Zwischen Bruchlandung und Hoffnung: Sci-Fi-Thriller Aphelion setzt auf Weltraumhorror und Erkundung
Special
Mit Aphelion melden sich die Life-is-Strange-Macher in diesem Jahr zurück und wagen zum ersten Mal einen Schritt in die Welt der Sci-Fi-Thriller. Wir haben das Adventure angespielt und verraten, was euch erwartet.
Mitte des letzten Jahres schaffte es das französische Entwicklerstudio Don't Nod, bekannt für allseits beliebte Titel wie Life is Strange, eher mit negativen Entwicklungen in die Schlagzeilen. Trotz Spielen wie Banishers: Ghosts of New Eden und Lost Records: Bloom & Rage, die sowohl bei Kritikern als auch bei Spielern sehr gut angekommen sind, schien sich das Studio nicht aus den negativen Zahlen retten zu können. Die Folge war eine massive Entlassungswelle, von der beide Niederlassungen des Studios betroffen waren.
Dennoch arbeitet das Team weiterhin an neuen Titeln, um seine Fans mit spannenden und bewegenden Geschichten zu versorgen. Damit soll auch ihr neustes Werk Aphelion (jetzt kaufen 39,99 € ) begeistern. Das atmosphärische Weltraumabenteuer entsteht in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und erzählt das bewegende Schicksal zweier Astronauten, die auf einem fremden Planeten abgestürzt sind.
Im Rahmen eines Preview-Events hatten wir die Möglichkeit, einen Teil des ersten und des vierten Kapitels des linearen Third-Person-Action-Adventures zu spielen, und konnten uns einen ersten Eindruck von der Spielwelt, dem Gameplay und den Mechaniken von Aphelion machen. Schafften es die Entwickler, erneut zu überzeugen? Oder ist die schwierige wirtschaftliche Lage des Studios spürbar?
Ein verzweifelter Versuch zur Rettung der Menschheit
Die Erde hat ihr Verfallsdatum erreicht. Bis 2060 wird der Planet unbewohnbar sein. Um die Menschheit zu retten, entsendet die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ihre erfahrensten Astronauten Ariane und Thomas auf die wissenschaftliche Mission Hope-01. Ihr Ziel: der neunte Planet Persephone, der kürzlich am Rande des Sonnensystems entdeckt wurde und die größte Hoffnung für die Menschheit darstellt.
Die beiden Astronauten sollen den Planeten erforschen und herausfinden, ob die Zivilisation hier ein neues Leben beginnen kann. Allerdings beginnt die Forschungsmission anders als geplant. Nach einer Bruchlandung des Raumschiffs wurden Ariane und Thomas über den Planeten verstreut. So beginnt eine verzweifelte Suche nach einander und der Kampf ums Überleben in einer unerforschten, eisigen Welt.
Quelle: Don't Nod
Nach der Bruchlandung liegt unser Raumschiff in Trümmern. Das Wrack zu verlassen, birgt jedoch einige Gefahren.
Zwei Wege, eine Geschichte
Im Verlauf der Geschichte von Aphelion werden Spieler abwechselnd mal die Rolle von Ariane und mal die Rolle von Thomas übernehmen. Beide sind an unterschiedlichen Stellen des Planeten gestrandet und entdecken verschiedene Geheimnisse auf ihrem Weg durch das Eis. Während der Preview konnten wir allerdings nur Kapitel mit Ariane spielen. Ein Ausschnitt aus Thomas' Reise wurde uns jedoch vom Entwicklerteam zur Verfügung gestellt.
Die Steuerung der beiden Charaktere scheint auf den ersten Blick sehr ähnlich zu sein. Ausgehend von dem gestellten Videomaterial sieht es so aus, als würden beide Astronauten mit unterschiedlichem Equipment ausgestattet sein, was in den verschiedenen Abschnitten für zusätzliche Abwechslung sorgen könnte.
Quelle: Don't Nod
Der praktische Scanner zeigt uns immer unser nächstes Ziel, aber auch andere interessante Orte auf Persephone.
Mit Ariane erkunden wir im ersten Kapitel das Wrack unseres abgestürzten Raumschiffs. Dabei nimmt uns das Spiel stark an die Hand und geht im Tutorial jeden einzelnen Schritt mit uns durch. Um aus den Überresten des Raumschiffs zu entkommen, rutschen wir in einigen Abschnitten steile Gänge hinunter, während wir immer wieder Hindernissen ausweichen müssen.
An anderen Stellen erreichen wir unser Ziel durch Klettern - entweder mit oder ohne Greifhaken. Um das Klettern für Spieler ansprechender und etwas anspruchsvoller zu gestalten, greift Ariane nicht immer automatisch nach der Kante, sodass von uns aktive Reaktionen erforderlich sind. Das ist beim ersten Mal noch ein cooles Feature und wirkt realistisch. Auf längeren Kletterstrecken wird es allerdings beim fünften Mal schon etwas nervig. Beim fünfzehnten Mal ist es einfach nur noch lästig.
Quelle: Don't Nod
Mit Ariane bewältigen wir öfter lange und kurze Kletterpassagen. Wenn wir nur nicht bei jeder Kante noch einmal extra greifen müssten.
Das Klettern mit dem Greifhaken hingegen ist simpel gehalten. Wir zielen auf die Stelle, die uns vom Spiel angezeigt wird, an der sich der Haken befestigen lässt, und klettern anschließend mithilfe eines Seils die entsprechende Wand empor. Ab und zu müssen wir ein wenig Schwung holen, um zur nächsten Kletterkante springen zu können.
Im vierten Kapitel trifft Ariane schließlich auf Nemesis, eine feindliche Lebensform, die sich unter der Eisschicht von Persephone fortbewegen kann. Hier kommen die Schleichpassagen ins Spiel, denn Nemesis ist blind und reagiert ausschließlich auf Geräusche. Während der Preview hatten wir allerdings keinerlei Schwierigkeiten, den Schleichabschnitt unentdeckt zu bewältigen. Diesbezüglich können wir nur hoffen, dass spätere Schleichpassagen anspruchsvoller ausfallen werden. Hierzu haben die Entwickler aber bereits angedeutet, dass Nemesis im späteren Verlauf Fähigkeiten dazulernt und spätere Abschnitte stärker auf unseren Erfindungsreichtum setzen werden.
Quelle: Don't Nod
Um Nemesis zu entkommen, müssen wir möglichst leise einen Ausweg aus der Eishöhle finden.
Des Weiteren entdeckt Ariane unbekannte Magnetströme, die sich über den gesamten Planeten zu ziehen scheinen und alle zu einem eigenen, kleinen Magnetfeld führen. Finden wir die richtige Frequenz des Feldes, können wir es mit Arianes Scanner manipulieren. Während der Preview konnten wir so einen neuen Weg freilegen, um in der Geschichte voranzukommen.
