Alabaster Dawn: Blitzschnelle Kämpfe im deutschen Action-Rollenspiel
Special
Lasst euch vom Retro-Look nicht täuschen: Alabaster Dawn setzt euch in den Kämpfen mächtig unter Druck!
Pfeilschnelle Action
Bei den Kämpfen läuft Alabaster Dawn zu Hochformen auf, die Action spielt sich noch schneller, noch flüssiger und auch spürbar knackiger als noch in Crosscode. Juno startet mit einem Schwert und einer Armbrust, mit denen sie anfangs nur simple, geschmeidige Combos raushaut, da fühlen sich auch Einsteiger noch pudelwohl. Doch schon nach kurzer Zeit wird deutlich mehr von euch erwartet. Es kommen weitere Waffen wie ein Kriegshammer und ein Chakram hinzu, außerdem lernt Juno neue Combos und Zauber, für die man bestimmte Tasten gedrückt halten oder aktiv zielen muss.
Zwischendurch müsst ihr natürlich blitzschnell ausweichen, blocken und kontern, außerdem haben manche Gegner gewisse Resistenzen oder Schwachpunkte. Manche knackt ihr beispielsweise nur mit dem Hammer, andere müssen mit Pfeilen oder Schwerthieben beackert werden. In solchen Fällen solltet ihr sofort die Bewaffnung wechseln, das geht zwar dank eines cleveren Menüs schön unkompliziert, aber es sind eben noch ein paar Tasten mehr, die ihr im Eifer des Gefechts auf die Reihe kriegen müsst.
Und gerade, wenn man glaubt, man hat den Bogen raus, trifft man auf härtere Gegner, die wieder neue Tricks auf Lager haben, manche werden plötzlich durch einen Energieschild geschützt, überziehen die Kampfarena mit Luftangriffen, packen zielsuchende Geschosse aus oder graben sich durch die Erde, und das alles bei einem ganz schön gehobenen Tempo. Das macht zwar Spaß und hat schon jetzt deutlich mehr Tiefgang als das Kampfsystem von Crosscode, aber es ist eben auch eine ganze Ecke fordernder und stressiger. Immerhin: Wem das zu viel wird, kann den Anspruch im Optionsmenü über mehrere Regler dem eigenen Geschmack anpassen.
Quelle: PC Games
Davon können 16-Bit-Spiele nur träumen: Die wunderbar flüssige Steuerung sorgt vom ersten Moment an für ein geschmeidiges Spielgefühl.
Ein bisschen Rollenspiel muss sein
Obwohl Alabaster Dawn auf den ersten Blick wie ein flotteres Zelda oder Terranigma aussieht, hat es auch klassische Action-RPG-Mechaniken im Gepäck. Eure Heldin sammelt zum Beispiel Erfahrung, levelt mit der Zeit auf und verdient Talentpunkte. Das kennen wir so ähnlich schon aus Crosscode, wobei es da deutlich mehr Upgrades freizuschalten gab - also mal abwarten, was die Early-Access-Phase noch in Zukunft bieten wird! Derzeit ist der Skilltree in Alabaster Dawn nämlich noch ziemlich mickrig.
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Zumindest gibt es aber für jede Waffe einen eigenen kleinen Upgrade-Baum, in dem man neue Kombos und Spezialangriffe freischaltet. In der Theorie ist das eine feine Sache, doch im Moment wirkt das System noch ziemlich witzlos, da man die meisten Verbesserungen sehr schnell freigeschaltet hat. Aber: Wir gehen stark davon aus, dass hier später noch mehr kommen wird.
Zumal die Charakterentwicklung noch mehr zu bieten hat, denn Juno entdeckt hin und wieder Steinchen, die man im Inventar ausrüstet. Das können verschiedene Angriffs- und Defensivzauber sein, aber auch die Werte eurer Waffen dürft ihr damit verbessern. Ihr entdeckt außerdem regelmäßig neue Baupläne und Ressourcen, mit denen ihr beim Schmied neue Upgrades herstellen könnt. Das System hat also auf lange Sicht noch viel Potenzial.
Quelle: PC Games
An Rastplätzen kocht ihr aus Zutaten neue Mahlzeiten. Sie bestimmen die Stärke eurer Heilrationen und eurer Buffs.
Ein weiteres nettes Detail ist die Möglichkeit, sich an Rastplätzen neue Mahlzeiten zu kochen. Hier vermischt ihr einfach verschiedene Zutaten, dadurch erhaltet ihr unterschiedlich starke Heilpakete sowie Verbrauchsgegenstände, mit denen ihr zum Beispiel euren Schaden oder Blockwert erhöhen könnt. Je mehr ihr kocht und futtert, desto mehr verbessert sich eure Gaumenstufe und dadurch schaltet ihr neue Heileffekte und Buffs frei. Ein sympathischer Einfall, der über klassisches Herzchen sammeln und Heiltränke schlürfen hinausgeht! Und auch bei den Rätseln beweisen die Crosscode-Entwickler wieder viel Einfallsreichtum, doch in einem wichtigen Punkt rudern sie bewusst zurück. Auf der nächsten Seite lest ihr, warum das für das Spielgefühl so wichtig ist.
