Nur wenige Stunden nach dem Start eines neuen "World of Warcraft"-Privatservers wurde selbiger auch schon wieder von Blizzards Anwälten gestoppt. "Felmyst" sollte Spielern eine möglichst originalgetreue Spielerfahrung à la World of Warcraft: The Burning Crusade bieten. Nun steht der Hobbyentwickler hinter dem Projekt mit einem Unterlassungsbescheid von Blizzard und gut vier Jahren umsonst getaner Arbeit da.
Das ging schnell. Erst im vergangenen Monat kam ein Fanentwickler mit seiner Ankündigung eines neuen Privatservers für World of Warcraft: The Burning Crusade daher - zu Zeiten von gescheiterten Fanprojekten wie Nostalrius und Co. ein durchaus tollkühnes Unterfangen, zumal der Spieleserver auch noch in New York stehen sollte. Nun haben Blizzards Anwälte ein weiteres Mal zugeschlagen und das Projekt "Felmyst" gestoppt - und das nur fünf Stunden nach seinem Start in der vergangenen Woche.
"Dieses Projekt gab den vergangenen vier Jahren meines Lebens einen Sinn, den ich wirklich genoss", so schreibt der Betreiber Gummy in einer Stellungnahme auf der Felmyst-Seite, auf der er auch ein Foto des Unterlassungsschreibens von Blizzard veröffentlicht hat. Gummy, der an einer erbbaren Muskelkrankheit leidet und seit Jahren arbeitslos ist, gibt sich überrascht vom schnellen Eingreifen Blizzards. Immerhin hatte der Konzern im Fall seines vorherigen Server-Projekts Scriptcraft im Jahr 2011 keine Probleme gemacht.
Generell greift der Rechteinhaber und offizielle "World of Warcraft"-Betreiber bei Publikumswirksamen Projekten wie dem einstigen Legacy-Hoffnungsträger Nostalrius strikt durch, mit Projekten wie Elysium gibt es aktuell aber auch Server, die scheinbar unbehelligt bleiben. Für allgemeine Informationen und kommende Neuigkeiten rund um das beliebte MMORPG haltet ihr unsere Themenseite zur aktuellen Erweiterung World of Warcraft - Legion im Blick.
Via Arstechnica
