Sensationelles Zukunftsszenario trifft atmosphärische Mittelalterdramatik. Aber wie gut ist Assassin's Creed wirklich?
Assassin‘s Creed spielt gar nicht im Mittelalter. Es tut nur so, als ob. Es spielt in der Zukunft. Hier gibt es eine Maschine namens Animus. Damit machen Sie eine Reise in die Erinnerungen Ihrer Vorfahren. Eine Reise ins Mittelalter ...
So, jetzt ist es raus. Bevor Sie sich jetzt üble Beschimpfungen für uns ausdenken, weil wir schon alles verraten haben, sei Ihnen gesagt: Der Storytwist wird bereits in den ersten Spielminuten aufgelöst! Und keine Ahnung, wie es Ihnen gerade geht, aber uns hat die seltsame Geschichte sofort sehr neugierig gemacht.
Sklave der Vergangenheit
Sie schlüpfen in den Kapuzenpulli des Barkeepers Desmond Miles. „In Ihrem Kopf ist etwas, das meine Auftraggeber haben wollen“ teilt Ihnen ein bärtiger Wissenschaftler mit. „Wenn Sie nicht kooperieren, werden wir Sie töten!“
Zeitsprung. Desmond befindet sich im Animus. Er hat seinen Pulli gegen ein weißes Kapuzengewand getauscht. Ab sofort hört er auf den Namen Altair. Seine Berufsbezeichnung: Assassine. Seine Tätigkeit: Zielpersonen eliminieren. Seine Waffen: scharfe Klingen.
Altair schlendert durch das Reichenviertel von Jerusalem. Er macht das, was er vor jedem Attentat tut: er beobachtet, sammelt Informationen. Jedes seiner Ziele verfügt über einen Stab an Wachpersonal – leicht zu kriegen sind die machterfüllten Bösewichte nicht. Doch Altair ist ein Profi. Er weiß genau, was zu tun ist und führt seinen Auftrag mit fast schon mechanischer Präzision aus.
In jeder der drei Städte Damaskus, Akkon und Jerusalem gibt es einen Verbindungsmann. Dieser ist vor einem Auftrag der erste Anlaufpunkt. Sein Büro ist nur über einen vergitterten Eingang auf dem Dach zu erreichen. Sobald eine der über die Stadt verteilten Wachen Altair entdeckt und Alarm schlägt, wird das Gitter geschlossen. Doch wie gesagt: Altair ist Profi. Ergo ist das Gitter offen.
