Age of Empires Online im Test: Kein Age of Empires 4, aber ein spaßiges Spiel

Test Viktor Eippert

Age of Empires 4 steht ganz oben auf der Wunschliste von Fans der Serie, wird aber wohl in naher Zukunft nicht Wirklichkeit werden. Als kleine Entschädigung hat Microsoft Age of Empires Online entwickelt, wir haben den Test des Online-Spiels.

"Age of Empires Online? Ich will lieber Age of Empires 4!" - So könnte der Tenor der versammelten AoE-Fangemeinde lauten. Leider hat Microsoft nach dem eher mäßigen kommerziellen Erfolg des dritten Teils keine Andeutungen gemacht, dass Age of Empires 4 in der Mache ist. Schade eigentlich, denn schon in der Collector's Edition des dritten Teils gibt es klare Hinweise auf eine Fortsetzung. Dort waren Konzeptzeichnungen enthalten, die nahelegten, dass Age of Empires 4 im zweiten Weltkrieg und Age of Empires 5 in der Zukunft spielen soll. Doch daraus wird erstmal nichts, wir sagen euch trotzdem, weshalb Age of Empires Online ein tauglicher Ersatz ist.

Age of Empires Online ist Free 2 Play. Trotzdem werfen die Entwickler das altbekannte Spielgefühl nicht über den Haufen. Ganz im Gegenteil, ab der ersten Spielminute fühlen wir uns, wie wir es aus der Welt von Age of Empires gewohnt sind: Wir schicken unsere Arbeiter zum Rohstoffabbau, stärken unser Militär indem wir Bogenschützen oder Berittene Kampftruppen ausbilden oder errichten neue Gebäude. Die Einheiten sind dabei notwendig, denn es dauert nicht lange, bis wir von der künstlichen Intelligenz unter Druck gesetzt werden. Solltet ihr mit irgendeiner der Aufgaben Probleme haben, dann geben euch Tutorials nützliche Hinweise, wie ihr euch in der Welt von Age of Empires Online leichter durchschlagt.

Doch wie viel Rollenspiel steckt in Age of Empires Online? "Rollenspiel? Age of Empires ist doch ein Echtzeitstrategiespiel!" könntet ihr jetzt sagen, aber da gibt es eine kleine Neuerung. Denn für jeden kompletten Auftrag und jeden erledigten Gegner erhaltet ihr Erfahrungspunkte. Jeder Spieler verfügt über eine ihm eigene Hauptstadt, in die er zwischen den Aufträgen zurück kehrt und deren Stufe mit wachsender Erfahrung ansteigt. Je höher der Rang dieser Stadt, desto mehr Forschungspunkte können wir in neue Technologien investieren, um weiterführende Gebäude oder stärkere Einheiten für die Quests frei zu schalten. Zudem winken für jeden abgeschlossenen Auftrag auch Items, mit denen wir unsere Soldaten und Gebäude ausrüsten, um deren Kampfwerte zu erhöhen oder die Kosten zu senken. Mit einem simplen Craftingsystem stellen wir auf Wunsch sogar eigene Gegenstände her. Die nötigen Materialien erwerben wir in den Städten anderer Spieler (gegen Goldstücke, die es ebenfalls für Missionen gibt), finden sie während eines Einsatzes in Schatztruhen oder stellen sie in entsprechenden Gebäuden in unserer Hauptstadt her. Das motiviert dazu, nach immer besserer Ausrüstung für unsere Mannen zu suchen und immer weiter in der Stufe aufzusteigen - ganz wie in einem Rollenspiel.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Test zu Age of Empires Online: Am Anfang der Hammer ...
  2. Seite 2 Test zu Age of Empires Online: ... und später die Ernüchterung
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk