11:14 - Elevenfourteen: Dein Date mit dem Schicksal kann tödlich sein

Test Marc Kirzeder

Intelligent, spannend und amüsant -- das Spielfilmdebüt von Newcomer Greg Marcks ist unser Geheimtipp des Monats

11:14 - Elevenfourteen: Dein Date mit dem Schicksal kann tödlich sein Am späten Abend um kurz nach elf ist Jack (Henry Thomas) mal wieder leicht angetrunken im Auto unterwegs. Er telefoniert gerade mit seiner Freun- din, als ihm etwas unter die Räder gerät. Zutiefst schockiert schaut er nach, was er da überfahren hat und entdeckt eine furchtbar entstellte Leiche. Gerade als Jack das Corpus Delicti in einem Anfall von Panik in seinen Kofferraum gestopft hat, trifft Officer Hannagan (Clark Gregg) am Unfallort ein.

Zur gleichen Zeit haben die drei Teenager Eddie (Ben Foster), Mark (Colin Hanks) und Tim (Stark Sands) deutlich mehr Spaß. Sie heizen in ihrem alten Bus durch die Straßen und bewerfen Autos mit faulem Obst und anderen Wurfgeschossen. Die Spritztour findet ein jähes Ende, als ihr Weg sich mit dem der frühreifen Cheri (Rachael Leigh Cook) kreuzt, die gerade versucht, ihren zwei Freunden mit einer erschwindelten Schwangerschaft Kohle für eine angebliche Abtreibung aus dem Kreuz zu leiern.

Dann wäre da noch der Autofreak Duffy (Shawn Hatosy), der seine Arbeitskollegin Buzzy (Hilary Swank) überfallen will, um an Geld zu kommen. Und auch Cheris Vater Frank (Patrick Swayze) wird in dem Reigen eine wichtige Rolle spielen, denn um genau 11:14 Uhr in der Nacht führt das Schicksal die Truppe zusammen ...

Magere Zusatzinfos

Die Handlung des Films beginnt und endet exakt um vierzehn Minuten nach elf Uhr. Dazwischen erzählt Gregg Marcks in raffiniert zusammengesetzten Rückblicken, was sich zuvor ereignete und führt auf diese Weise die Charaktere zusammen. Leider bleibt Filmfans ein Kommentar des jungen Regisseurs vorenthalten. Unter den Specials findet sich neben TV-Spots und Kinotrailern (D und E) lediglich ein "Hinter den Kulissen"-Video, das in erster Linie Ausschnitte der nächtlichen Dreharbeiten zeigt.

Fazit

Film-Check: Der erste Spielfilm von Drehbuchautor und Regisseur Greg Marcks begeistert mit einer cleveren Geschichte, die erst allmählich offenbart, was die unterschiedlichen Charaktere miteinander zu tun haben. Sehr smarte Cineasten mögen den Verlauf der abgedrehten Handlung vielleicht noch vor dem Finale des Streifens durchschaut haben, doch das tut der Qualität der Story keinen Abbruch.Die Darsteller sind allesamt hervorragend ausgewählt. Sowohl "Oscar"-Preisträgerin Hilary Swank als auch der inzwischen leicht schmerbäuchige Patrick Swayze sind in ihren skurrilen Rollen als Verkäuferin in Not bzw. besorgter Vater einfach zum Schießen.
DVD-Fazit: Während man mit der Bild- und Tonqualität dieses Thrillers auf DVD gut leben kann, wäre auf jeden Fall mehr Bonusmaterial wünschenswert gewesen. Wir hätten z.B. gerne einem Audiokommentar des Nachwuchsregisseurs gelauscht.

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