World of Warcraft: Battle Royale – Last Orc Standing!
Special
Gefühlt jeder Mensch spielt in den letzten Wochen und Monaten nur noch irgendwelche Battle-Royale-Shooter. Titel wie PlayerUnknown's Battlegrounds (kurz PUBG) und Fortnite dominieren die Charts und Streaming-Ranglisten auf Diensten wie Twitch. Doch warum eigentlich? Was macht den Reiz eines so knallharten Shooters aus und ist so etwas vielleicht sogar in World of Warcraft denkbar?
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Doch was ist eigentlich Battle Royale? Abgesehen von einem japanischen Spielfilm aus dem Jahr 2000, basierend auf dem Roman von Koushun Takami, beschreibt Battle Royale vor allem einen Spielmodus in Shootern. Das Prinzip dahinter ist eigentlich ganz einfach: 100 Spieler treten im Wettstreit bewaffnet gegeneinander an, der letzte Spieler (oder das letzte Team) gewinnt. Das kennen wir aus aktuellen Filmen wie etwa Die Tribute von Panem. Auch in Videospielen ist das Konzept nicht neu, wirklich populär wurde es aber durch eine Mod für den Taktik-Shooter Armed Assault 2.
In einer Runde Battle Royale starten alle Spieler unter dem gleichen Stern - fast unbewaffnet und ohne nennenswerte Ausrüstung. Diese befindet sich verteilt auf einer großen Karte und muss erst einmal gefunden werden. Während die Spieler über die Karten toben, und die besten Waffen zusammensuchen und Ausrüstung bunkern, steht vor allem ein Aspekt im Vordergrund: das Überleben. Das Inventar kann noch so schön sein, wenn ein feindlicher Spieler zuerst schießt und trifft, dann ist die Runde vorbei - simpel und doch überaus spannend und unterhaltsam.
Die Platzhirsche am Markt
Derzeit streiten zwei Titel um die Gunst der Gamer. Da wäre zum einen PlayerUnknown's Battlegrounds vom Entwickler Bluehole. Hinter dem Spiel steht aber vor allem der kreative Kopf und "Vater des Battle-Royale-Genres" Brendan "PlayerUnknown" Greene. Der irische Game Designer entwickelte im Jahr 2011 die bereits erwähnte Mod für ARMA 2.
Nicht minder beliebt ist Fortnite aus dem Hause Epic Games. Die alten Hasen am Spielemarkt zeichneten sich bereits mit Unreal Tournament, Gears of War und Bulletstorm durch brachiale Baller-Action aus. Ganz nebenbei zählt das Unternehmen dank der weit verbreiteten Unreal Engine aber auch zu den führenden Anbietern für Spiele-Engines. Beide Titel unterscheiden sich stark durch ihren Style und kleine Feinheiten. PUBG ist eher erwachsen mit realistischerer Grafik, während Fortnite auf quietschbunte Farben und Comic-Look setzt. Und während man in der farbenfrohen Welt zudem noch allerlei Bauteile mit Rohstoffen in die Welt zimmert, setzt der Battle-Royale-Shooter von Bluehole auf Tiefgang, exquisite Ausrüstung und Verbesserung der eigenen Waffen. Beide Spiele haben ihre Anhänger, die sich allerdings gegenseitig häufig meiden wie der Teufel das Weihwasser. Dennoch sind beide Games im Herzen PvP vom Feinsten. Wäre so etwas nicht vielleicht auch für World of Warcraft (jetzt kaufen ) eine interessante Idee?
Spieler gegen Spieler in WoW
In World of Warcraft - und MMORPGs im Allgemeinen - gehört es zum guten Ton, sich gegenseitig auf die Mütze zu geben. Entweder kämpft ganz
Quelle: PC Games MMORE
Waffen an Wänden und auf Tischen. So könnte der Loot in einer WoW-Version des Battle Royale aussehen. Einfache Kisten würden es aber auch tun.
klassisch die Allianz gegen die Horde auf einem der Schlachtfelder oder es geht innerhalb einer Fraktion in die Arena zum kuscheligen Clinch mit den Kollegen. Früher gab es sogar so etwas wie richtiges Open-PvP, doch das ist für viele Spieler mittlerweile eher ein Mythos. Allerdings gibt es kaum noch richtige Herausforderungen im Kampf gegen feindliche Helden. Auf Schlachtfeldern reitet die breite Masse stur an den Gegnern vorbei, erpicht darauf, eine Runde möglichst schnell zu beenden. Wirklich interessant ist das nicht. Es braucht Alternativen, doch wie sehen diese aus? Möglicherweise liegt das Geheimnis des Spielspaßes tatsächlich in einem Battle-Royale-Modus verborgen, bei dem sich die besten Spieler gegenseitig über Azeroth jagen und von der Bildfläche pusten - natürlich ganz im Stile der erfolgreichen Vorlagen.
