Assassin's Creed Odyssey in der Vorschau: Schiffskampf, Schlachten und Meinung

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Assassin's Creed Odyssey in der Vorschau: Schiffskampf, Schlachten und Meinung
Quelle: Ubisoft

Wir hatten die Ehre, Ubisofts kommendes Meuchelmörder-Abenteuer ganze acht Stunden bei einem Event in Paris zu spielen. In unserer ausführlichen Vorschau sagen wir euch, wie gut uns der Anfang der Griechenland-Odyssey auf der PS4 Pro gefallen hat, wo es noch so kurz vor dem Release Probleme gibt und ob wir AC: Odyssey schon jetzt ohne Bedenken weiterempfehlen können.

Assassin's Creed Odyssey Vorschau: Mast- und Schotbruch

Das kostete uns zwar ein wenig Nerven, war aber zum Glück nach einiger Übungszeit doch möglich. Dafür haben wir bei dem Auftrag mit dem Bogenholz zum Beispiel wie in Assassin's Creed: Origins mit unserem Adler die Gegend vorab sehr genau erkundet und alle Wachen markiert, sodass wir ihre Bewegungen stets im Überblick behalten konnten. Zudem haben wir, anstatt zu kämpfen, immer auf Attentate oder auf unseren lautlosen Bogen zurückgegriffen und anschließend die Leichen im Gebüsch versteckt. Erst als unser Protagonist Level 4 erreicht hatte und so über einige hilfreiche Spezialfähigkeiten wie Selbstheilung oder den sehr starken Raubtierschuss verfügte, haben wir uns dem Kampf gegen den Kopfgeldjäger gestellt und konnten ihn nach einigen Versuchen tatsächlich ausschalten - man kann sich wohl leicht unsere immense Freude darüber vorstellen.

Assassin's Creed Odyssey in der Vorschau. Quelle: PC Games Die Schiffskämpfe machen wie schon in Assassin's Creed 4: Black Flag richtig Laune. Die Insel Kefalonia dient insgesamt als ein erweitertes Tutorial-Gebiet, auf der wir viele der wichtigsten Dinge für die zukünftigen Missionen lernen. So wird uns etwa das Schleichen beigebracht, der Umgang mit Bögen sowie anderen Waffen und auch über das Schnellreisesystem werden wir informiert. Nach etwa zwei bis drei Stunden bekommen wir ein hochseetaugliches Schiff, mit dem wir zu unserem nächsten großen Auftrag reisen dürfen. Auf dem Festland sollen wir einen General der Spartaner töten. Doch bevor wir Megaris erreichen, lernen wir auf dem Weg die Finessen des Seekampfs. Wir stehen als Kapitän an Deck und geben Befehle an unsere Crew - also etwa "Fahrt voraus", "Andocken" und mehr. Taucht ein feindliches Gefährt auf der See auf, greifen wir es via Speer- oder Pfeilwellen an.


Die Speer- und Pfeilwellen können wir mit der Zeit auch noch verbessern, indem wir neue Offiziere rekrutieren. Dafür müssen wir lediglich Feinde mit einem Schlag betäuben und sie anschließend fragen, ob sie unserer Mannschaft beitreten möchten - ein wenig plump ist das schon, aber erinnert zugleich etwas an die Methoden der britischen Kriegsmarine zur Zeit Napoleons. Die Kämpfe selbst ähneln hingegen denen von Assassin's Creed 4: Black Flag - nur mit dem Unterschied, dass wir Pfeile und Speere anstatt unterschiedlicher Kanonenkugeln einsetzen. Sobald wir einem Gegner alle Trefferpunkte abgezogen haben, können wir entweder einen Gnadenschuss abfeuern oder wahlweise auch das Schiff entern. Beim Entern kommt es zu einem Kampf gegen die feindliche Crew, den wir zumindest in den von uns gespielten Auseinandersetzungen stets alleine ausführen mussten. Das kann auch schnell in die Hose gehen, vor allem dann, wenn die Feinde eine höhere Erfahrungsstufe haben. Als Belohnung winkt dann aber deutlich mehr Beute in Form von Drachmen und Rohstoffen als wenn wir das feindliche Schiff lediglich versenkt hätten.

