Aphelion kann technisch überzeugen. Doch hat der Sci-Fi-Thriller das Potenzial, der so dringend benötigte Hit für die Life-is-Strange-Macher zu werden?
Solide Performance mit Immersionsbedarf
Technisch lief Aphelion während der Preview fehlerfrei und flüssig. In beiden spielbaren Kapiteln sind uns weder Bugs noch Performance-Einbrüche oder Grafikfehler aufgefallen. Ab und zu hatten wir in Videosequenzen ein leichtes Flackern auf dem Bildschirm, das sich aber nur auf Arianes Anzug beschränkte.
Auch die Steuerung von Ariane funktionierte problemlos und ging leicht von der Hand. Allerdings ist uns aufgefallen, dass das Laufen über den Schnee von Persephone sehr unnatürlich aussieht und eher so wirkt, als würde unser Charakter über den Schnee schweben, statt tatsächlich hindurchzulaufen. Ariane hinterließ teilweise nicht einmal Fußabdrücke.
Das ist natürlich nur ein optisches Detail, das keinen Einfluss auf die Spielmechaniken hat. Allerdings würde es zur Immersion und der Atmosphäre des Titels beitragen. An dieser Stelle muss aber gesagt werden, dass die Preview-Version nicht den technischen Zustand des fertigen Spiels widerspiegelt und sich bis zum Release noch einiges ändern kann.
Quelle: Don't Nod
Die gefrorene Welt auf Persephone ist wunderschön gestaltet. Doch scheint es ihr etwas an Immersion zu fehlen.
Die Synchronsprecherin von Ariane liefert jedoch eine überzeugende Leistung ab, so wie wir es von den Vertonungen bei Don't Nod gewohnt sind. Emotionale Momente wirken glaubhaft und die Stimme der Sprecherin ist durchgehend klar und gut zu verstehen. Nur das teils sehr laute Aufstöhnen, wenn Ariane so etwa 50 cm in die Tiefe springt, wirkt etwas übertrieben.
Top oder Flop?
Alles in allem hat Aphelion in der frühen Version, die wir spielen durften, einen soliden Eindruck gemacht. Doch die große Frage bleibt nach wie vor: Kann Aphelion das Studio wieder auf Kurs bringen?
Meinung
Letztendlich wird die Geschichte des Spiels darüber entscheiden, ob wir hier einen potenziellen Hit oder Flop vor uns haben. Da es sich hier, wie bei vielen Titeln des Studios, um ein narratives Erlebnis handelt, das nicht mit ausgefeilten Gameplay-Mechaniken, stattdessen aber mit großen Emotionen und spannenden Ereignissen überzeugen will, lässt uns die Preview mit einem genauso unsicheren Gefühl zurück, wie es die beiden Astronauten auf Persephone wahrscheinlich empfinden müssen.
Wenn es dem Team gelingt, bis zum Release noch ein paar anspruchsvollere Schleichpassagen einzubauen und ein wenig an der Immersion zu feilen, könnte uns hier ein spannender Sci-Fi-Thriller erwarten, der sich mit wichtigen Themen wie dem Klimawandel auseinandersetzt.
Wie überzeugend und mitreißend die Geschichte letztendlich sein wird, werden wir wohl erst zum Release erfahren, der noch im Frühling 2026 geplant ist. Lange werden wir also nicht mehr warten müssen. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Artikels wurde die Preview-Fassung von Aphelion von Publisher Don't Nod zur Verfügung gestellt.
