A Plague Tale: Innocence - Die letzten Hands-on-Eindrücke vor dem Test - Seite 2
Special 35,99 €
Am 14. Mai erscheint mit A Plague Tale: Innocence endlich das lang erwartete Story-Adventure von Asobo Studio. Wir besuchten die Entwickler als einziges Magazin weltweit in ihrem Studio in Bordeaux, zockten den Anfang des Spiels und sprachen lange mit dem Game Director, dem Narrative Director und dem CCO von Asobo. Unsere Eindrücke zu A Plague Tale findet ihr in diesem Artikel.
Spielerisch limitiert, aber stimmig
Liest man von einem Story-Adventure, denkt man wohl zuerst an die Spiele von Quantic Dream oder Telltale Games, doch A Plague Tale beschreitet einen etwas anderen Weg. CCO David Dedeine erzählt uns, dass Asobo die Arbeit der beiden Studios wirklich schätzt, - und das ist keine hohle Phrase, wir sprachen mit Dedeine beim Mittagessen lange Zeit über die "The Walking Dead"-Reihe - doch dass sich diese Art von Spiel für ihre Vision nicht richtig anfühlte. Zum einen möchte man so verhindern, dass sich die Geschichte durch verschiedene Entscheidungen verschachtelt und zum anderen möchte man durch das Gameplay eine größere Immersion erschaffen.
In diesem Artikel
Quelle: Focus Home Interactive
Oftmals lassen sich benötigte Objekte für Umgebungsrätsel mit Amicias Schleuder losschießen.
Uns erwarten in A Plague Tale also weder ausufernde Quicktime Events noch Dialoge, in denen wir zwischen mehreren Entscheidungen wählen dürfen, dennoch ist der Titel spielerisch recht simpel gehalten. Zumeist verstecken wir uns vor Patrouillen hinter Mauern oder im hohen Gras und lenken diese entweder ab, indem wir einen Stein werfen oder warten bis sie sich wegdrehen. Zudem verschoben wir auch ein paar Kisten, um neue Wege zu eröffnen. An manchen Stellen wurden wir jedoch auch gejagt und mussten mit gedrückter Sprinttaste unseren Häschern entfliehen.
Begegnet wir hingegen Ratten, müssen wir gut auf die Lichtquellen achten. Treten Amicia und Hugo in die Dunkelheit, werden sie von den Ratten gefressen. Nur Feuer hält die Biester im Zaum. So hetzten wir von Lichtquelle zu Lichtquelle, entzünden mit einer Fackel Feuertöpfe oder schießen mit der Schleuder auf Deckenleuchter und bringen sie so zu Boden. Und apropos Fackel: Es gibt sogar ein kleines Crafting- und Skill-System. In der Spielwelt lassen sich nämlich verschiedene Materialien sammeln, mit denen wir dann an Werkbänken unser Inventar oder eben die Schleuder aufrüsten dürfen.
Dies ist auch nötig, denn der zuvor bereits angesprochene Bossgegner ist aufgrund seiner Rüstung ein harter Brocken. Nur mit gut gezielten und harten Schüssen können wir dessen Schutz von seinem Körper lösen, bis wir ihm schließlich einen tödlichen Schuss entgegenschleudern können. Dabei müssen wir jedoch in Bewegung bleiben und per Tastendruck ausweichen, wenn er mit seiner Keule ausholt. Amicia segnet nämlich bereits nach einem Treffer das Zeitliche.
Quelle: Focus Home Interactive
Gegen die Ratten hilft nur Feuer. Ansonsten überrennen euch die Biester und fressen euch bei lebendigem Leib. Unangenehm.
Die bisherigen spielerischen Elemente in a Plague Tale: Innocence sind natürlich weder neu noch kreativ, doch sie machen Spaß, passen glaubhaft zur Handlung und zumindest in den ersten Kapiteln beweist Asobo genügend Fingerspitzengefühl, diese nicht überzustrapazieren, sondern gekonnt zu alternieren, sodass keine Langeweile aufkommt. Das ist ohnehin schwer, denn die Franzosen verstehen es ganz genau, die spielerischen Limitationen mit der hervorragenden und abwechslungsreichen Inszenierung zu vertuschen.
Wenn man vor der Inquisition wegrennt oder von tausenden von Ratten umzingelt wird, während langsam die Fackel ausgeht, denkt man nun wirklich nicht darüber nach, dass man ja gerade spielerisch nicht sonderlich gefordert wird. Dazu trägt vor allem auch die hervorragende Soundkulisse bei. Werden wir verfolgt, wird die Musik wunderbar hektisch, sind wir von Ratten umgeben lassen uns ruckartige, quietschende, schiefe Töne das Blut in den Adern gefrieren.
Ob Asobo Studio es schafft, über alle 17 Kapitel mit insgesamt bis zu 15 Stunden Spielzeit Spannung und Abwechslung aufrecht zu erhalten, lässt sich natürlich noch nicht sagen. Doch nach unseren bisherigen Eindrücken sind wir da tatsächlich optimistisch. Am 14. Mai könnte uns ein echter Überraschungshit erwarten.
Meinung
Meinung
Anmerkungen der Redaktion: Ein Preview-Video befindet sich in Arbeit. Sobald das Video fertig ist, updaten wir den Artikel damit. Zudem veröffentlichen wir am Wochenende eine kleine Reportage zu unserem exklusiven Studiobesuch bei Asobo in Bordeaux. Darin erfahrt ihr unter anderem, wie sehr die Entwickler von ihrer Heimat inspiriert wurden und welche Schwierigkeiten es in der Entwicklung von A Plague Tale: Innocence (jetzt kaufen / 35,99 € ) gab.
