"Eine Verkettung unglücklicher Umstände" - Matt Ryan über seinen Black-Flag-Leak

Special Matthias Dammes
"Eine Verkettung unglücklicher Umstände" - Matt Ryan über seinen Black-Flag-Leak
Quelle: PC Games

Auf einem Vorschau-Event zu Assassin's Creed: Black Flag Resynced sprachen wir mit Edward-Darsteller Matt Ryan unter anderem auch über seine Aussage auf einer Convention, die zu Spekulationen über das Remake führten.

PC Games: Du bist auch ein regelmäßiger Besucher von Conventions, wo du mit Fans interagierst. Hast du irgendwelche Unterschiede zwischen den Fandoms von TV-Serien und Videospielen festgestellt?

Matt Ryan: Also, ich würde nicht sagen, dass mir ein Unterschied zwischen ihnen aufgefallen ist, aber ich weiß, dass Videospielfans viel mehr Zeit mit dir verbringen, verstehst du, was ich meine? Manche haben wahrscheinlich über 100 Stunden in ein Spiel gesteckt, und manche erzählen mir Dinge über die Figur, und ich denke mir: "Ich glaube, du kennst den Typen besser als ich." Und ich habe einige der besten Cosplays gesehen. Die Leute kommen und stecken so viel Mühe in die Herstellung dieser Kostüme, und es ist immer sehr beeindruckend, wenn jemand als eine Figur auftaucht, die man selbst gespielt hat. Sie haben all diese Zeit damit verbracht, das Spiel zu spielen und dann das Kostüm zu basteln, und ich genieße es wirklich, Leute zu treffen und über solche Dinge zu reden.

Conventions können anstrengend sein - man redet und wiederholt immer wieder dasselbe, und ich will nicht einfach nur das Gleiche wiederkäuen. Da gibt es diesen tollen Schauspieltipp, den mir ein Schauspiellehrer vor Jahren gegeben hat. Er sagte: Stell dir vor, es ist wie im Theater, richtig? Du gibst 200 Vorstellungen hintereinander, es ist, als würdest du immer dieselben Zutaten verwenden. Der Unterschied ist: Steckst du diese Zutaten in die Mikrowelle oder kochst du sie frisch? Es ist also eigentlich derselbe Ansatz. Wenn also Leute zu mir kommen, um mit mir zu reden, möchte ich mit ihnen sprechen, als ob sie das alles zum ersten Mal hören würden. Ich will also nicht einfach jemand sein, der nur sagt: "Oh ja, danke", weil sie die ganze Zeit damit verbracht haben, zuzuschauen oder ein Spiel zu spielen und in der Schlange zu stehen. Ich bekomme nette Komplimente von den Leuten. Also versuche ich immer, bei solchen Dingen so präsent wie möglich zu sein, ja.

Matt Ryan war sofort Feuer und Flamme, als er die Chance bekam, wieder in die Rolle von Edward Kenway zu schlüpfen. Quelle: Ubisoft Matt Ryan war sofort Feuer und Flamme, als er die Chance bekam, wieder in die Rolle von Edward Kenway zu schlüpfen. PC Games: Wir sind nicht sicher, ob du das beantworten darfst. Aber das Remake war ja nun kein wirklich gut gehütetes Geheimnis mit all den Leaks. Auch du hast deinen Teil zu den Spekulationen beigetragen mit einem Kommentar, den du letztes Jahr bei einer Autogrammstunde gemacht hast. Hast du dafür Ärger bekommen?

Matt Ryan: Das war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Es wurde aus dem Zusammenhang gerissen. Ich war auf einer Convention und hatte dort schon seit etwa drei Tagen über dasselbe Thema gesprochen, und ich habe im Grunde ein sehr unglückliches Wort verwendet, das überhaupt nichts mit dem zu tun hatte, was gerade vor sich ging. Es gab noch eine andere Messe, auf der ich war, und ich hatte im Grunde einen Hinweis darauf gegeben, und dann sagte Ubisoft nur so etwas wie: "Übrigens, behalte das bitte für dich, bis es veröffentlicht wird." Und dann, am Ende einer anderen Convention, als ich völlig erschöpft war und mein Geschäftspartner oder Freund, der bei solchen Dingen mit mir zusammenarbeitet, nicht dabei war. Also habe ich einfach etwas herausgeplatzt und ein Wort verwendet, das nichts mit der Situation zu tun hatte, sodass es aus dem Zusammenhang gerissen wurde und nichts mit dem zu tun hatte, was tatsächlich vor sich ging.

Matt Ryan war beim Verstecken nicht so erfolgreich wie Edward und deutete bei einem Gespräch mit einem Fan schon im letzten Jahr die Existenz des Remakes an. Quelle: Ubisoft Matt Ryan war beim Verstecken nicht so erfolgreich wie Edward und deutete bei einem Gespräch mit einem Fan schon im letzten Jahr die Existenz des Remakes an. PC Games: Habt ihr das gesamte Spiel neu gedreht oder nur neue Szenen und die, die einer Überarbeitung bedurften?

Matt Ryan: Ja, also wir haben einige der bereits vorhandenen Dialoge überarbeitet und dann auch neue Szenen mit Motion-Capture hinzugefügt. Und diese Szenen waren, wie ich schon sagte, nicht nur um der Ergänzung willen da, sondern sie runden die Figur ab und bereichern Kenways Geschichte. Als ich mich wieder damit befasste, hatte Darby [McDevitt], der ursprüngliche Autor, zwei dieser Szenen geschrieben. Er und alle Autoren haben großartige Arbeit geleistet, denn alles passte nahtlos zusammen. Es war nicht so, dass etwas aus dem Kontext des Originalspiels gerissen war, sondern es war eine Bereicherung, und es war ziemlich cool, ein paar dieser Szenen spielen zu dürfen, ja.

PC Games: Es gibt also auch noch das alte Material im Spiel. Du musstest also sicherstellen, dass du nicht anders klangst oder agiert hast als damals?

Matt Ryan: Ja, das war auch der Knackpunkt, auch bei der Stimme, um wieder in die Rolle zu finden. Es geht darum, die Figur stimmlich genau richtig zu treffen. Ich bin jetzt älter, daher fühle ich mich mit ihm irgendwie gewichtiger, aber das wirkt nicht unpassend im Vergleich zu allem, was wir 2013 gemacht haben; es gab nur ein paar Anpassungen bei der Stimme, und sobald ich den Dreh raus hatte, passte es wie angegossen - man schlüpft einfach wieder hinein.

  1. Seite 1 Rückkehr zu Edward, Unterschiede zu Film/Theater
  2. Seite 2 Conventions, Leaks, neue Szenen
  3. Seite 3 Edwards Charakter, Matts Spielerfahrung
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