Armored Core 6: Fires of Rubicon im Test - Nach Elden Ring gibt's was zu mec(h)kern
Test
Am 25. August erfolgt der Release von Armored Core 6: Fires of Rubicon. Kann From Software an den Erfolg von Elden Ring anknüpfen? Das erfahrt ihr im Test!
Mit Elden Ring brachte das Entwicklerstudio From Software im letzten Jahr ein absolutes Meisterwerk auf den Markt. Selbst Spieler, die mit dem Soulslike-Genre nicht allzu viel anfangen konnten, starteten in das bockschwere Abenteuer im Zwischenland. Auch wir zeigten uns absolut begeistert vom Action-Rollenspiel und vergaben die Höchstpunktzahl. Etwas überraschend kündigten die Entwickler bei den Game Awards 2022 nach über zehn Jahren die Fortsetzung einer anderen vertrauten Marke an.
Ab dem 25. August können Fans nun actiongeladene Mech-Schlachten in Armored Core 6: Fires of Rubicon (jetzt kaufen 32,99 € ) genießen. Wie Elden Ring ist die Reihe jedoch ebenfalls nicht für jedermann gemacht. Das mussten auch wir in unserem Test einmal mehr schmerzhaft feststellen. Eine riesige Auswahl an Ausrüstungen mit Werten, die teilweise recht undurchschaubar sind. Ein User Interface, an das man sich erst gewöhnen muss. Und zu guter Letzt natürlich bockschwere Gegner. Bisher zählen die Punkte nicht zu den negativen Aspekten, doch abseits dessen hat Armored Core 6 einige Probleme, die wir euch im folgenden Test näherbringen wollen.
Der Job im Mittelpunkt
Zunächst einmal geht's jedoch um die Story. Die hat recht wenig mit den Vorgängern zu tun und kann somit auch von Neulingen der Marke ganz einfach verstanden werden. Äußerst tiefgründig wird das Spiel nicht, wenngleich wir aber ab einem bestimmten Zeitpunkt ein paar Überraschungen und Wendungen erleben dürfen.
Wir spielen einen augmentierten Söldner mit der Kennziffer C4-621. Daher spricht der im Spiel "Betreuer" genannte Auftraggeber Walter uns auch ganz einfach als "621" an. Für viele andere sind wir schlichtweg Raven, da wir dessen Erkennungsmarke gefunden haben. Als unabhängiger Angestellter werden wir gleich zu Beginn dazu aufgefordert, uns nur um die Jobs zu kümmern und uns nicht in die politische Lage einzumischen.
Unsere Aufträge drehen sich größtenteils darum, dafür zu sorgen, dass die geheimnisvolle Substanz und Energieressource Coral nicht in die falschen Hände gerät. Auf dem Planeten Ibis hat die Substanz bereits eine Seuche verursacht, die die gesamte Bevölkerung restlos auslöschte. Die Dinge scheinen sich nun auf Rubicon zu wiederholen und das sollen wir verhindern.
Die Blechtrommel
In unserem Mech, dem namensgebenden Armored Core, schickt uns in den insgesamt fünf Kapiteln nicht nur Walter auf Missionen, sondern zwischendurch treffen wir auch andere Auftraggeber. Im Grunde kämpft jede Fraktion für ihr eigenes Wohl und möchte das Beste für sich aus der aufgeheizten Situation machen.
Im Verlauf der Story kommen die Aufträge einigermaßen abwechslungsreich daher. Mal ballern wir uns durch eine Masse an Geschützen und feindlichen Robotern, mal müssen wir ein riesiges Bergbauschiff ausschalten und dann gibt's natürlich noch die äußerst hartnäckigen Endgegner.
Dabei unterscheiden sich die Missionen gewaltig in ihrer Länge. Manchmal sind wir bereits nach drei Minuten fertig, hin und wieder kämpfen wir uns dagegen durch mehrere Abschnitte, um am Ende noch einen dicken Mech ausschalten zu müssen.
Das ist an sich kein Negativpunkt, es kommt allerdings vor, dass die Zwischensequenzen vor und nach den kurzen Aufträgen deutlich länger als die Mission selbst sind und das nervt dann doch. Es mischen sich sogar Aufträge dazwischen, bei denen wir lediglich einen Gegner ausknipsen müssen und der fordert uns nicht mal ein kleines bisschen.
