Cataclysm war der Grund, warum ich mit WoW aufgehört habe - jetzt ist es zurück

Kolumne Sascha Lohmüller
Cataclysm war der Grund, warum ich mit WoW aufgehört habe - jetzt ist es zurück
Quelle: Blizzard

World of Warcraft: Cataclysm Classic ist gestartet - und unser Autor fragt sich, wer da wirklich drauf gewartet hat.

Die meisten dieser Änderungen ziehen sich ja auch bis heute durch das Spiel. Der LFR-Modus ist immer noch an Bord, das Quest-Design, das damals etabliert wurde, bildet immer noch grob die Basis, ehemals hybride Klassen müssen sich nach wie vor (to be fair: seit Pandaria) für eine Spezialisierung entscheiden.

Klar, viele dieser Dinge erfreuen sich mittlerweile durchaus einer gewissen Beliebtheit oder werden zumindest von der Spielerschaft hingenommen. Den LFR möchte ich zum Beispiel nicht mehr missen, auch wenn ich mich darin oft ärgere.

Nichtsdestotrotz muss man aber wohl festhalten: WoW war nach Cataclysm nicht mehr dasselbe Spiel wie zuvor. War bei Vanilla, Burning Crusade und Wrath of the Lich King noch eine einheitliche Design-Philosophie erkennbar, so war es ab Cataclysm nicht immer klar ersichtlich, wo das Spiel hinwill. Systeme wurden eingeführt, auf den Kopf gestellt, und wieder entfernt.

Das Brachland ist in Cataclysm von Todesschwinge und Konflikten verheert. Quelle: Blizzard Auf unbeliebte Add-ons (Draenor) folgten tolle Expansionen (Legion) und andersherum. Zumindest hatte ich diesen Eindruck. Und: Als alter Everquest-Spieler waren in den ersten Jahren WoW noch die Einflüsse älterer, sperrigerer MMOs erkennbar. Dass das irgendwann nicht mehr zeitgemäß war, ist nur logisch, ein wenig traurig war ich aber trotzdem.

Nun ist natürlich in der Rückschau und vor allem in Anbetracht noch langweiligerer Phasen in anderen Add-ons nicht alles, was Cataclysm gemacht hat, schlecht. Im Gegenteil, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dem Add-on in diverser Hinsicht durch meine eher negativen Erinnerungen Unrecht tue, aber um auf meine Eingangsfrage zurückzukommen: Ist die Zielgruppe für Cataclysm Classic wirklich so groß?

Ein Drachkin in der alten Zwergenfeste Grim Batol. Quelle: Blizzard Ich war immer der Ansicht, dass vor allem jene Spieler durch WoW Classic angesprochen werden sollen und sollten, die mit dem "modernen" WoW nicht mehr so viel anfangen können und stattdessen lieber in Erinnerungen an ein sperrigeres, zeit- und gruppenintensiveres World of Warcraft schwelgen wollen. Und eben genau das nahm halt mit Cataclysm langsam, aber sicher sein Ende, wenn man mich fragt.

Wie seht ihr das? Freut ihr euch auf schon Cataclysm Classic oder seid ihr gar schon in Vashj'ir, Tiefenheim und Co. unterwegs? War das dritte Add-on für euch der Anfang vom seitdem oft herbeigeredeten "Ende"? Oder ignoriert ihr das ganze Thema Classic bzw. World of Warcraft mittlerweile von vornherein?

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