Seefahrten, Massenschlachten, Meinung und mehr
Special 53,99 €
Assassin's Creed Odyssey in der E3-Vorschau: Die Zwei-Jahres-Pause zwischen Syndicate und Origins war wohl doch nur eine Ausnahme. Mit Assassin's Creed Odyssey kehrt die Meuchelmörder-Serie zum jährlichen Erscheinungsrhythmus zurück. Wir wir uns im Vorfeld der E3 selbst überzeugen durften, haben die Macher trotzdem einiges aus Origins gelernt und liefern ein Abenteuer ab, welches das Potenzial hat, sogar noch besser zu werden! Alle Infos in unserer Preview!
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Doch es ist nicht alles mit Verbesserungen getan im neuen Assassin's Creed - auch richtige Neuerungen hat es mit an Bord; beziehungsweise eine Rückkehr in alte Assassinen-Tage. Waren Seeschlachten, wie man sie aus Black Flag und Rogue kennt, in Origins nur in abgespeckter Form in
Quelle: Ubisoft
Assassin's Creed Odyssey gespielt (11)
wenigen Missionen verfügbar, feiern sie nun ihre triumphale Rückkehr im Open-World-Gameplay. Das griechische Festland und die griechischen Inseln sind von jeder Menge Wasser umgeben, das wir mit unserem Schiff frei bereisen können. Wir stehen als Kapitän an Deck und geben Befehle an unsere Crew - also etwa "Fahrt voraus", "Anker senken" und mehr. Taucht ein feindliches Gefährt auf der See auf, greifen wir es via Speer- oder Pfeilwellen an. In der Demo fühlte sich das etwas simpler an als in Black Flag und Rogue und wir hatten weniger Angriffsmöglichkeiten im Portfolio, all das machte aber dennoch schon richtig viel Laune! Schön ist zudem, dass es uns laut Entwickleraussage möglich sein wird, beinahe jeden NPC in der Welt für unsere Crew zu rekrutieren. Details zu diesem Feature blieb man uns aber noch schuldig.
Gemischte Schlachtplatte
Ganz ohne Vorbild in älteren Serien-Ablegern kommen die neuen Massenschlachten aus. Darin ziehen wir mit einer Gruppe an Verbündeten gegen Massen an Feinden in den Kampf. Laut Entwicklern stehen sich auf diese weise stolze 150 Einzelkämpfer auf einmal gegenüber - wir haben nicht nachgezählt, glauben das jetzt aber einfach einmal. Einmal am Schlachtfeld, gilt es, die Widerstandsleiste der feindlichen Armee zu senken und schlussendlich zu leeren; man kann sich das in etwa wie in einem Prügelspiel vorstellen. Neben normalen Soldaten erwarten uns besonders starke Kämpfer sowie Spezialversionen, die deutlich größer und widerstandsfähiger als ihre Mitrecken sind. Schlagen wir sie, so ziehen wir besonders viel Feindesenergie auf einmal ab.
Diese Kämpfe machen richtig viel Laune, da man stets bereits sein muss, auf Angriffe aus allen Richtungen zu reagieren und sich der gegenwärtigen Situation am Schlachtfeld anzupassen. Allerdings kommt hier auch die bis dato größte Schwäche des Kampfsystems zum Vorschein: Es ist sehr schwer, gezielt zu kämpfen, wenn mehr als ein Gegner auf einen zustürmt. Trotzdem wir einen Feind anvisieren, kommt es vor, dass das Spiel unsere Aktionen falsch interpretiert und etwa einen Schlag auf einen anderen Widersacher lenkt. Dadurch lassen sich manche Kampfsituationen nur schwer planen und es fehlt an Präzision. Hier muss Ubisoft bis zum Release noch nachbessern.
Übrigens wird auch bezüglich der Missionen oft Entscheidungsfreiheit geboten werden: Suchen wir unser Glück im Kampf, ziehen wir Stealth vor oder versuchen wir gar mit Diplomatie im Gespräch unser Glück? Wir gehen nicht davon aus, dass wir in allen Missionen immer frei werden wählen können, wie wir sie schlussendlich bestreiten. Dass es diese Möglichkeit aber prinzipiell immer wieder geben wird, finden wir schon einmal richtig gut.
Zurück in die Zukunft
Zu guter letzt noch ein paar Worte zum Gegenwartspart des Abenteuers, der natürlich ebenfalls Teil der Odyssey-Spielerfahrung sein wird. Nachdem Ubisoft hier im Laufe der Jahre die verschiedensten Ansätze versucht hat - von Parcours-Levels über seltsame Traum-Erfahrungen und Walking Simulatoren in virtuellen Büros -, wird diesmal direkt an die Geschichte von Assassin's Creed Origins angeknüpft. Wieder schlüpfen wir außerhalb des Animus, jener Maschine, welche die Erinnerungen längst verstorbener Helden zum Leben erweckt, in die Schuhe von Layla Hassan, ihres Zeichens Ex-Mitarbeiterin beim bösen Templer-Konzern Abstergo. Spielen durften wir einen solchen Abschnitt noch nicht, doch wenn Odyssey sich hier auch bezüglich des Gameplays an Origins orientiert, erwarten uns kurze Abschnitte, die sich spielerisch nur geringfügig von unseren Ausflügen im antiken Griechenland unterscheiden. Vielleicht haben die Entwickler ja diesmal aber auch einen etwas interessanteren Ansatzgefunden - allzu berauschend waren die Gegenwarts-Sequenzen in Origins schließlich nicht.
So oder so wirkt Assassin's Creed Odyssey bisher vor allem wie eines: Eine konsequente Fortsetzung dessen, was die Macher mit Origins in die Assassinen-Welt gebracht haben, überarbeitet an den Stellen, an denen sich die Fans Verbesserungen gewünscht haben und erweitert um interessante neue beziehungsweise wiederentdeckte Elemente. Wir hätten auch kein Problem gehabt, noch ein Jahr auf den nächsten Meuchelmörder-Ausflug zu warten, bedenkend, wie gut diese Pause dereinst Origins getan hat. Wenn Odyssey aber so rund funktioniert, wie es nach unserer E3-Zeit mit dem Titel wirkt, steigen wir auch gerne schon in diesem Jahr wieder in den Animus. Am 5. Oktober ist es soweit!