Wieso kämpfen wir?
Muss es beim Battle Royale einen Grund geben, warum wir kämpfen? Nein, eigentlich nicht. Die Charaktere starten auf einer Übungs-Insel, bevor es vom Flugzeug aus in den Kampf geht. Was andere Spiele einfach so zelebrieren, erweist sich bei World of Warcraft natürlich als etwas schwieriger. Ohne jeglichen Kontext ist ein Kampf ziemlich sinnfrei, denn warum kämpfen wir überhaupt? Gerade mit Battle for Azeroth offeriert uns Blizzard aber eine interessante Vorlage. Laut aktuellen Aussagen steht derzeit der Kampf zwischen Allianz und Horde im Mittelpunkt, der Konflikt der Fraktionen
Quelle: PC Games MMORE
Brachlandchat! Jeder WoW-Spieler liebt das Brachland, oder? Nein? Dann wird es wohl Zeit, dass Spieler an Oasen und anderen Orten gegeneinander antreten.
also. Das eröffnet uns mehrere mögliche Szenarien: So möchte sich unser Kämpfer möglicherweise als besonders erprobt und großartig herausstellen, weshalb er nun den absoluten Konflikt sucht. Oder es handelt sich dabei um einen fahnenflüchtigen Soldaten, der keine Lust auf die Schlachtfelder dieser Welt hat und deshalb dem direkten Krieg den Rücken kehrt, dafür aber in einen besonderen Kampf zieht. Oder es ist eine Art Blaupause für den Kampf zwischen Allianz und Horde, bei dem nur ein Held am Ende als Sieger vom Platz geht. Vielleicht stecken dahinter ja auch böse Machenschaften und Alte Götter, die uns quasi einfangen und in einem perversen Spiel gegeneinander antreten lassen. Die Geschichte von Battle for Azeroth bietet vermutlich eine gute Grundlage, um so einen Modus in irgendeiner Art und Weise zu rechtfertigen.
Wichtig beim Battle Royale ist vor allem, dass es keine Fraktionszugehörigkeit oder Ähnliches gibt. Alle Charaktere treten nur für sich selbst an, eventuell noch als kleine Teams von zwei bis vier Spielern. Es gibt keine Horde, keine Allianz, keine Orcs, Menschen oder sonstigen Rassen. Jeder ist sich selbst der Nächste, was aber auch schon in der Arena kein Problem darstellt. Man kann sich ja auch innerhalb einer Fraktion aufmischen, Streitigkeiten gibt es jeden Tag, egal, zu welcher Seite man gerade gehört.
Wie das Ganze funktioniert
Das Wichtigste an einem solchen Modus ist wohl die Umsetzung, denn wenn die Mechaniken nicht stimmen, dann ist die Community schneller wieder von Bord als das Schiff auf Grund läuft. Und so eine Möglichkeit in World of Warcraft einzubauen ist vermutlich die größte Herausforderung. Das beginnt beim Start einer Runde bis hin zum direkten Kampf - der wohl als wichtigstes Merkmal gilt. Immerhin wird hier nicht einfach mit Pistole, Maschinengewehr und Co. fröhlich geballert, irgendwo muss ja auch der Rollenspielaspekt erhalten bleiben. Fangen wir mit dem Start an: Dieser beginnt in PUBG und auch Fortnite in neutralen Gebieten, während sich die Lobby füllt und die angepeilte Zahl von 100 Spielern erreicht wird. Anschließend geht es per Flugzeug oder Flugbus in das gewünschte Kampfgebiet, über dem jeder Spieler dann abspringt, wann es ihm passt. All das dürfte in World of Warcraft kaum ein Problem darstellen, denn Sammelpunkte für die Teilnehmer sind schnell eingerichtet.
Auch der Absprung erfolgt problemlos über einer Karte, denn sowohl Allianz als auch Horde besitzen entsprechende Flugschiffe, die schon mehrfach in Aktion getreten sind und regelmäßig irgendwo zu Bruch gehen oder der Fraktion helfen. So ein Gefährt eignet sich perfekt für den Absprung in entsprechenden Gebieten. Wer es mit ein wenig mehr Story mag, der nimmt dafür einfach Goblins, die diese Aufgabe gegen Gold übernommen haben - fertig ist der Ausflug in den Untergang. Die Landung sollte im Übrigen kein Problem darstellen, da Blizzard bereits seit Jahren mit Fallschirmen arbeitet. Kombiniert man diese mit einem Gleiter, dann kann man auch in entfernteren Gebieten landen, um nicht gleich mit allen anderen Kämpfern auf einem Haufen zu stehen und die Runde nach wenigen Sekunden zu beenden. Danach wird es allerdings knifflig!
