Assassin's Creed: Shadows hat zwei grundverschiedene Protagonisten -- Vorschau zum Gameplay
Special
Bei einer Gameplay-Präsentation von Assassin's Creed: Shadows konnten wir zwei Protagonisten mit sehr unterschiedlichen Spielweisen beobachten.
Brutales Vermöbeln von Wachen
Die vorgespielte Demo diente aber in erster Linie dazu, das Gameplay der beiden Protagonisten zu präsentieren. Als Yasuke in dem Dorf eintrifft, fällt zunächst auf, dass die Bewohner auf die Ankunft des großen Kämpfers reagieren und er die Blicke auf sich zieht. Nach Aussage des Game Directors nicht nur wegen seines exotischen Erscheinungsbildes, sondern auch, weil er sich zu diesem Zeitpunkt bereits einen Namen als Samurai gemacht hat.
Yasukes Ziel in dem Dorf ist es, die Machenschaften eines korrupten Samurai zu unterbinden. Als er auf eine belebte Marktstraße einbiegt, erblickt er sein Ziel, das gerade dabei ist, einen Zivilisten zu drangsalieren. Der Protagonist fackelt nicht lange und beginnt sich mit seinem Kanabo an Wachen vorbeizukämpfen.
Mit diesem schweren, stachelbewährten Streitkolben dringt Yasuke problemlos durch die Rüstungen seiner Gegner. Die Kämpfe wirken auch entsprechend wuchtig. Um selbst Schaden zu vermeiden, muss unser Samurai im richtigen Moment ausweichen, parieren oder blocken.
In diesem ersten Kampf wird auch schnell deutlich, dass die Entwickler sind nicht bei der Brutalität zurückgehalten haben. Da werden mit dem Kanabo schon mal Köpfe zu Gele verarbeitet, selbst wenn der Gegner schon geschlagen auf dem Boden liegt. Später sehen wir auch, wie im Kampf mit dem Katana sowohl von Yasuke als auch Naoe präzise Kopfentfernungen durchgeführt werden.
Licht und Schatten
Nachdem der korrupte Samurai besiegt ist, erhält der Protagonist Informationen über dessen Auftraggeber. Niemand Geringeres als der örtliche Daimyo, der in der gewaltigen Festung über dem Dorf residiert. In dieser Cutscene sehen wir erstmals beide Protagonisten zusammen, die sich beraten, wie sie weiter vorgehen sollen.
Der Spieler steht vor der Wahl, die Festung frontal mit Yasuka anzugreifen, oder sie nachts heimlich mit Naoe zu infiltrieren. Das anwesende Publikum der Präsentation entscheidet sich einstimmig dafür, Naoes Schleichkünsten den Vortritt zu lassen.
Die Shinobi ist die Assassine des Duos und verfügt dementsprechend über die traditionelle Eagle Vision. Den Vogel als Begleiter aus den letzten Spielen gibt es diesmal aber nicht mehr. Stattdessen hat Naoe ein massiv ausgebautes Arsenal an Stealth-Fähigkeiten.
Bildergalerie
Das beginnt bereits damit, dass Licht und Schatten eine entscheidende Rolle spielen. Um die Chancen auf Entdeckung zu reduzieren, gilt es Lichtquellen nach Möglichkeit auszuschalten. Sei es im Vorbeigehen, oder durch den gezielten Wurf eines Shuriken.
Naoe kann sich zudem flach auf den Bauch legen und über den Boden kriechen. Damit ist sie nicht nur in hohem Gras schwer zu entdecken, sondern auch in flachen Wasserstellen. Darin kann sie sogar durch einen Bambusstab Luft holen, um länger unerkannt auf der Lauer zu liegen.
Gegner werden entweder klassisch durch ein Attentat mit der verborgenen Klinge aus dem Weg geräumt, oder wir bringen Kunai-Wurfmesser zum Einsatz. Dank der japanischen Leichtbauweise lassen sich Gegner auch ganz einfach hinterrücks durch eine Wand mit dem Katana ausschalten. Die Entwickler bezeichnen die Protagonistin daher auch als die heimlichste Assassine, die es in der Reihe bisher gegeben hat.
Direkte Konfrontation
Yasuke ist da längst nicht so subtil. Das zeigen uns die Entwickler, indem sie die Mission in der Festung des Daimyo auch noch aus seiner Sicht vorführen. Der Samurai ist nicht nur nicht wirklich fürs Schleichen geeignet, er hat auch längst nicht so ausgefeilte Parkour-Skills wie sein Shinobi-Counterpart. Seine Angriffsstrategie lautet daher, durchs Haupttor marschieren und alles platt machen. Dabei halten ihn auch verschlossene Tore nicht auf. Yasuke stürmt da einfach durch.
Seinen Gegnern stellt sich der Protagonist diesmal im Schwertkampf. Das Katana kann der Samurai trotz seines bulligen Auftretens erstaunlich elegant führen. Nachdem sich die Entwickler bereits ein wenig in die Festung vorgekämpft haben, stellen sie eine weitere spannende Waffe von Yasuke vor.
Der ist nämlich auch mit einer Art Feuerbüchse, also einem mittelalterlichen Gewehr ausgerüstet. Damit kann er prima Gegner aus der Entfernung bekämpfen. Der Nachtteil ist allerdings, dass die Dinger sehr laut sind, was weitere Gegner anlocken könnte.
Zum Abschluss der Präsentation zeigen uns die Entwickler noch, dass auch Naoe sich im Notfall im offenen Kampf behaupten kann. Dazu nutzt sie unter anderem ihr Katana, mit dem sie jedoch eine ganz andere Kampftechnik an den Tag legt als Yasuke. So kann sich unter anderem nicht blocken und muss diesen Umstand mit ihrer Geschwindigkeit wieder ausgleichen.
Als zweite Offensivwaffen verlässt sich die Shinobi auf ihr Kusarigama, eine tödliche Waffe mit einer Klinge an einem Stab sowie einer Kette mit schwerem Gewicht am Ende. Damit kann Naoe sehr effektiv Gruppen von Gegnern in Schach halten. Die Waffe eigentlich aber allem Anschein nach auch als Gartenwerkzeug, da sie damit während der Präsentation sehr elegant ganze Bambusbeete ein paar Meter kürzer gemacht hat.
Da wir zur Story und offenen Spielwelt bisher noch gar nichts gesehen haben, lässt sich Assassin's Creed Shadows noch recht schwer einschätzen. Die beiden Protagonisten mit ihren grundverschiedenen Spielweisen versprechen jedoch bereits sehr abwechslungsreiches Gameplay sowie einen gewissen Wiederspielwert. Wir sind gespannt, ob sich dieser Eindruck auch bestätigt, sobald wir selbst Hand anlegen dürfen.
Assassin's Creed: Shadows wird von Ubisoft Quebec mit Unterstützung weiterer Ubisoft-Studios weltweit entwickelt und auch von Ubisoft vertrieben. Das Spiel erscheint am 15. November 2024 für PC, Playstation 4 und Xbox Series X/S. Transparenzhinweis: Ubisoft bezahlte die Reisekosten des Anspiel-Events.
