Wunder: Kritik zum rührenden Familiendrama

Test Elke Eckert
"Wunder" - ab 25. Januar im Kino
Quelle: Studiocanal

Trotz seines Gendefekts möchten die Eltern von Auggie ihn nicht mehr zuhause verstecken und melden ihn stattdessen an einer staatliche Schule an. Ungeachtet seines intelligenten und humorvollen Auftretens wird er schnell zur Zielscheibe von Hohn und Spott, doch langsam findet er immer weitere Freunde, die von der Oberflächlichkeit der Anderen ebenfalls angewidert sind. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Raquel J. Palacio schafft Regisseur Steve Chbosky ("Vielleicht lieber morgen") ein emotionales und gut durchdachtes Familiendrama.

Wegen eines Gendefekts ist das Gesicht des zehnjährigen Auggie entstellt, weshalb ihn seine Mutter lange zu Hause unterrichtet hat. Um Freunde zu finden, soll er nun aber doch eine öffentliche Schule besuchen. Mit gemischten Gefühlen starten Auggie und seine Familie in den neuen Lebensabschnitt.
Regisseur Stephen Chbosky erzählt die Geschichte nicht nur aus Auggies Perspektive, sondern auch aus der seiner älteren Schwester (großartig: Izabela Vidovic) und der jeweils besten Freunde. Das ist sehr berührend und zeigt, welch großen Einfluss die Andersartigkeit des Jungen auf seine Umwelt hat. Außerdem erfährt man dadurch auch viel über die bisweilen schwierigen Beziehungen der Nebenfiguren zueinander, die alle außerordentlich differenziert dargestellt werden. Und so hebt sich Chboskys Bestsellerverfilmung nicht zuletzt auch wegen der gelungenen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor angenehm von durchschnittlichen Hollywood-Schmonzetten ab.

Fazit:
Rührend, aber nicht rührselig: Die sehr gut besetzte Bestselleradaption geht zu Herzen ohne manipulativ zu sein

Wertung zu Wunder

Wertung:

9.0 /10
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