Die Sache mit dem Balancing
Das wohl mit Abstand Wichtigste im Battle Royale ist die Spielbarkeit und Umsetzung des Kampfes. Dafür gibt es theoretisch gleich drei Möglichkeiten:
1. Alles bleibt so, wie es ist
In der abgespecktesten Version schmeißt Blizzard einfach alle Spieler so von Bord, wie sie gerade sind. Das Itemlevel gleich man an, jeder behält seine Klasse und Feuer frei. Das ist jedoch nicht nur unkreativ, sondern auch ziemlich langweilig, weil dadurch der Reiz des Battle Royale wegfällt. Jäger und Fernkämpfer verstecken sich auf Anhöhen, Nahkämpfer suchen den direkten Kontakt, Heiler heilen sich einfach, bis die Schwarte kracht. Dadurch würde der neue Modus allerdings auch direkt wieder in die Sparte Schlachtfeld fallen, was für Blizzard aber natürlich am einfachsten wäre. Man müsste nur einige wenige Techniken aufgreifen und verändern, schon wäre ein neues Stück aktuelle Spielegeschichte in World of Warcraft vertreten. Aber das will natürlich niemand.
2. Jeder bleibt bei seiner Klasse, nur bei null
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass jeder Spieler bei seiner Klasse bleibt, allerdings ohne jegliche Ausrüstung. Diese gibt es dann natürlich auf der Map verteilt und zwar in verschiedenen Gütestufen. Ihr versteht nur Bahnhof? Vielleicht hilft der Ablauf am Beispiel des Jägers:
Quelle: PC Games MMORE
Das Schattenhochland gehört zu den neueren Gebieten, entsprechend viele interessante Orte gibt es dort. Dörfer und Lager eignen sich perfekt für kleine Scharmützel.
Der Jäger startet - wie alle anderen Klassen auch - am Anfang mit seinen Fäusten. Ihr dürft nur zuschlagen, nicht mehr und nicht weniger. Jeder Angriff macht dabei gleich viel Schaden, egal ob ein Blutelf-Priester zuhaut oder ein Tauren-Krieger. Wichtig sind die Aufrüstungskisten, die auf der ganzen Karte verstreut liegen. Diese gilt es zu finden, allerdings vor den anderen Spielern. Sobald ihr eine Kiste erbeutet, rüstet sie euch mit den Basics aus. Der Jäger erhält dann beispielsweise einfachste Rüstung und einen Holz-Bogen sowie ein paar Talente für den Kampf - Fallen, Schüsse oder Ähnliches. Damit ist man zwar nicht unbesiegbar, aber dennoch stärker als alle Faustkämpfer. Doch das ist nur der Anfang, denn mit jeder Kiste verbessert sich die Beute. Es gibt dickere Rüstung, eine stärkere Waffe und natürlich brauchbarere Angriffe, vielleicht sogar ein wenig Selbstheilung. Natürlich werden auch die anderen Spieler stärker, wenn sie Kisten mit solchem Inhalt aufsammeln. So kommt neben dem Skill endlich auch der nötige Glücksfaktor ins Spiel, der es auch schlechteren Spielern erlaubt, Spaß in so einer Partie zu haben, etwa weil sie mehr Glück beim Aufsammeln der begehrten Behälter haben. Am Ende gewinnt aber natürlich weiterhin der, der damit am geschicktesten umgehen kann. Dennoch sind Veteranen der eigenen Klasse den kompletten Neulingen überlegen. Außer man greift zur dritten Variante, die gleichzeitig für Blizzard auch am meisten Arbeit bedeuten würde.
3. Jeder Spieler startet komplett bei null
Kompliziert und gleichzeitig am interessantesten ist der Start für alle Spieler auf demselben Stand. Jeder Held ist frei in der Wahl seiner Klasse, was mit den Gegenständen zusammenhängt, die man unterwegs findet. Findet man als Jäger einen heiligen Stab, dann schießt man halt keine Pfeile, sondern heilt und verursacht Holy-Schaden. Wechselt man den Stab gegen eine Axt, ist man plötzlich als Krieger unterwegs. Auf dem Weg findet man aber nicht nur Waffen, sondern auch Rüstungen und Items zur Heilung oder sonstigen Schabernack wie Einmal-Fallen. Das klingt auf den ersten Blick zwar furchtbar anstrengend und beliebig, doch genau das macht einen Battle-Royale-Kampf zum Teil ja auch aus. Kein Spieler weiß, was er unterwegs nach dem Absprung alles findet.
