World of Warcraft: Honorbuddy-Bot endgültig geschlagen - Entwickler Bossland stellt Vertrieb ein
News
Der deutsche Bot-Hersteller Bossland hat angekündigt, dass Honorbuddy und weitere Cheat-Programme für World of Warcraft nicht mehr vertrieben werden sollen. Der Grund: Offenbar hat der WoW-Betreiber Blizzard eine zuverlässige Methode gefunden, um Cheater im MMORPG aufzuspüren. Erst vor wenigen Tagen hatte das Studio zahlreiche Bot-Nutzer permanent aus dem Spiel ausgeschlossen.
Erst im April dieses Jahres war der deutsche Bot-Entwickler Bossland für den Vertrieb von "World of Warcraft (jetzt kaufen )"-Bots wie Honorbuddy zu einer Schadensersatzzahlung von 8,5 Millionen Dollar verurteilt worden. Doch erst jetzt - über ein halbes Jahr später - gibt sich der Entwickler offenbar endgültig geschlagen. Zumindest teilweise.
Auf seiner Webseite hat Bosslang angekündigt, den Vertrieb von Programmen wie Honorbuddy, Lazymon, Buddywing und Hearthbuddy einzustellen. Weitere Produkte könnten folgen, der Online-Store des Unternehmens soll dicht gemacht werden. Der Grund: Offenbar hat der WoW-Betreiber Blizzard eine zuverlässige Methode gefunden, Bot-Nutzer innerhalb weniger Minuten im Spiel ganz automatisiert aufzuspüren und zu bannen.
In einer Forenankündigung zeigt sich der Hersteller uneinsichtig: "Es war stets unsere Ansicht, dass Honorbuddy keine Vorteile verschafft, außer jenen Spielern zu helfen, die weniger Zeit für das Spiel haben, als andere. Viele sind da anderer Meinung, nicht zuletzt Blizzard, aber unseren Dienst besagten Spielern zur Verfügung zu stellen, war in den vergangenen acht Jahren unser Ziel."
Mit Honorbuddy war es weniger regeltreuen Spielern in World of Warcraft unter anderem möglich, Ehre auf PvP-Schlachtfeldern zu farmen, ohne dabei tatsächlich anwesend zu sein und aktiv am Geschehen teilzunehmen. In einer Bannwelle hatte Blizzard jüngst zahlreiche Accounts gesperrt, denen eine Nutzung des unerwünschten Bot-Programms nachgewiesen werden konnte.
Quelle: thebuddyforum.com