Assassin's Creed Odyssey Vorschau: Es herrscht Krieg

Auf dem Festland angekommen, verdingen wir uns als Söldner für die Spartaner, die gerade gegen die Athener Krieg führen. Das machen wir aber eigentlich nur deshalb, weil wir näher an unsere Zielperson, den spartanischen General, kommen wollen. Auch dieses Gebiet dient schlussendlich eher der Einführung und so lernen wir, wie wir die Kräfte des Feindes für die bevorstehende Schlacht vermindern. Hierbei stehen uns unterschiedliche Aufträge zur Verfügung, die wir ganz nach Gusto ganz oder nur zum Teil der Aufträge erfüllen müssen. Wir können zum Beispiel die Kriegsvorräte des Feindes in ihren Festungen zerstören, Kapitäne und andere Anführer ausschalten oder die Kriegskasse plündern. Wichtig ist es auch, dass wir unseren Helden aufstufen, damit er in der Schlacht dann auch schlagkräftig genug ist. Die ganzen Maßnahmen haben uns gut und gerne vier Stunden gekostet, da wir auch einige Nebenaufgaben absolviert haben.
Assassin's Creed Odyssey in der Vorschau. Quelle: PC Games In den Schlachten gilt es, feindliche Anführer zu schlagen und so die Kräfteverhältnis insgesamt zu unseren Gunsten zu bewegen. Insgesamt kam uns das Gebiet aber etwas fad vor. Aufgaben, in denen man etwa 20 Feinde töten, vier Vorratslager zerstören oder zwei Schatzkisten plündern muss, zeugen nun mal nicht wirklich von der Kreativität der Entwickler. Natürlich diente auch das zweite große Gebiet eher der Einführung in die Mechanik der Massenschlachten, trotzdem müssen wir sagen, dass wir nach rund sechs Stunden des Spielens auch einige hochkarätige und aufwendig inszenierte Hauptmissionen erwartet hätten. Zudem waren wir ein wenig genervt von den überaus langen Ladezeiten und den unfair gesetzten Checkpoints. So muss Assassin's Creed: Odyssey schon dann nachladen, wenn man mit dem Adler ein Gebiet in der Nähe erkundet hat und zum Charakter zurückkehrt. Schlimmer waren aber die Checkpoints.

In der großen Massenschlacht mussten wir vier feindliche Anführer ausschalten, was schon einige Zeit in Anspruch nahm, aber zumeist leicht zu erledigen war. Danach folgte aber ein Kampf gegen einen Helden, der - je nach Erfahrungslevel - zwischen echt hart und fast schon unmöglich anzusiedeln ist. Wenn man jenes Duell verfehlt, wird man aber nicht einmal in das Schlachtgetümmel zurückversetzt, sondern darf sich die Besprechung der Schlacht nochmals anhören, dann die Schlacht laden lassen und erst dann den nächsten Versuch antreten. Dass man damit gerne knapp zwei Minuten beschäftigt ist und so das Nervenkostüm immer dünner wird, dürfte wohl verständlich sein.

Assassin's Creed Odyssey Vorschau: Leise Zweifel

Adler Ikaros im Flug über die Spielwelt von Assassin's Creed Odyssey. Quelle: PC Games Es lohnt sich immer, mit dem Adler ein Missionsgebiet zu erkunden. So können wir Feinde markieren und bekommen stets einen Überblick über ihre Bewegungen. In unseren acht Stunden mit Assassin's Creed: Odyssey überwiegte die Freude dem Frust. Die Präsentation ist wieder einmal einfach atemberaubend und das Setting ist so gut umgesetzt, dass wir geradezu das Gefühl hatten, wirklich im antiken Griechenland zu sein. Auch die Charaktere, obwohl sie ein wenig klischeehaft daher kommen, wirkten interessant und lebendig. Zudem waren wir sowohl mit dem Kampfsystem als auch den Seeschlachten zufrieden. Trotzdem müssen wir anhand des Gespielten sagen, dass es zum einen wenige Wochen vor dem Release noch dicke Bugs im Spiel gibt und zum anderen, dass wir ein wenig skeptisch über die riesigen Ausmaße des Spiels sind. Im Vergleich zu Assassin's Creed: Origins sollen die Dimensionen der Spielwelt über 60 Prozent größer ausfallen, was ja eigentlich etwas Positives ist. Doch haben wir in den ersten acht Stunden viele austauschbare Aufgaben absolviert und hatten zudem das Gefühl, dass die Einführungsphase etwas zu lang ausfällt. So fragen wir uns am Ende, ob die Griechenland-Odyssee tatsächlich bis zum Schluss so richtig Laune macht. Natürlich können wir darauf noch keine Antwort geben, sondern erst dann, wenn wir im Test von Assassin's Creed: Odyssey genau dasselbe feststellen. Wir hoffen, dass wir uns hierbei einfach getäuscht haben und sind gespannt, wie gut die Odyssee tatsächlich wird.

Meinung

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