Review: The Darkness

Test Andreas Szedlak

Budget-Test: The Darkness ist jetzt schon ab 20 Euro zu kriegen. Hier der Test der Xbox360-Version des Horror-Shooters.

Feurig: Rätselaufgaben sind eher selten. Feurig: Rätselaufgaben sind eher selten. Echte Kerle kümmern sich um ihre Ladys! Was der Satz mit einem düsteren Ego-Shooter zu tun hat? Diese Weisheit lehrte uns ein freigeschalteter Xbox360-Erfolg -- der ebenso überraschend kam wie etliche andere Ereignisse, die uns beim Test von "The Darkness" aus den Socken hauten. Wer denkt schon daran, dass einen das Spiel belohnen könnte, nur weil man sich ein paar Minuten lang zu seiner Freundin auf die Couch setzt? Wer rechnet damit, dass in einem pünktlich zum 21. Geburtstag die Mächte der Finsternis erwachen -- in Form zweier aus den Schultern wachsender, Zähne fletschender Tentakelarme? Und wer bitteschön vermutet, dass er sich nach einer besonders abstrusen Szene -- die wir auf Bitten des Herstellers nicht verraten -- plötzlich mitten im Ersten Weltkrieg wiederfindet?

Fesselnde Geschichte

Finish him: Im Nahkampf dürfen Sie Fatality-Moves ausführen. Allerdings ist die Anzahl bei der geschnittenen deutschen Version geringer als beim Original. Außerdem hat die USK auf weniger spritzendes Blut bestanden. Finish him: Im Nahkampf dürfen Sie Fatality-Moves ausführen. Allerdings ist die Anzahl bei der geschnittenen deutschen Version geringer als beim Original. Außerdem hat die USK auf weniger spritzendes Blut bestanden. Es ist sicher kein Zufall, dass "The Darkness" zwar nicht vom selben Entwickler stammt wie die "GTA"-Reihe, aber vom gleichen Hersteller. Worte wie Atmosphäre, Charaktere und Story schreibt man bei beiden Spielen größer als Effekthascherei. Doch wir wollen von der spannenden Geschichte nicht zu viel ausplaudern, daher nur das Nötigste:

Bis zu seinem 21. Geburtstag verläuft das Leben des Waisenkindes Jackie Estacado in relativ geordneten Ganoven-Bahnen. Für seinen Adoptivonkel, den Mafiaboss Paulie Franchetti, bringt Jackie regelmäßig Leute um die Ecke. Doch ausgerechnet an seinem Ehrentag geht einiges daneben. Erst misslingt ein Überfall, dann hat der junge Tunichtgut bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei einen Autounfall. Nun ist Onkel Paulie richtig sauer und will seinen aufsässigen Neffen kaltmachen. Und genau in diesem Moment erzählt dem geplagten Kriminellen auch noch eine innere Stimme was von Mächten der Finsternis.

Mit der angesprochenen Verfolgungsjagd startet das in der ersten halben Stunde noch recht durchschnittliche Shooter-Abenteuer. Mit zwei Pistolen im Anschlag ballert Jackie einige Bauarbeiter über den Haufen. Doch immer häufiger erklingt in seinen Ohren die Furcht erregende Dämonenstimme, die übrigens von Faith-No-More-Sänger Mike Patton stammt. In der hiesigen Version beließ man es bei der Original-Sprachausgabe, man untertitelte sie nur deutsch. Dadurch wirken die Charaktere glaubwürdiger und die Stimmen sind lippensynchron.

Während die Kommentare des Dämons anfangs nur für ein unbehagliches Gefühl sorgen, nimmt der Schrecken auf einem New Yorker Friedhof ungeahnte Ausmaße an. Die Macht der Finsternis materialisiert sich in Form der erwähnten Tentakelarme. Die neuen Gliedmaßen wachsen aus Jackies Schultern und blecken die Zähne -- offenbar kommen sie nicht in friedlicher Absicht...

In der folgenden Cut-Szene verwandeln die Sabberlinge die Begräbnisstätte auch gleich in ein Schlachthaus. Danach reißen sie ihren Opfern noch die Seelen aus dem Leib. Währenddessen erhöht sich Jackies Darkness-Energie, die im Spiel besonders wichtig ist.

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