World of Qin

Test

Mit fünf Helden kämpfen Sie sich durch China, wo Monster, lange Laufwege und viele Dialogzeilen warten.

Das Action-Rollenspiel World of Qin versetzt Sie in das historische China, wo Sie mit der tapferen Lan Wei und ihren Freunden zahlreiche Abenteuer bestehen müssen. Das klingt erstmal spannend, erweist sich aber schnell als Problem: Uns Europäern erscheinen Story, die ellenlangen Dialoge sowie die Handlungen und Motive der Charaktere oft merkwürdig und nicht nachvollziehbar, was eine Identifikation mit der Hauptfigur erschwert. Aber auch mangelnde Gegnervielfalt, riesige Laufwege und auf Dauer langweilige Kämpfe stören immer wieder den durchaus aufkommenden Spielspaß.

Auf in den Kampf

Einen Großteil der Zeit verbringen Sie mit Kämpfen gegen Monster, Tiere oder menschliche Gegner. Dabei sind von den insgesamt fünf Charakteren, die sich im Laufe des Spiels zusammenfinden, jeweils drei gleichzeitig aktiv. Wenn Sie sie gerade nicht selbst steuern, verhalten sich Ihre Kollegen dank ordentlicher KI auch ganz brauchbar. Die Steuerung erinnert an Diablo 2: Beide Maustasten lassen sich mit bestimmten Fähigkeiten belegen, die Ihre Helden nach und nach lernen. Die Fähigkeiten unterscheiden sich je nach Klasse und reichen von Angriffs- und Heilzaubern über das Beschwören von Dienern bis hin zu Spezialschlägen, die mehrere Feinde treffen. Besonderheit des Spiels: Aus hinterlassenen Objekten und Rohstoffen, die Sie in der Spielwelt finden, basteln Sie Waffen, Rüstungsteile und Schmuck für Ihre Helden. Genretypisch finden Sie die besten Sachen aber bei starken Boss-Gegnern, gegen die Sie ab und zu bestehen müssen. Doch auch die stellen selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad keine echte Herausforderung dar, spezielle Taktiken haben wir in keiner Situation benötigt.

Sieht ganz schön alt aus

Technisch ist World of Qin hoffnungslos veraltet. Die isometrische 2D-Grafik sieht deutlich schwächer aus als in Sacred; Animationen und Effekte lösen beim Betrachter allenfalls ein bedauerndes Kopfschütteln aus. Da Objekte nicht transparent werden, wenn Charaktere dahinter verschwinden, gibt's in Wäldern und Siedlungen regelmäßig Probleme mit der Übersicht. Immerhin sind die deutsche Lokalisierung und die Synchronisation ganz gut gelungen.

Georg Valtin

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