Assassin's Creed: Odyssey erstmals gespielt: Die Wandlung zum Rollenspiel ist fast abgeschlossen!

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Assassin's Creed: Odyssey erstmals gespielt: Die Wandlung zum Rollenspiel ist fast abgeschlossen!
Quelle: Ubisoft 

Assassin's Creed Odyssey in der E3-Vorschau: Die Zwei-Jahres-Pause zwischen Syndicate und Origins war wohl doch nur eine Ausnahme. Mit Assassin's Creed Odyssey kehrt die Meuchelmörder-Serie zum jährlichen Erscheinungsrhythmus zurück. Wir wir uns im Vorfeld der E3 selbst überzeugen durften, haben die Macher trotzdem einiges aus Origins gelernt und liefern ein Abenteuer ab, welches das Potenzial hat, sogar noch besser zu werden! Alle Infos in unserer Preview!

Wir haben ja schon halb damit gerechnet: Ohne spoilern zu wollen, deutete einiges in Assassin's Creed Origins darauf hin, dass der Nachfolger in Griechenland angesiedelt sein würde. Anders als erwartet setzt Assassin's Creed Odyssey (jetzt kaufen / 53,99 € ) aber nicht die Geschichte der Origins-Protagonisten Bayek und Aya fort, sondern geht 400 Jahre in der Zeit zurück.

Eine Assassinen-Geschichte, die mehrere hundert Jahre vor dem Entstehen des Assassinen-Ordens angesiedelt ist? Ja - klingt komisch, ist aber so. Wir durften im Rahmen der E3 eine gute Stunde in das Abenteuer hineinspielen und können beruhigen: Odyssey ist trotzdem ein Assassin's Creed durch und durch, welches die wichtigen Neuerungen von Origins übernimmt und sie durch Ergänzungen und Verbesserungen erweitert.

In einem Land vor unserer Zeit

Im Jahre 431 vor unserer Zeitrechnung, der Ära von Sokrates und der anderen großen Philosophen, übernehmen wir die Kontrolle über den neuen Helden - und hier unterscheidet sich Odyssey schon von den Vorgängern. Erstmals steht es uns nämlich völlig frei, ob wir einen männlichen oder weiblichen Protagonisten spielen wollen. Kein Wechseln zwischen Missionen wie in Syndicate, keine unterschiedlichen Skill-Sets. Wir entscheiden uns entweder für Heroen Alexios oder Heroine Kassandra und erleben mit der Figur unserer Wahl anschließend das Abenteuer. Diese Wahlfreiheit bezüglich des Protagonisten soll im fertigen Spiel im Rahmen der Geschichte erklärt werden - wie, wollte man uns noch nicht verraten. So oder so handelt es sich bei uns aber um den Enkel beziehungsweise die Enkelin des legendären Spartaner-Königs Leonidas. Und da wir aufgrund der noch nicht existierenden Assassinen-Bruderschaft noch keinen Zugriff auf die ikonische versteckte Klinge am Handgelenk haben, verfügen wir mit dem Speer des Leonidas über eine ganz neue, besondere Waffe. Wer Assassin's Creed Origins gespielt hat, dürfte aber wohl schon ahnen, dass die versteckte Klinge irgendwann im Spielverlauf doch noch einen Auftritt haben könnte; da war doch was mit dem Perserkönig Xerxes ... Assassin's Creed Odyssey gespielt (3) Quelle: Ubisoft  Assassin's Creed Odyssey gespielt (3)

Entscheidungsfreuden

Die Wahl unseres Geschlechts ist nur die erste von zahlreichen Entscheidungen, die wir in Odyssey treffen werden. So sehr Origins die Assassin's Creed-Serie auch spielerisch nach vorne brachte und an RPG-Genregrößen wie The Witcher 3 (Weltgestaltung) und Dark Souls (Kampfsystem) anschloss, so sehr war es doch eine handlungstechnisch stark vorgegebene Angelegenheit. Gerade die Möglichkeit, den Verlauf der Geschehnisse um uns herum zu beeinflussen, macht aber schließlich ein Rollenspiel aus. Das hat Odyssey erkannt: In allen Dialogen steht uns nun eine Vielzahl an unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten zur Auswahl. Manchmal dienen diese nur dazu, bei Interesse mehr über ein bestimmtes Thema zu erfahren. Oft genug jedoch hat die Wahl der Reaktion in einem Gespräch direkten Einfluss auf den Verlauf einer Mission oder gar der Gesamthandlung. Kein Spieler soll genau dieselbe Spielerfahrung erleben wie der andere, verspricht Ubisoft - große Pläne, doch schon in der Demo sorgten die zahlreichen Dialogoptionen zumindest im Kleinen für Abwechslung. Im fertigen Spiel wird es, abhängig von unserem Vorgehen in bestimmten Situationen, erstmals in der Seriengeschichte sogar verschiedene Enden geben.

