Ace Attorney Investigations Collection im Test: Ein Anwalt kommt selten allein und jetzt erstmals nach Deutschland!

Test Christopher Holler Stefan Wilhelm
Ace Attorney Investigations Collection im Test: Ein Anwalt kommt selten allein und jetzt erstmals nach Deutschland!
Quelle: Capcom

In der Ace Attorney Investigations Collection schlüpfen wir nicht in die Rolle von Strafverteidiger Phoenix Wright, sondern folgen seinem Gegenspieler und Staatsanwalt Miles Edgeworth. Der ermittelt in zwei Spielen selbst bei Mordfällen.

So hilft uns das Spiel, wenn wir bei kniffligen Passagen zu fest auf dem Schlauch stehen. Auf die Achievements für das Lösen der Rätsel müssen wir uns dann allerdings vorerst verzichten.

Die finden sich mit einer erheblichen Portion weiterer Extras in der Galerie. Bevor wie uns aber die Zusatzinhalte anschauen, bekommen wir netterweise eine Spoilerwarnung. Manche der Artworks zeigen nämlich Charaktere, denen wir noch nicht begegnet sind.

Ein Blick auf die Konzeptzeichnungen in der Galerie Quelle: Capcom Warum die nicht gleichzeitig mit den Charakterprofilen freigeschaltet werden, ist für uns nicht wirklich nachvollziehbar, doch auch nicht weiter tragisch. Zusätzlich ist auch eine Jukebox mit einer großen Auswahl an Tracks aus beiden Teilen sowie ein paar Orchester-Arrangements enthalten. Vorbesteller erhalten sogar fünf extra Musikstücke.

Staatsfreund Nummer eins

Der erste Teil, Ace Attorney Investigations: Miles Edgeworth, erschien 2009 für den DS in Japan. Ein Jahr später stand der weltweite Release an. In die Rolle des Protagonisten schlüpft statt Phoenix Wright sein juristischer Gegenspieler Miles Edgeworth.

Er ist stilvoll, eloquent und ein bisschen eingebildet. Dadurch behandelt er andere Figuren oft eher harsch statt einfühlsam. In beiden Teilen löst der weinrote Gesetzeswächter Fälle außerhalb das Gerichtssaals, was für gelungene Detektivstimmung sorgt.

Der Passagierbereich eines Flugzeugs in der nostalgischen Pixeloptik. Quelle: PC Games Am Anfang des ersten Teils klären wir einen Mord im Büro unseres Lieblingsstaatsanwalts auf. Der findet nach der Rückkehr von einer Dienstreise aus Europa nämlich eine Leiche an seinem Arbeitsplatz.

Das ist allerdings schon der dritte Mord in drei Tagen. Im Laufe der Story lösen wir das Mysterium um einen Robin-Hood-ähnlichen Dieb namens Yatagarasu und einen internationalen Schmugglerring.

Die Dialoge sind wie gewohnt das Herzstück des Spiels: Die Figuren verfügen im charakteristischen Zeichenstil über gute Mimik und Gestik, die ab und zu von "Objection!" schreienden Stimmen und Soundeffekten unterstützt werden.

Miles Edgeworth versichert, den Mord in seinem Büro aufzuklären. Quelle: PC Games In Kombination mit dem Schütteln des Bildschirms sowie Lichteffekten haben die Dialoge so eine großartige Dynamik. Wer eine Stelle überlesen hat, schaut einfach in die Chronik der Dialoge.

Durch die kuriosen Charaktere kommt auch der charakteristische Humor der Ace-Attorney-Reihe zur Geltung. Wir treffen auf bekannte Gesichter aus den vergangenen Spielen, doch auch auf ein paar neue Figuren. Bestimmte Personen haben jeweils ein eigenes musikalisches Thema, das hervorragend zur Wiedererkennung eingesetzt wird.

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