A Plague Tale: Innocence Preview - Top-Grafik, lineares Storytelling, Release auf 2019 verschoben

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A Plague Tale: Innocence Preview - Top-Grafik, lineares Storytelling, Release auf 2019 verschoben
Quelle: Focus Home Interactive

Schlechte Nachrichten für all jene, die den letztes Jahr angekündigten Geheimtipp A Plague Tale: Innocence ins Auge gefasst haben! Der Releasetermin zum auch grafisch extrem vielversprechenden Action-Adventure wurde auf 2019 verschoben. Die Redaktion hat sich das Spiel mit den Ratten genauer angesehen und verrät, warum sich das Warten lohnen könnte.

Mit einem kleinen Budget Großes bewirken: Wie das geht, hat 2017 das Hellblade-Team von Ninja Theory auf eindrucksvolle Art und Weise gezeigt. Auch der französische Entwickler Asobo Studio hat für den Geheimtipp A Plague Tale: Innocence (jetzt kaufen / 35,99 € ) kein Millionenbudget zur Verfügung - aber ist dennoch auf bestem Weg, mithilfe von Publisher Focus Home Interactive ein großartiges Singleplayer-Spiel mit Grafik in AAA-Qualität zu erschaffen. In Paris durfte PC Games einmal mehr einen ausführlichen Blick auf das Action-Adventure mit Mittelalter-Szenario werfen - A Plague Tale: Innocence erscheint für PC, PS4 und Xbox One, der Release ist inzwischen für 2019 angedacht.

Im Gegensatz zum frühen Prototyp aus dem letzten Jahr wurde bei dieser Präsentation ein Level aus dem fertigen Spiel gezeigt. Es handelte sich dabei um das fünfte von insgesamt 17 Kapiteln; A Plague Tale: Innocence soll eine Spielzeit von zehn bis zwölf Stunden bieten. Im Fokus der Geschichte steht ein Geschwisterpaar, das im Jahr 1349 durch Frankreich reist.

Das Setting ist düster und mit einem Schuss Fantasy angereichert: Während ein Krieg zwischen England und Frankreich tobt und die Pest unter der Bevölkerung wütet, machen sich dämonische Mächte breit. Ihre offensichtlichste Form sind riesige Rattenschwärme; zu Tausenden wuseln die Nager durch Straßen und über Felder, ausgestattet mit einem unstillbaren Hunger nach Menschenfleisch. Dabei macht das Ungeziefer keinen Unterschied zwischen Soldaten und den beiden Geschwistern: Alles was zwei Beine hat, ist Freiwild für die pelzigen Monster. Lediglich offenes Feuer und Licht können die Ratten für kurze Zeit zurückdrängen. Entwickler Asobo nutzt diese Gefahr in A Plague Tale für clevere Umgebungspuzzles.

A Plague Tale: Innocence-Preview: Familiensache

Der Spieler steuert in A Plague Tale: Innocence das Mädchen Amicia. Ihr Bruder Hugo wurde von einer fremden, möglicherweise bösen Macht infiziert, wir machen uns auf die Suche nach einem Heilmittel. Trotz des unheilvollen Settings ist Hugo aber immer noch ein Kind; im Spielverlauf tollt er gerne mal herum oder muss von Amicia an der Hand hinter ihr hergezogen werden. Zwar könnt ihr ihn allein an einer Stelle stehen lassen, etwa wenn sich Amicia an Gegner heranpirscht, ihre Schleuder mit Steinen oder Feuergeschossen einsetzt und die Umgebung manipuliert, um Ratten durch Feuer zu vertreiben. Aber nach einer Weile bekommt Hugo Angst und macht sich unter Umständen eigenständig auf die Suche nach seiner großen Schwester.

Im Spielverlauf trefft ihr weitere Waisenkinder, die euch bei der Flucht vor der Inquisition helfen. Diese hat es nämlich auf Hugo abgesehen, als Inkarnation des Teufels gelten er und seine Schwester als Ketzer, die es zu beseitigen gilt. In A Plague Tale: Innocence bekommt ihr es vorrangig mit den (teils gepanzerten) Soldaten der Inquisition zu tun, aber Asobo dürfte auch noch andere dämonische Feinde abseits der allgegenwärtigen Ratten in der Hinterhand haben.

Kämpfe mit der Schleuder (im Nahkampf ist Amicia hilflos) werden nur einen kleinen Teil der Spielzeit von A Plague Tale: Innocence ausmachen, der Gameplay-Kern des Action-Adventures konzentriert sich auf das Lösen von Rätseln und dem Finden des Weges. Dabei ist der Singleplayer-Titel strikt linear, nur ganz selten gibt es mal eine Weggabelung. Auf Entscheidungen oder unterschiedliche Endsequenzen verzichtet Asobo jedoch; die Entwickler wollen eine ganz spezifische Story mit einem vorherbestimmten Ausgang erzählen - das erinnert ebenso an Hellblade: Senua's Sacrifice wie die tolle Grafik.

A Plague Tale: Innocence in der Vorschau - Grafisch top

A Plague Tale: Innocence Preview - Top-Grafik, lineares Storytelling, Release auf 2019 verschoben (2) Quelle: Focus Home Interactive A Plague Tale: Innocence Preview - Top-Grafik, lineares Storytelling, Release auf 2019 verschoben (2) Was A Plague Tale: Innocence-Macher Asobo aus der selbst entwickelten Grafik-Engine herauskitzelt, ist wirklich beachtlich. Das im Video zu sehende Schlachtfeld mit seinen Hunderten toten Soldaten etwa fällt äußerst beeindruckend aus, auch wenn die Weite des Levels lediglich eine optische Illusion ist: Der Pfad zwischen den Leichen hindurch ist streng abgesteckt, schließlich versperren fresswütige Rattenschwärme immer wieder den Weg. Schön anzuschauen ist das Ganze dennoch, hier setzt A Plague Tale: Innocence auf ähnliche Schauwerte wie Uncharted 4.

Das Spiel von Licht und Schatten ist ebenso schick wie spielentscheidend und die Art, wie die Ratten in einer Art organischen Welle Menschen unter sich begraben, sieht ebenso famos wie abstoßend aus. Als ein totes Pferd aufreißt und sich etliche der widerlichen Nager aus dem blutigen Inneren des Leichnams ergießen, wenden wir uns sogar einen Moment lang vom Bildschirm ab, so groß ist der Ekelfaktor. Wenn A Plague Tale: Innocence eine derart dichte Atmosphäre über die gesamte Laufzeit aufrecht erhält und auch die noch mysteriöse Story überzeugt, dann erwartet uns zum Release 2019 das nächste kleine Videospiel-Juwel - ganz ohne dass ein AAA-Budget dahintersteckt.

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