The Darkness 2 im Test: Spielerisch besser als der Vorgänger, aber nicht mehr so stimmungsvoll - Ab sofort im Handel
TestThe Darkness 2 im Test für PC, PS3 und Xbox 360: Der Vorgänger überzeugte durch tolle emotionale Momente, hatte aber Schwächen bei der Spielbarkeit. Genau hier hat der neue Entwickler Digital Extremes angesetzt. Ob man dabei nicht die Stärken des Vorgängers außer Acht gelassen hat, verrät unser Test von The Darkness 2.
The Darkness 2 im Test bei Gamesaktuell.de. The Darkness 2 stammt von einem anderen Entwickler als der Vorgänger. Die neuen von Digital Extremes (Dark Sector) setzen dabei nicht nur auf einen frischen Comic-Look, sondern haben vor allem die Spielbarkeit überarbeitet. Das magenunfreundliche Ausfahren des rechten Dämonenarms wurde zum Beispiel komplett gestrichen. Aber es gibt noch weitere Änderungen, die The Darkness 2 zugänglicher werden lassen, wie unser Test zeigt.
Die Story von The Darkness 2 setzt zwei Jahre nach dem dramatischen Ende des ersten Teils ein. Jackie Estacado konnte den Dämon der Finsternis die ganze Zeit erfolgreich unterdrücken und führt ein Leben als angesehener Mafiaboss. Als Jackie jedoch einem Attentat zum Opfer fällt, wird er gezwungen die finsteren Kräfte wieder zu entfesseln. Genau das war jedoch der Plan der mysteriösen Bruderschaft, die das Attentat verübt hat. Denn jetzt sind sie in der Lage, Jackies Kräfte zu stehlen. Wie gut uns der Ego-Shooter unterhalten hat, zeigt der Test von The Darkness 2.
Das hat uns beim Test von The Darkness 2 gefallen:
Intuitive Steuerung
Einer der größten Kritikpunkte am Vorgänger war die Steuerung, die teilweise hakelig und umständlich war. The Darkness 2 spielt sich wesentlich runder und intuitiver. Mit den beiden Schultertasten LB und RB (bei der Xbox-360-Fassung) steuert ihr die Dämonenarme: Der linke ist der Greifarm. Den rechten Schlagarm schwingt ihr in Kombination mit dem Analog-Stick in alle Richtungen. Das klappt auf Anhieb wunderbar.
Vielfältige Gefechtsmöglichkeiten
Die beiden Arme geben euch im Nahkampf einige Optionen eure Gegner auszuschalten, für den Fernkampf dürft ihr eine große Wumme oder zwei Handwaffen nutzen. Über den Talentbaum schaltet ihr zudem nützliche Special-Features frei. Zum Beispiel verstärkt ihr eure Waffen für einige Sekunden durch die Macht der Finsternis oder erzeugt eine Giftwolke, die Gegner betäubt. Als besonders wirkungsvoll hat sich das schwarze Loch erwiesen, das es bereits im Vorgänger gab. Es saugt alles um sich herum auf, so lassen sich mehrere Gegner auf einen Schlag erledigen.
Umfangreicher Talentbaum
Mehr als 40 Verbesserungen lassen sich mit der Essenz der Finsternis kaufen. Die Auswahl reicht von Magazinvergrößerungen bis hin zu vernichtenden Waffen wie einem schwarzen Loch. Auch der Finsterling lässt sich per Upgrade noch effektiver einsetzen. Zum Beispiel dürft ihr den Racker schnappen und auf einen Gegner werfen - dann darf der sich mit dem fiesen Finsterling herumschlagen.
Ordentliche Gegnervielfalt
Die ersten Gegner sind noch Fallobst, doch nach rund zwei Spielstunden erwarten euch die Bruderschafts-Kämpfer. Und die verfügen nicht nur über eine Rüstung, sondern auch über Spezialwaffen. Damit reißen sie Jackie die Waffe aus der Hand, bugsieren ihn mit einem Schutzschild einige Meter nach hinten oder blenden Mr. Estacado mit einer grellen Lampe. The Darkness-Kenner wissen: Im Hellen funktionieren Jackies finstere Kräfte nicht.
Gute deutsche Sprachausgabe - bessere englische aktivierbar
Die deutschen Sprecher machen ihre Arbeit durchaus gut. Leider ist die deutsche Sprachausgabe häufig nicht lippensynchron. Besser ist die originale englische Sprache, die im Optionsmenü jederzeit aktivert werden kann - samt deutscher Untertitel.
Läuft technisch sauber
Die Comic-Grafik von Teil 2 ist Geschmacksache. Sie passt zwar zur Thematik, entspringt The Darkness doch einer Comic-Reihe. Doch wollen bunter Comic-Look und düstere Atmosphäre unserer Meinung nach nicht so richtig zusammenpassen. Auf jeden Fall laufen sowohl die Konsolen-Fassungen als auch die PC-Version technisch sauber - abgesehen von einigen Clipping-Fehlern. Störende Ruckler haben wir keine entdeckt. Wer es sich aussuchen kann, sollte zur PC-Fassung greifen, da man hier eine Full-HD-Optik bekommt und die Texturen detaillierter sind. Zum Beispiel sehen die Dämonenarme im PC-The Darkness 2 besser aus.
Das hat uns beim Test von The Darkness 2 nicht gefallen:
Quelle: Videogameszone
The Darkness 2: Für die deutsche Version wurden Zwischensequenzen gekürzt und Schadensmodelle entschärft.
Schnitte in USK-Version trüben Atmosphäre
Um eine USK-Freigabe "ab 18 Jahren" zu erhalten, musste das deutsche The Darkness 2 an diversen Stellen verändert werden. Zu Lasten der Atmosphäre geht das Entfernen der Splatter- und Ragdolleffekte. Statt die Bösartigkeit des Dämons zu demonstrieren, sorgt die deutsche Fassung für unfreiwillige Lacher. Nämlich wenn Leichen in anatomisch unmöglichen Stellungen liegen bleiben oder mit Objekten "verschmelzen" (Clipping). Außerdem erwartet Zocker der USK-Version bei einer bestimmten Exekutionsszene ein schwarzer Bildschirm - allerdings hört man die eindeutigen Tötungsgeräusche, während man schwarz sieht.
Einige langweilie Schauplätze
Im Vorgänger sorgten abgefahrene Schauplätze für WTF-Momente. Von den skurrilen Locations gibt es in The Darkness 2 nur noch wenige, etwa eine Geisterbahn. Leider sind diese Sequenzen auch noch recht kurz. Länger hält man sich dafür auf einem Kirmesplatz, in einem Bordell, auf einem Friedhof oder in einer Irrenanstalt auf - das sind nicht unbedingt die außergewöhnlichsten Schauplätze.
Schwach inszenierte Bosskämpfe
Die Bosskämpfe sind erschreckend einfallslos. Zumeist teleportiert sich der Obermotz blitzschnell von einer Stelle zur anderen. Was beim ersten Mal vielleicht noch packt, langweilt beim dritten, vierten Bosskampf nur noch.
Story und Ende vorhersehbar
Während sich in The Darkness 1 einige geniale Schockmomente ins Gedächtnis gebrannt haben, sind Storyverlauf und auch das Ende relativ vorhersehbar. Das ist schade, denn gerade davon haben wir uns sehr viel versprochen. Euch erwarten übrigens zwei Enden, die von einer Entscheidung im späteren Spielverlauf abhängen - eines der Finals enthält einen Cliffhanger auf The Darkness 3.