Da kann der mehrfache Meister plötzlich mit einer einfachen Pistole dastehen, während der vielleicht größte Noob plötzlich ein Automatikgewehr in den Händen hält. Es ist beliebig und deshalb interessant. Ganz nebenbei gibt es für alle Teilnehmer aber auch einen Blick über den Tellerrand der eigenen Klasse. Vielleicht entdeckt sich ein Schurke plötzlich neu und ist viel lieber als Magier unterwegs. Das muss ja auch nicht in allen Fällen stimmen, doch möglicherweise ist der Feuerball auf dem Schlachtfeld einfach effektiver einsetzbar als etwa die Dolche eines Schurken. Die Möglichkeiten sind großartig und beliebig kombinierbar. Ein Schurke mit Magierstab und Kriegerrüstung hat plötzlich ganz verrückte Angriffe drauf, die sonst in dieser Form nicht im Spiel möglich sind. Vom Glücksfaktor brauchen wir an dieser Stelle überhaupt nicht zu reden, denn das Ganze basiert komplett auf Glück bei den gefundenen Gegenständen. Allerdings ist jeder Kampf anders und immer wieder interessant, wodurch eine Art Langzeitmotivation entsteht.
Und wo wird gekämpft?
Die aktuellen Battle-Royale-Hits kränkeln an der Auswahl der Karten, was aufgrund der enormen Abwechslung im Spielbetrieb aber auch verschmerzbar ist. Allerdings trumpft World of Warcraft auf diesem Gebiet ungemein auf, denn es gibt bereits eine riesige Spielwelt mit unfassbar vielen tollen Gebieten, die sich teils auch massiv unterschieden und unterschiedliche Highlights bieten. Genau davon profitieren die Karten in PlayerUnknown's Battlegrounds und Fortnite: interessante Orte, die man sich leicht einprägen kann und die einen Wiedererkennungswert haben, ja vielleicht sogar einen direkten Bezug. In PUBG gibt es Massenschlägerei und "Try-Hard-Action" in Pochinki, in Fortnite hauen sich die Spieler neuerdings die Schädel in Tilted Towers ein. Doch genau solche Orte braucht es, um Spieler zu begeistern. Ewige Weiten in der Natur ermüden auf
Quelle: PC Games MMORE
Das Schattenhochland gehört zu den neueren Gebieten, entsprechend viele interessante Orte gibt es dort. Dörfer und Lager eignen sich perfekt für kleine Scharmützel.
Dauer, zumal ein Feld keinen Schutz vor Feinden bietet. Doch wie will World of Warcraft da mithalten?
Die Auswahl an potenziellen Karten ist schier unendlich, denn jeder Kontinent bietet gleich mehrere coole Gebiete, die sich für so ein Match eignen. Alleine beim schnellen Durchzählen kommen wir auf gut zwölf Areale, die sich für eine schnelle Runde Battle Royale durchaus eignen.
Östliche Königreiche
Im Osten nichts Neues? Falsch, denn hier gibt es gleich fünf Kandidaten, die zum Abenteuerausflug einladen. Im Norden angefangen finden wir die Östlichen Pestländer, die mit ihrer Vielfalt glänzen. So kann man vor Stratholme sein Glück versuchen, es gibt verwinkelte Ecken, verlassene Dörfer und Orte sowie die Türme der Argentum-Kollegen. Und wenn das als Fläche alles noch nicht reicht, dann gibt es nebenan gleich noch die Westlichen Pestländer dazu. Nicht weniger spannend geht es im Silberwald, Schattenhochland oder Dun Morogh zu. Gerade bei den Zwergen ist die Abwechslung allein schon aufgrund der Winterlandschaft extrem reizvoll. Überall findet man kleinere Höhlen, Zwergendörfer und Bäume zum Verstecken. Cool - im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich darf man das Schlingendorntal nicht vergessen, denn was gibt es Schöneres als einen bunten Dschungel mit tropischen Bäumen, ausgetrampelten Pfaden, Troll-Ruinen und unzähligen Möglichkeiten, um sich zu verstecken? Das Schlingendorntal rockt in jeglicher Hinsicht.
