Test zu XCOM 2 Collection: Der Strategie-Knüller überzeugt auch auf Nintendo Switch
Test
Astreine Rundentaktik auf der Switch: Die Portierung ist gelungen, das Spiel nach wie vor ein riesiges Vergnügen für Strategen und alle, die es werden wollen. Wir verraten in unserem Test, warum sich auch die Nintendo-Umsetzung von XCOM 2 Collection sehen lassen kann und was euch erwartet, wenn ihr euch in die Alienschlachten stürzt!
Die Macher von XCOM 2, Firaxis Games, kennt man von einer anderen großen Serie, die vor einiger Zeit erfolgreich auf der Switch Einzug gehalten hat: Civilization! Und auch die Collection von XCOM 2 richtet sich an Strategen und Taktiker, bietet allerdings ein anderes Spielkonzept und -setting. Im Jahr 2035 kontrolliert ihr die XCOM-Einheit im Untergrund beim Kampf gegen die Aliens auf der Erde. Inhaltlich knüpft das an den Vorgänger XCOM: Enemy Unknown an, der allerdings nie für eine Nintendo-Plattform erschienen ist.
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Wichtig ist in erster Linie, dass ihr mit euren Soldaten gegen die schwer bewaffneten und mächtigen Außerirdischen erfolgreich zu Felde zieht, um die Erde zu retten!
Gerade für ein Taktikspiel ist die interessante Story, die mit Zwischensequenzen in Szene gesetzt wird, lobend hervorzuheben.
Was ist schon perfekt?
Quelle: PC Games
Alles im blauen Radius kostet einen Aktionspunkt, um dorthin zu laufen. Wo ihr halbe oder ganze Deckung genießt, verrät das einleuchtende Schildsymbol.
In der Collection ist, wie der Name es bereits andeutet, nicht nur das Grundspiel XCOM 2 enthalten, sondern auch die Erweiterung War of the Chosen sowie vier DLCs, von denen zwei weitere neue Inhalte liefern. Für Anfänger ist es empfehlenswert, zunächst XCOM 2 in Angriff zu nehmen und sich dann War of the Chosen zu widmen, das in Sachen Komplexität noch eine Schippe obendrauf legt. Insgesamt stehen vier Schwierigkeitsgrade zur Auswahl, mit dem ersten oder zweiten sind Neulinge auf jeden Fall schon gut bedient, denn die Aliens machen keine Gefangenen! Wer noch nicht viel Erfahrung mit Serie oder Genre gesammelt hat, sollte des Öfteren zur Sicherheit speichern. Das führt uns gleich zur einer der größten Technik-Einschränkung der Switch-Fassung: Die Ladezeiten haben es in sich, eine Minute vor Missionen und beim Neuladen sollte man einplanen. Das ist allerdings bei der PS4-Umsetzung des Strategiespiels nicht anders.
Ansonsten fallen natürlich die im Vergleich zur PC-Ausgabe reduzierten Effekte und Texturen auf, die Framerate kommt ab und zu ins Stottern und die Schrift ist im Handheld-Modus schon sehr klein. Alles in allem macht XCOM aber eine klasse Figur, hat nichts an Inhalt abgespeckt und ist auf der Switch genauso packend wie am Rechner - wenn auch mit längeren Pausen durchsetzt. Die Steuerung wurde sinnvoll umgesetzt, ist zwar nicht komplett intuitiv, wird aber im schönen Tutorial gut erklärt. Auch der Umfang der Collection kann sich sehen lassen; der Preis von 50 Euro macht den Titel zwar nicht unbedingt zum Schnäppchen, dafür bekommt ihr aber auch eine Spielzeit von etwa 70 Stunden oder mehr heraus, wenn ihr wirklich alles erledigen wollt.
XCOM: Die Grundlagen
Quelle: PC Games
Zwischen den Missionen kümmert ihr euch an Bord eures Unterschlupfes um das Vorankommen der Forschung und die Ausrüstung eurer Untergebenen.
Wer mit der Reihe oder dem Spielpinzip etwas vertraut ist, für den dürfte die Entscheidung nun bereits gefallen sein - XCOM 2 auf der Switch lohnt sich! Für alle anderen aber an dieser Stelle noch eine genauere Erläuterung der Mechanik: Ihr führt vier (später sechs) Spezialisten des XCOM-Teams gegen die Aliens ins Gefecht. Die Klassen der Kämpfer könnt ihr dabei zwischen den Missionen weiter spezialisieren. Euch stehen pro Zug zwei Aktionen zur Verfügung. Das kann bedeuten: Ihr bewegt euch in einem gewissen Radius zu einer Deckung (ein Aktionspunkt) und ballert dann auf einen Alien in der Nähe (noch ein Aktionspunkt). Damit ist euer Zug abgeschlossen und der Gegner an der Reihe. Natürlich habt ihr noch weitaus mehr Aktionsmöglichkeiten als Rennen und Ballern; ihr könnt hacken, Granaten werfen, Evakuierungszonen festlegen, vermeintliche Zivilisten scannen (nicht, dass sich ein Gestaltwandler-Alien unter ihnen verbirgt) und vieles mehr. Für Extra-Nervenkitzel sorgen dabei Missionen, in denen ihr eure Aufgabe innerhalb einer festgelegten Rundenzahl erfolgreich beenden müsst!
Das ist War of the Chosen
War of the Chosen behandelt beinahe die gleiche Handlung wie XCOM 2, sorgt aber mit drei neuen Bossen, die zufällig in Missionen auftauchen können, für eine Extraportion Spannung. Außerdem gibt es neue Klassen, neue Feinde, frische Missionsarten und zufällig zusammengewürfelte Umgebungen für den Langzeitspaß sowie einige zusätzliche Einstellungsoptionen, auch die Forschungsmechanik wurde überarbeitet. Durch all das wird aus War of the Chosen zwar kein komplett neues Spiel, es stillt aber den Durst nach noch mehr erstklassiger Taktik-Nahrung und die zahlreichen Neuerungen sorgen dafür, dass sich das Add-on nicht fade anfühlt. Ein Wort der Warnung allerdings noch an frustanfällige Spieler: XCOM fasst euch nach dem Tutorial nicht mehr mit Samthandschuhen an, angesichts so mancher Gegnertypen möchte man in einigen Situationen losfluchen. Aber: So übermächtig, wie sie scheinen, sind die Außerirdischen nicht, und hat man erst die richtige Taktik umgesetzt, könnte der Triumph nicht süßer sein.
