In Ägypten bricht bald die Hölle los, und alle Stars aus der Adventure-Überraschung Ankh sind wieder mit dabei.
Zu Hause ist’s am schönsten
Sie treffen viele alte Bekannte. Zum Beispiel die zwei vertrottelten und unfähigen Auftragskiller hier.
Die ersten Schritte in Herz des Osiris machen wir in vertrauter Umgebung. Wir tapsen über den Marktplatz in Kairo, treffen alte Bekannte und besuchen sogar noch einmal den Palast. Recht schnell wird dabei deutlich, dass sich die Entwickler die Kritik am Vorgänger zu Herzen genommen haben. Die Rätsel sind nämlich fordernder geworden. Größtenteils löblich logisch, aber weniger offensichtlich.
Um an ein Kistchen heranzukommen, das auf dem Dach eines Marktstandes liegt, müssen wir uns beispielsweise zunächst einen Papagei »ausleihen«. Kaum thront der auf dem Marktplatz, verarbeiten die umliegenden Katzen ihn zu Kleinholz – den Marktstand und den Papagei. Jetzt müssen wir uns zwar eine Ausrede für den Besitzer des Federviehs einfallen lassen, können aber problemlos die Schatulle einsacken.
Details
Das »Questlog« hilft wieder weiter, wenn Sie gar keine Idee haben, was Sie machen sollen. Kommt aber nur selten vor.
Das Problem an diesem und an anderen Rätseln: Kleine Objekte – etwa das Kistchen – sind oftmals erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Immer wieder heißt es deshalb: Bildschirm absuchen. Dabei streift unser Blick über gewohnt liebevoll gestaltete Hintergründe im quietschbunten Comic-Look. Ob nun Grabkammer, Palastküche, Sklavenlager oder Fußballplatz – überall finden wir viele kleine Details in stimmige Texturen eingebettet und schick beleuchtet.
Auch die Charaktere überzeugen wieder, vor allem durch ihr putziges Minenspiel. Professionelle Synchronsprecher vertonen vorbildlich die mitunter herrlich albernen Dialoge. Besonders gut gefallen hat uns, dass sich die Entwickler selbst nicht ernst nehmen. Bereits im ersten Akt witzelt Assil in einer dezent an Sam & Max erinnernden Szene über die kurze Spielzeit des ersten Teils.