Kalimdor
Die Auswahl auf Kalimdor ist etwas eingeschränkt, weil viele Gebiete schlicht und ergreifend merkwürdig in ihrer Form und Struktur sind. Hyjal ist zu steil angelegt, der Krater von Un'Goro biete kaum Abwechslung, ebenso wie Tanaris und Silithus. Tausend Nadeln fungiert als großes Planschbecken und ist für den Kampf absolut ungeeignet. Anders sieht es da etwa bei Winterquell aus. Auch hierbei handelt es sich um ein Schnee- und Eisgebiet, doch es gibt viel zu sehen. Zugefrorene Seen, alte Elfen-Gebäude und viele Hügel und Täler. Auch das Quasi-Nachbargebiet Azshara ist aufgrund der vielen Ruinen interessant, die förmlich zu einer Art Häuserkampf einladen. Vom Art-Design ist Azshara ebenfalls ziemlich einzigartig. Und auch das Brachland wollen wir selbstverständlich berücksichtigen, denn keine Umgebung ist so ikonisch wie das Brachland, auch wenn es mittlerweile aus zwei Teilen besteht. Doch das soll von einem schönen Battle-Royale-Abenteuer natürlich nicht abhalten, im Gegenteil. Durch den massiven Spalt kommt es notgedrungen zu Nadelöhren, die noch mehr Spannung versprechen, vor allem, wenn sich die Schlinge mit jeder Minute zuzieht. Außerdem gibt es mittlerweile so viel Abwechslung durch verfeindete Festungen, verlassene Dörfer, Oasen, Höhlen und Grüngebiete mit Sümpfen.
Nordend
Auf in den kühlen Norden! In Nordend gibt es zwar weniger Gebiete, doch auch hier können sich Spieler zumindest teilweise austoben. Allerdings findet der Kampf unserer Meinung nach nicht in den Eisgebieten statt, sondern in etwas kuscheligeren Gefilden. So gibt es in den Grizzlyhügeln riesige Bäume an allen Ecken und Enden, umgeben von einzigartiger, schöner Natur. Steckt hinter dem nächsten Baum das mögliche Ende? Auch im Sholazarbecken geht es heiß her, was schon an seiner Form einer Suppenschüssel liegt, die alles irgendwie zwangsläufig bündelt. Am Flussnabel entsteht dann der berühmte Hotspot, an dem sich die Spieler tummeln. Grandios! Auch in der Boreanischen Tundra und im Heulenden Fjord sind Duelle denkbar, allerdings ist die Umgebung weniger interessant und phasenweise sogar recht langweilig. Ganz anders in Pandaria.
Pandaria
Auch bei den putzigen Pandas finden sich gleich zwei Gebiete, wobei das eine Areal ziemlich riesig erscheint, dafür aber auch viel Abwechslung bietet. Den Anfang macht der wunderschöne Jadewald, der sich an Vielfalt und tollen Gebäuden alle paar Meter selbst toppt. Es wäre ein Traum, durch diesen Forst zu schreiten und an den vielen unterschiedlichen Orten zu kämpfen. Egal ob Tiankloster, im Dorf Morgenblüte, am und im Tempel der Jadeschlange, beim Schlangenherz oder im Sumpf beim Dorf der Perlflossen - für jeden Geschmack ist etwas dabei. So ist es auch beim riesigen Kun-Lai-Gipfel, der neben einem riesigen - und leider sehr offenen Teil im Süden - vor allem auch Berge mit verschneiten Wegen, allerlei kleinen Gipfeln und das ikonische Shado-Pan-Kloster bietet. Auch der Tempel des Weißen Tigers lädt zum Herumtollen und Duellieren ein. Jedoch gibt es hier weniger Möglichkeiten, um Schutz zu finden, weshalb in der Regel der Spieler gewinnt, der seinen Feind als Erstes entdeckt.
Viel zu tun, viel zu sehen
Wie ihr seht, bietet World of Warcraft viele Möglichkeiten für Fans von Battle-Royale-Spielen, die Blizzard mit Leichtigkeit einbauen könnte - die angemessene Grundlage ist absolut vorhanden. Natürlich kann der Entwickler auch selbst noch Neuheiten einbauen, etwa Reittiere, die beispielsweise die Fahrzeuge in PlayerUnknown's Battlegrounds ersetzen. Oder gibt es vielleicht noch Ideen, die kein Spieler bisher auf den Zettel hat? Leider hat Blizzard bisher keine Ambitionen in dieser Richtung gezeigt. Ob sich das jemals ändern wird, darf zudem zumindest aktuell bezweifelt werden. Trotzdem wäre es eine interessante Idee für den oft recht tristen PvP-Alltag.