Wir haben einen Vogel

Spielerisch bleibt hingegen dem ersten Anschein nach alles bei dem, was man spätestens seit Origins mit Assassin's Creed verbindet. Uns erwartet eine große, offene Spielwelt, in der wir zahlreiche Haupt- und Nebenmissionen in nicht völlig freier, aber sehr flexibler Reihenfolge angehen können. Assassin's Creed Odyssey gespielt (8) Quelle: Ubisoft  Assassin's Creed Odyssey gespielt (8) Zusätzlich gilt es, Ausschauposten zu erklimmen, Räuberquartiere auszuheben, versteckte Gegenstände aufzuklauben und mehr. Damit wir uns unter der mediterranen Sonne nicht die Sandalen kaputt laufen, können wir natürlich wieder jederzeit einen treuen Gaul an unsere Seite rufen; und auch ein hilfreicher Adler steht uns wieder zur Seite. Auf Knopfdruck übernehmen wir die Kontrolle über ihn und spähen mit seiner Unterstützung feindliche Quartiere aus, entdecken verborgene Punkte in der Umgebung, stellen fest, über welchen Erfahrungslevel unsere Gegner verfügen und mehr.

Und wenn wir doch einmal zu Fuß unterwegs sind, so können wir erneut an fast allen Oberflächen nach oben klettern. Das ist nicht unbedingt realistisch, aber effektiv und verleiht der Welt eine sehr angenehme Vertikalität.

Der Wert der Erfahrung

Wir haben schon die Erfahrungslevel unserer Feinde erwähnt; auch wir verfügen wie in Origins wieder über einen ebensolchen und steigern ihn, indem wir Aufgaben absolvieren oder uns in Kämpfen gut schlagen. Pro Level-up gibt's Fähigkeitenpunkte, die wir in drei verschiedenen Skill Trees - Jäger, Kämpfer und Assassine - investieren dürfen. In einem normalen Spieldurchgang dürfte es sehr mühsam sein, sämtliche Fähigkeiten freizuschalten, weshalb sorgfältiges Auswählen hier die halbe Miete sein dürfte. Konzentriere ich mich aufs Schleichen oder greife ich lieber frontal an und setze darum auf Durchschlagskraft? Sind mir spektakuläre Manöver wichtig oder bleibe ich ohnehin nur im Schatten? Artwork aus Assassin's Creed Odyssey zeigt einen Sprungangriff des Helden auf seine Gegner vor der Kulisse der griechischen Antike. Quelle: Ubisoft  Assassin's Creed Odyssey gespielt (9) Wie im Vorgänger können wir auf diese Weise nach und nach unseren ganz individuellen Helden erschaffen. Weiterhin wartet erneut eine große Auswahl an Ausrüstungsgegenständen auf uns, mit welchen wir die Statuswerte unserer Figur beeinflussen und die auch direkten Einfluss aufs Gameplay haben.

Je nach Waffe, also zum Beispiel flinker Säbel, schwere, langsame Streitaxt oder wuchtige Keule, müssen wir in den Kämpfen anders agieren. Prinzipiell ähneln die Gefechte denen von Origins - und somit jenen der Dark-Souls-Spiele - aber sehr, fühlten sich für unseren Geschmack aber noch eine Idee herausfordernder, aber auch durchdachter an als zuvor. Wir visieren unseren Widersacher an und geben ihm dann mit leichten oder schweren Schlägen auf die virtuelle Mütze; aufgeladene Attacken sorgen für zusätzlichen Schaden, brauchen aber lange und machen uns in dieser Zeit angreifbar. Spezielle Manöver wie ein Griff, mit dem wir unserem Gegenüber den Schild entreißen, sind je nach Kontrahent Pflicht, ebenso wie stetiges Ausweichen.

An Arrow to the Knee

Etwas zu einfach fühlt es sich für unseren Geschmack derzeit noch an, mit Pfeil und Bogen gegen unsere Angreifer vorzugehen. Ein paar Geschosse ins Knie oder die Stirn der Fieslinge geschossen und sie liegen darnieder, ohne, dass sie auch nur in unsere Nähe gekommen wären. Und sollte Odyssey der Origins-Schule folgen, so wird das Spiel deutlich zu einfach werden, sobald man die besonders mächtigen Fähigkeiten im Skill Tree freigeschaltet und einen hohen Erfahrungslevel erreicht hat; vielleicht gelingt dem griechischen Meuchelmörde-Ausflug hier ja eine bessere Balance.

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