Ace Attorney Investigations Collection im Test: Ein Anwalt kommt selten allein und jetzt erstmals nach Deutschland!
Test
In der Ace Attorney Investigations Collection schlüpfen wir nicht in die Rolle von Strafverteidiger Phoenix Wright, sondern folgen seinem Gegenspieler und Staatsanwalt Miles Edgeworth. Der ermittelt in zwei Spielen selbst bei Mordfällen.
Um euch nicht zu viel zu verraten, ersparen wir euch weitere Details der Story. Schließlich bietet die mit ungefähr 35 Stunden Spielzeit deutlich mehr, als wir hier beleuchten wollen, und außerdem ist das Spiel für einen Großteil des westlichen Publikums eine komplett neue Erfahrung.
Die Schachparallelen enden übrigens nicht beim Titel des Spiels. So sind manche Charaktere nach Schachfiguren benannt und in den Dialogen und Strategien finden sich genug Referenzen an das populärste Brettspiel der Welt. Der Name ist also nicht willkürlich gewählt.
Quelle: PC Games
Doch damit nicht genug: Im neuen Feature Mental-Schach entlocken wir unwilligen Gesprächspartnern Aussagen, um mit den Ermittlungen voranzukommen. Dabei kommt es darauf an, in Quick-Time-Events die richtige Dialogoption zu wählen, um die Fassade unseres Gegners bröckeln zu lassen.
Sollten wir uns falsch entscheiden, verlieren wir Zeit statt Wahrheit, was es gut von den eigentlichen Ermittlungen abgrenzt. Ansonsten unterscheidet sich das Gameplay kaum vom ersten Teil: Neben Ermittlungspassagen und Kreuzverhören sind auch wieder Point-and-Click-Momente sowie Tatortwiederaufbau Teil des Anwaltsalltags.
Während sich die Geschichte, Charaktere und Gameplay keinesfalls vor dem ersten Teil verstecken müssen, ist die Musik an manchen Stellen schwächer als in Teil eins. Vor allem bei Verhören und Ermittlungen hat der einen höheren Standard bei der Soundkulisse gesetzt.
Kein Einzelfall beim Spielspaß
Insgesamt konnte uns die Ace Attorney Investigations Collection (jetzt kaufen 39,99 € ) sowohl mit frischem Visual-Novel-Gameplay als auch mit packender Story überzeugen. Die Musik aus Teil eins und aus dem Hauptmenü bleibt uns noch für eine Weile im Ohr, wodurch wir die Spiele jedem Ace-Attorney-Fan gerne ans Herz legen.
Falls ihr euch vom Grafikstil und dem Visual-Novel-Genre nicht abgeschreckt fühlt, solltet ihr einen Blick riskieren. Wir können jedenfalls nicht klagen, obwohl in den Fällen ein paar erzählerische Längen und einige seltsame Rätsellösungen vorzufinden sind.
In beiden Spielen werden die Geschehnisse der anderen Teile der Reihe nur beiläufig erwähnt. Ein bisschen Vorwissen mitzubringen schadet also nicht, ist aber auch nicht unbedingt nötig. Das ermöglicht auch Anwaltsanwärtern einen guten Einstieg in die Reihe, obwohl der erste Teil mit Phoenix Wright dazu wahrscheinlich noch besser geeignet ist. Transparenzhinweis: Für den Test wurde eine Review-Fassung des Spiels von Capcom bereitgestellt.
