Aeon Flux

Test Marc Kirzeder

An den Kinokassen war die Realverfilmung der skurrilen MTV-Comic-Serie alles andere als ein Überflieger -- auf DVD macht die agile Sci-Fi-Assassine "Aeon Flux" jedoch eine gute Figur

Seit einigen Jahren lassen nun schon mit Special Effects gespickte und actiongeladene Comic-Verfilmungen in den modernen Multiplex-Kinos die Kassen klingeln. Darunter finden sich populäre Vertreter, so zum Beispiel der beliebte Fassadenkletterer "Spider-Man" oder die Mutantentruppe "X-Men", aber auch weniger bekannte Helden, wie etwa Mike Mignolas Höllenkreatur "Hellboy". Jüngstes Beispiel dieses Trends ist die gewagte Adaption von Peter Chungs avantgardistischer Science-Fiction-Story "Aeon Flux", die in den neunziger Jahren vom Musiksender MTV ausgestrahlt wurde.

Lauwarmer Aufguss

Als sich das Produzenten-Team um David Gale ("Get Rich or Die Tryin'"), Gale Anne Hurd und Gregory Goodman ("I Heart Huckabees") an die schräge Zeichentrickvorlage heranwagte, war die Hoffnung auf eine gelungene Adaption fürs Kino ausgesprochen groß. Mit Karyn Kusama nahm eine weitgehend unbekannte Regisseurin hinter der Kamera Platz, die sich aufgrund ihrer gelungenen ersten Regiearbeit, dem Boxerdrama "Girlfight -- Auf eigene Faust" (2000) mit Michelle Rodriguez, für diesen Posten empfahl.

Die Story von "Aeon Flux" spielt 400 Jahre in der Zukunft. Im Jahr 2415 ist die hermetisch von der Außenwelt abgeriegelte, makellose Metropole Bregna die einzige Stadt auf der Erde. Es gibt weder Krankheiten noch Hungersnot, und auch Kriege gehören der Vergangenheit an. Doch selbst in dieser perfekten Welt ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Der Preis für den vermeintlichen Frieden ist die Freiheit.

Die Regierung von Bregna ist ein totalitäres System, das von dem Wissenschaftler Trevor Goodchild (Marton Csokas) geleitet wird. Unterstützt wird der Regent von seinem Bruder Oren Goodchild (Jonny Lee Miller)

Akrobatische Attentäterin

Aeon Flux (Charlize Theron) musste als Kind miterleben, wie ihre Familie von Regierungsbeamten ermordet wurde. Angetrieben von Rachegelüsten trat sie der Untergrundorganisation "Monican" bei und ließ sich zur Elite-Agentin ausbilden. Inzwischen ist sie die tödlichste Waffe, die die Rebellion aufzubieten hat.

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