E rinnert ihr euch noch an "Jumanji"? Die Verfilmung des Buches von Chris van Allsburgh sorgte damals für volle Kinokassen. Das Rezept: Die Helden des Films spielen ein geheimnisvolles Brettspiel, dessen Macht die theoretisch ausgelösten Ereignisse real werden lässt. In dieselbe Kerbe schlägt "Zathura", ebenfalls nach einer Vorlage von Chris van Allsburgh und wieder mit einem magischen Brettspiel als Dreh- und Angelpunkt.
SELBSTSCHULD
Ihr steuert die Brüder Danny und Walter, die das Spiel "Zathura" ja unbedingt ausprobieren mussten! Genau wie die beiden werdet auch ihr bald Reue empfinden: Beim Anblick der altbackenen Grafik, die zu allem Überfluss auch noch ruckelt, graust es euch.
Gratis dazu gibt's ins Bild ploppende Objekte und Ausdruckstanz-artige Einlagen beim Seitwärtslaufen (eure Figur zappelt völlig unkontrolliert herum!). An manchen Stellen kann man "Zathura" wegen der verkorksten Steuerung kaum spielen.
Auf eurem Weg zerdeppert ihr Kisten, drückt Knöpfe, überwindet Hindernisse und sammelt verschiedene Upgrades für eure Waffen ein. Dabei stellen sich euch feindselige Gestalten in den Weg. Die beiden Jungs haben jeweils andere Waffen und überwinden Hindernisse auf verschiedene Art und Weise, gleichen sich aber dennoch sehr. Auch der umprogrammierte Roboter, euer dritter Charakter, bietet nur wenig Abwechslung.
Besonders übel: Die Kamera ist meist so positioniert, dass ihr Entfernungen nicht einschätzen könnt. Zudem bleibt sie oft an Objekten hängen - da kommt es schon mal vor, dass ihr um eine Ecke lauft, nur eine riesige Kiste auf dem Monitor seht und im nächsten Moment ein fieser Gegner vor euch steht. Bei so groben Fehlern hilft auch Nachjustieren nicht mehr viel. Unser Tipp: Holt euch "Ratchet Gladiator", das ist zwar etwas teurer, macht aber alles besser als dieser Titel. AB
