersteller. Apropos New Dawn: Ähnlich wie in dem Shooter wird man offenbar vom Dorf aus Mini-Missionen auf speziellen, kleinen Maps antreten können, bis auf die Info, dass diese existieren, wurde mir aber noch nichts darüber verraten.

Zumindest mir bereitet es immer wieder Freude, meine eigenen Gemeinden in Spielen wachsen und gedeihen zu sehen. Schade bloß, dass man die Gebäude nicht frei platzieren oder zumindest individualisieren kann. Immerhin, für den persönlichen Touch kann man an mehreren Stellen im Dorf unterschiedliche Deko-Objekte aufstellen.

Lichtgestalt

Manchmal wird es auch ziemlich schräg - auf diesem Drogentrip machen sich auf einmal Seelöwen neben Eivor breit. Quelle: PC Games Manchmal wird es auch ziemlich schräg - auf diesem Drogentrip machen sich auf einmal Seelöwen neben Eivor breit. Rein was die Gestaltung der Welt angeht, passt das Wikinger-Setting also und es funktioniert mit Blick auf Spielsysteme wie das Wikingerdorf gut. Bezüglich der Story wird zudem natürlich erneut das typische Assassin's-Creed-Prozedere aufgefahren. Eivor trifft also wieder einmal auf allerlei historische Figuren und wird wohl auch in alle wichtigen geschichtlichen Ereignisse involviert sein, die sich zum damaligen Zeitpunkt abspielten. In der Demo ging es darum, einen von Eivor und ihren Wikingern unterstützten Neo-Regenten an die Macht zu bringen, indem der eigentliche Monarch zum friedlichen, aber alles andere als freiwilligen Abdanken überredet wurde.

Wie die Gegenwarts-Abschnitte außerhalb des Animus aussehen werden, konnte ich noch nicht feststellen, beziehungsweise herausfinden, ob es sie überhaupt geben wird. Layla, die Protagonistin dieser Sequenzen, konnte ich zwar schon spielen, allerdings nur in direkt in der Spielwelt angesiedelten Momenten. Dort musste sie an Lichtobjekten emporklettern, um Animus-Bugs auf den Grund zu gehen. Das ist nett, spielerisch fand ich das Klettern und Lösen kleiner Lichträtsel aber eher belanglos.

Alles wie immer?

Wie erwähnt, ging ich mit einem guten Gefühl aus meiner bisherigen Zeit mit Assassin's Creed Valhalla (jetzt kaufen / 53,99 € ) hinaus. Was es macht, macht es gut, und die Rückbesinnung auf lange nicht mehr genutzte Elemente, obschon vor allem Fan Service, funktioniert. Wichtiger noch finde ich aber die kleinen Verbesserungen, die für einen angenehmeren Spielfluss sorgen, und ich bin froh, nicht mehr so penetrant mit Loot vollgeballert zu werden.

Was Valhalla aber auch nicht gelungen ist, ist es, mich zu überraschen. Es ist nun mal Assassin's Creed! Alles, was ich erlebte, wirkte sehr vertraut, zumindest mit Blick auf Origins und Odyssey. Das ist nicht schlimm, es fühlt sich fast ein bisschen so an, als würde man nach Hause kommen, aber für manche Spieler könnte das nach all der Zeit zu wenig sein. Anders als ich befürchtet hatte, könnte dann also nicht eine zu wilde Mischung, sondern im Gegenteil das Beharren auf alten Strukturen dem Spiel zum Problem werden. Ich freue mich auf jeden Fall auf das Wikinger-Abenteuer - ob ich mich genauso in ihm verlieren werde wie im Griechenland Odysseys, das kann ich derzeit noch nicht abschätzen.

Assassin's Creed Valhalla erscheint am 10. November 2020 für PC, PS4, Xbox Series X und Xbox One, die PS5-Fassung folgt zum Launch der Konsole am 19. November. Zudem wird das Abenteuer via Google Stadia spielbar sein.

Meinung

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Bildergalerie

  1. Seite 1 Assassin's Creed Valhalla, der finale Check vorm Test Seite 1: Prämisse, Stealth, Kampfsystem und mehr
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