Schluss mit lustig! Die Zeit der klamaukigen Teenie-Slasher-Streifen ist vorbei. Aktuelle Horrorfilme setzen erneut auf die bewährten Erfolgszutaten der typischen 70er- und 80er-Jahre-Schocker: Sie sind brutal, blutig undAbsolut humorlos
Was tun, wenn man zu einem äußerst dringenden Termin muss, auf der Schnellstraße aber ein langer Stau das Vorankommen unmöglich macht? Genau, den Highway verlassen und eine Abkürzung über die umliegenden Landstraßen suchen! Im Fall von Chris (Desmond Harrington) entpuppt sich dieses Vorgehen als folgenschwere Fehlentscheidung.
In Unkenntnis der Gegend nimmt der angehende Arzt an einer Waldkreuzung die falsche Abzweigung. Zu allem Überfluss kommt es dann auch noch zu einem Auffahrunfall. Und schon sitzt Chris zusammen mit Jessie (Eliza Dushku) und ihren vier Camper-Freunden irgendwo in den Wäldern West-Virginias fest.
Da Hilferufe via Handy durch ein Funkloch unmöglich sind, bleibt der Gruppe nur ein anstrengender Fußmarsch zum nächsten Telefon. Tatsächlich findet man nach einiger Zeit eine Hütte, die jedoch alles andere als einladend aussieht. Als niemand auf das Anklopfen reagiert, treten die jungen Leute ungefragt in das heruntergekommene Haus ein -- und machen eine grausige Entdeckung: Die Bewohner sind Kannibalen, die Touristen jagen und erlegen. Und ausgerechnet jetzt kehren diese degenerierten Gestalten mit ihrer letzten Beute im Schlepptau zurück ...
Auf das Konto von Regisseur Rob Schmidt gehen bisher entweder TV-Serien für das US-Fernsehen oder unbedeutende Kinoproduktionen, die es höchstens auf Filmfestivals geschafft haben oder gleich auf dem DVD- und Videomarkt landeten.
Schmidts erstem Ausflug ins Horror-Genre hingegen war dagegen schon mehr Erfolg beschieden. Mit einem für Hollywood geringen Budget von 10 Mio. US-Dollar und frischen Gesichtern gelang es "Wrong Turn", an den US-Kinokassen problemlos seine Kosten wieder einzuspielen.
