Asphalt 9: Legends: Kostenloser Arcade-Racer für Switch im Test - Genre-Primus?
Test
Von der Konsole auf Smartphones und zurück: Die Asphalt-Serie nahm ihren Ursprung bereits im Jahr 2004 auf dem Nintendo DS (und anderen Plattformen) und ist nun zurück auf einer Nintendo-Konsole. Das kostenlose Rennspiel setzt einen starken Fokus auf Arcade-Gameplay, einen tollen Look und eine Vielzahl kurzweiliger Rennen. Doch wie sieht es mit den Free2play- und Gacha-Elementen aus? Das und mehr klären wir im Test des Switch-Spiels.
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Renn"simulation"? Weniger treffend könnte man Asphalt 9: Legends wohl kaum beschreiben. Ja, es ist ein Rennspiel. Und ja, Asphalt 9 beinhaltet jede Menge lizensierte echte Autos von BMW, Nissan, VW, Chevrolet, Dodge, Ford, Porsche und vielen weiteren bekannten Autobauern. Aber zugleich ist das Spiel auch extrem arcadig. Spontane 360-Grad-Drehungen, irrsinnige Sprünge über hunderte von Metern und regelmäßige komplette Zerstörungen der gegnerischen Fahrzeuge sind nur drei Beispiele dafür. Das Tolle ist: Das macht Spaß. Richtig viel sogar! Und obendrein ist Asphalt 9: Legends auch noch umsonst im eShop der Switch erhältlich. Wie geht das miteinander einher? Nun, das Rennspiel steckt picke-packevoll mit Premiumwährung, Gacha- und Grinding-Elementen und In-Game-Käufen. Glücklicherweise könnt ihr all das aber weitestgehend unbeachtet zur Seite lassen und euch auf die Rennen konzentrieren.
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Boosten und zerstören
Asphalt 9 bietet gleich eine ganze Reihe verschiedener Modi. Extrem umfangreich und im lokalen Singleplayer zentral ist der Karriere-Modus, hier heizt ihr durch eine gigantische Zahl unterschiedlicher Rennen verschiedener Serien, die wiederum in Klassen aufgeteilt sind. Die Rennen, bis auf die finalen Duelle der meisten Serien, sind meistens sehr kurz und oftmals schon nach weniger als einer Minute vorbei. Hier wird der Mobile-Ursprung des Spiels sehr deutlich. Neben klassischen Rennen um die Spitzenposition müsst ihr euch auch in Zeitrennen und bei speziellen Aufgaben beweisen. Oftmals gilt es, nicht nur ein Rennen zu gewinnen, sondern zugleich auch beispielsweise eine bestimmte Zahl an Stunts zu absolvieren oder den Boost für eine vorgegebene Mindestzeit einzusetzen.
Unabhängig des Renntyps und der Aufgaben verfügt ihr über ein simples Steuerungsschema und eine überschaubare Zahl an Möglichkeiten: Gas gebt ihr mit dem rechten Schulterbutton, der linke Knopf an der Oberseite hingegen dient beim Antippen dem Bremsen, beim Doppeltippen der Ausführung einer 360-Grad-Drehung und beim Gedrückthalten und gleichzeitigem Einlenken dem Driften. Gelenkt wird wie üblich bei Rennspielen mit dem linken Analogstick, den Turbo setzt ihr durch Betätigen des Y-Buttons ein. Mit den 360s füllt sich die Turboboost-Leiste, genauso wie durch Aufsammeln entsprechender Items oder durch Zerstören der Gegner, außerdem durch alle anderen Stunts. Setzt ihr den Turbo ein, könnt ihr dessen Stärke durch geschicktes Timing erneut erhöhen.
Modivielfalt und Moneten
Über den recht klassischen Singleplayer-Modus hinaus könnt ihr euch ebenso online an täglichen Events sowie Zielen versuchen und hierfür besonders viele Belohnungen einheimsen. Sucht ihr euch einen Club, dem ihr beitretet, oder gründet ihr gleich selbst einen, erhaltet ihr weitere Belohnungen, die ihr gemeinsam erspielt. Im Online-Mehrspieler könnt ihr euch in verschiedenen Kategorien bessere Ränge erarbeiten und, ihr ahnt es vielleicht schon, auch hierfür Belohnungen abstauben. Außerdem bietet Asphalt 9 auch einen klassischen lokalen Mehrspieler-Modus mit geteiltem Bildschirm an einer einzigen Konsole.
Die Belohnungen - obgleich natürlich ein befriedigendes Gefühl, sie zu erhalten - sind wohl der größte Wermutstropfen des Spiels. Dabei handelt es sich neben normalen Credits zum Tunen der Autos nämlich einerseits um die Premiumwährung, die ihr wahlweise auch für echtes Geld erstehen könnte, und das nicht gerade zu günstigen Preisen von bis zu rund 100 Euro pro Paket; andererseits bekommt ihr Päckchen mit Blaupausen für Fahrzeuge und zwar nach dem Gacha-Prinzip. Habt ihr eine gewisse Zahl davon für ein bestimmtes Auto gesammelt, erhaltet ihr dieses. Besitzt ihr das Fahrzeug schon, steigt das Auto hingegen in der Kategorie auf, was weiteres Tuning ermöglicht. Neue Rennboliden bekommt ihr also ausschließlich über das Gacha-Prinzip.
Top-Technik und tolle Musik
Auf der technischen Seite glänzt das Spiel dafür wiederum. Augenscheinlich läuft Asphalt 9 jederzeit in der maximalen Auflösung und mit 60 Bildern pro Sekunde, wobei wir das nicht zweifelsfrei überprüfen können. Die Grafik ist wirklich hübsch, die Originalfahrzeuge sind toll und realitätsgetreu umgesetzt. Die Musik ist abwechslungsreich, stimmig und beinhaltet verschiedenste aktuelle Songs der Genres Electro, Pop, EDM, Drum&Bass, Dubstep und Co., was die Acton bei den Rennen ordentlich anheizt. Neben der Controller-Steuerung ist wahlweise auch die auf Mobile-Geräten wesentlich sinnvoller beheimatete Touch-Steuerung wählbar, bei der das Auto selbstständig fährt und lenkt. Alles in allem gilt: Wir haben schon deutlich schlechtere Mobile-Ports auf der Switch gespielt. Und definitiv haben wir schon deutlich weniger spaßige Free2play-Games getestet.
Quelle: PC Games
Asphalt 9: Legends: Kostenloser Arcade-Racer für Switch im Test - Genre-Primus? (2)
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