Große Serie ganz klein: 30 Jahre der Rollenspiel-Reihe sind jetzt in World of Final Fantasy vereint!
Normalerweise wachen Teenager nach dem bestandenen Abitur oder einer hochprozentigen Geburtstagsfeier des besten Kumpels mit einer klaffenden Erinnerungslücke auf. Bei dem Geschwisterpaar Lann und Reynn sieht das schon deutlich anders aus. Hier ist die Amnesie so weit fortgeschritten, dass Lann während seines Jobs im örtlichen Café nicht bemerkt, dass in der ganzen Stadt keine Menschenseele mehr zu finden ist. Als dann noch eine mysteriöse Besucherin namens Enna Kros den Zwillingen eröffnet, dass sie einst die Herrscher dieser Welt gewesen sind, ist es um die Klarheit von Lann und Reynn endgültig geschehen.
Quelle: Games Aktuell
Frostige Aussichten:
Die Spielwelt ist insgesamt sehr linear ausgefallen. Hier und da könnt ihr aber versteckte Kisten oder besondere Extragegner aufspüren. (PS4)
Bahamut, der böse Bub
Zum Glück ist die besagte Frau nicht nur dazu da, um Verwirrung zu stiften. Damit die Hauptcharaktere des Spiels - ihr habt stets das vereinte Duo unter eurer Kontrolle - ihre Erinnerungen zurückerlangen, müssen sie die verborgene Welt Grymoire aufsuchen. Mit einer kurzen Visite wird es aber nichts werden, denn dummerweise wütet dort derzeit die Armee von Bahamut und überrennt einen Staat nach dem anderen. Kampflos werdet ihr Grymoire also nicht durchqueren können.
Um all den bevorstehenden Gefahren Herr zu werden, begleitet euch ein süßer Fuchs namens Tama auf eurer gefährlichen Reise. In der ersten Spielstunde geleitet er euch vorrangig durch das Tutorial, übernimmt anschließend aber auch eine Rolle als Berater. Sogar als aktiver Teilnehmer im Kampf ist sich das fliegende Füchslein nicht zu schade.
Quelle: Games Aktuell
Staplerfahrer Klaus wäre stolz:
Lann trägt hier nicht nur ein, sondern gleich zwei Chibi-Kreaturen auf dem Kopf. Der Vorteil daraus: Erhöhte Angriffskraft, mehr Lebensenergie. (PS4)
Die Welt von Grymoire dürfte Kennern der Final Fantasy-Reihe vertraut sein. Bereits das erste Königreich, das Lann und Reynn aufsuchen, hört auf den Namen Cornelia - ein aus dem ersten Final Fantasy bekanntes Städtchen. Dies ist beileibe kein Zufall, trägt das Spiel selbst doch den Namen World of Final Fantasy und serviert euch somit ein buntes Best-of aus der wohl renommiertesten RPG-Serie der Welt.
Präsentiert wird der fantasiereiche Kosmos dabei in einem süßen Chibi-Look. Sämtliche Charaktere sind also sehr klein, haben dabei aber eher stummelige Gliedmaßen und einen überdimensional großen Kopf. Auch Lann und Reynn können per Knopdruck zum Chibi werden oder ihre im Vergleich hünenhafte Gestalt beibehalten. Dieser besondere Unterschied wird nicht nur in der Story mehrfach aufgegriffen, sondern hat vor allem Einfluss auf das Kampfsystem. Wie in früheren Teilen von Final Fantasy stehen sich Monster und Heldentruppe auf rundenbasierte Weise gegenüber, können aber erst dann agieren, wenn ihr Zeitbalken auf der linken Seite voll aufgeladen ist.
Quelle: Games Aktuell
Kleiner Beschwörer:
Wer hat gesagt, dass euch alle ikonischen Final Fantasy-Figuren wohlgesonnen sein müssen? Yuna jedenfalls hat ein Hühnchen zu rupfen. (PS4)
Allerdings kämpft ihr nicht, wie man nun vermuten würde, Seite an Seite mit Cloud oder Tidus. Neue Kampfgefährten holt ihr euch direkt vom Schlachtfeld, indem ihr angeschlagene Monster einfangt - Pokémon lässt grüßen. Abhängig von der Größe eurer gefangenen Monster könnt ihr diese entweder auf eurem Kopf stapeln oder selbst auf sie draufsteigen. Das sieht zwar ziemlich dumm und unübersichtlich aus, bündelt allerdings die Stärke von bis zu drei Charakteren im nächsten Angriff. Nachteil: Ihr habt weniger individuelle Angriffsmanöver zur Verfügung. Dafür, dass das Spiel klar auf jüngere Zocker fixiert ist, hat World of Final Fantasy spielerisch einiges zu bieten.
Ganz kleine Technik
Das ist wohl auch besser so, denn so sehr man den Titel für seinen Hang zum klassischen Gameplay feiern darf, ist Kritik an der nicht zeitgemäßen Technik ebenso angebracht. World of Final Fantasy ist mit Sicherheit kein hässliches Spiel und schöpft viel aus seinem Chibi- Look, doch grafisch wäre all das auch auf der Playstation 3 möglich gewesen - den nervigen Weichzeichner und Unschärfe-Look inklusive. Zudem ist es jammerschade, dass das Spiel trotz unzähliger Zwischensequenzen ohne eine Sprachausgabe auskommen muss.
Im Grunde ist World of Final Fantasy eine ideale Einstimmung auf das Ende November erscheinende Final Fantasy 15, lässt es doch die größten und erinnerungswürdigsten Ikonen der langlebigen Reihe noch einmal aufleben. Ob man sich an den 15. Teil ebenso erfreut zurückerinnern wird, muss das Spiel erst noch beweisen - Test in der nächsten Ausgabe.
Entwickler: Tose/Square Enix | Hersteller: Square Enix | Sprache: Deutsch | Altersfreigabe: Ab 12
