Anno 117: So sollen die Fans das Spiel noch besser machen - Alle Infos & Interview!

Special Felix Schütz
Anno 117: So sollen die Fans das Spiel noch besser machen - Alle Infos & Interview!
Quelle: Ubisoft

Darauf haben die Fans gewartet: Endlich Anno in Rom! Wir fassen alle Infos zur Aufbau-Hoffnung zusammen. Außerdem sprechen wir exklusiv mit den Entwicklern über Anno Union und warum das Feedback der Fans wichtiger ist denn je.

Zumindest braucht ihr keine radikale Neuausrichtung befürchten, denn die Entwickler sagen glasklar: Anno bleibt Anno! Und zwar mit allem, was so dazugehört. Man will das Rad nicht neu erfinden, sondern auf alten Stärken aufbauen. Euch erwarten also wieder umfangreicher Städtebau, eine komplexe Wirtschaft und massenhaft Warenketten. Die ersten Schritte kann man sich da denken: Marktplatz, Holzfäller, Fischerhütte. Auch die Rohstoffe und Produkte lassen sich anhand des Settings zumindest schon ein Stück weit ausmalen: Wir denken da zum Beispiel an wertvolle Waren wie Papyrus, Marmor, Stoffe, Gewürze, Wein, Meeresfrüchte oder Bronze. Das Zeitalter gibt viel her!

Bauen im alten Rom - Bricht Anno mit seinen Vorgängern?

Spannend wird's, wenn es um bestimmte Details wie die Wasserversorgung geht. Schließlich waren die alten Römer berühmt für ihre Aquädukte - und genau das könnte frischen Wind ins Anno-Gameplay bringen. Ob die ihren Weg ins Spiel finden werden?

Viele Fans fragen sich außerdem, ob beim Bauen wieder ein klassisches Rastersystem wie in den Vorgängern zum Einsatz kommt - das hat sich zwar bewährt, doch dadurch sehen die Städte eben auch immer ein wenig aus wie mit dem Lineal gezogen. Wir haben natürlich schon für euch nachgehakt, doch die Entwickler weichen der Frage noch ganz bewusst aus. Die Info will man sich für einen späteren Zeitpunkt aufheben.

Die Diskussionen wurde durch einen geleakten Screenshot noch weiter angeheizt, der kurz nach der Ankündigung seinen Weg ins Netz fand. Das Bild soll angeblich echt sein, aber nicht dem aktuellen Entwicklungsstand entsprechen, wahrscheinlich ist darauf also nur ein früher Mockup zu sehen. Dafür spricht übrigens auch das Logo mit dem veralteten Untertitel "The Forge of Rome" am oberen Rand. Doch in jedem Fall gibt das Bild reichlich Anlass für Spekulationen - denn darauf erkennt man nicht nur ein Aquädukt im Hintergrund, sondern auch Straßen im 45-Grad-Winkel. Das wäre für die Anno-Serie tatsächlich ein Novum! Doch solange kein echtes Gameplay zu sehen ist, bleibt der Städtebau noch ein großes Fragezeichen.

Viele Fragen, wenig Antworten

Das gilt auch für andere Features, die noch sehr wichtig werden dürften. Von offizieller Seite heißt es beispielsweise nur, dass Anno 117 neben umfassendem Städtebau und einer tiefgehenden Wirtschaftssimulation auch" 4X-Features wie Diplomatie und Militär" bieten wird. Vor allem der letzte Punkt dürfte spannend werden, denn hier ist nicht explizit von Kämpfen die Rede, sondern nur vorsichtig von "Militär". Und das kann vieles bedeuten: Klar, kleinere Scharmützel zur See gehören in Anno dazu, aber sie stehen nie im Mittelpunkt - und eigentlich würden wir bei dem Setting ohnehin eher Bodenkämpfe erwarten, in denen wir mehrere Zenturien in die Schlacht führen. Doch genau das könnte auch zum Problem werden: Etwas Ähnliches hatte man schließlich schon in Anno 1404 versucht, das Feature kam nicht gut bei den Fans an. Und das weiß man auch bei Ubisoft Mainz.

Review verpasst? Hier gibt's die Anno-Reihe im Überblick:

Anno Union: Hier dürfen die Fans mitreden!

Natürlich sind das alles Fragen, die auch vielen Anno-Fans unter den Nägeln brennen. Und damit die Gehör finden, hat Ubisoft Mainz schon während der Produktion von Anno 1800 die Website Anno Union ins Leben gerufen. Das ist im Grunde nichts anderes als eine Anlaufstelle für echte Anno-Liebhaber, auf der sie Infos direkt von den Entwicklern bekommen, Feedback abgeben, an Wettbewerben teilnehmen und sich für Playtests anmelden können. Denn nach Anno 2205, das eher mittelprächtig bei den Fans ankam, gab es bei Ubisoft Mainz ein Umdenken. Man wollte wieder wissen, was die Basis wirklich von einem Anno-Spiel erwartet - und so war Anno Union geboren.

Wir haben mit Oliver Walz, dem Community Developer bei Ubisoft gesprochen. Von ihm wollten wir wissen, wie die Idee hinter Anno Union damals bei Anno 1800 zustande kam: "Wir hatten so ein bisschen das Gefühl, dass wir die Community wieder ein bisschen ins Boot holen wollten. Da gab es ein paar Themen, wo wir Überzeugungsarbeit leisten wollten. Dass Anno 1800 das Anno ist, das wieder zu den Wurzeln zurückgeht, dass es diese Anno-Erfahrung liefert, die sie sich gewünscht haben. Und da war eben diese Anno Union geboren, als transparente Plattform, wo wir genau diese Infos übermitteln können und Transparenz schaffen. Und natürlich auch andersrum, um die Infos von den Spielern reinzuholen und im Team verbreiten zu können."

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