AAA-Spiele stecken tief in der Krise, sagt Ex-Gears-of-War-Entwickler

News Marc Zander
AAA-Spiele stecken tief in der Krise, sagt Ex-Gears-of-War-Entwickler
Quelle: The Astronauts

Der Witchfire-Macher und ehemalige Gears-of-War-Entwickler Adrian Chmielarz hat in einem Interview über die Zukunft von AAA-Spielen und die wachsende Bedeutung von Early Access gesprochen.

Der polnische Spieleentwickler Adrian Chmielarz, Mitgründer des Studios The Astronauts und ehemaliger Entwickler bei Gears of War, hat in einem Interview detaillierte Einblicke in die Entwicklung seines Dark-Fantasy-Shooters Witchfire und den Zustand der modernen Gaming-Industrie gegeben.

Chmielarz lobt hierbei den Wandel von der typischen AAA-Spiele-Produktion hin zu agileren Entwicklungsmodellen mit Indie-Games-Charakter. Laut ihm sei der Wettbewerb gegen "Giganten" der Branche - wie etwa die Call of Duty-Reihe oder Destiny 2 - für kleinere Teams eine finanzielle und kreative Herausforderung.

Die Entwicklung zeige einen Trend in der Spieleindustrie, bei dem kleinere Studios zunehmend wichtiger werden. Chmielarz sieht in der Unabhängigkeit eines Indie-Studios den entscheidenden Vorteil, Risiken eingehen zu können, die in der starren Struktur großer Publisher oft von vornherein vermieden würden. Diese würden mittlerweile echte Innovationen behindern und viele erfahrene Veteranen der Branche würden daher eigene Wege gehen.

Vor allem 2025 waren es Titel wie Hades 2, Clair Obscur: Expedition 33, Arc Raiders, Hollow Knight: Silksong oder Blue Prince, allesamt keine AAA-Produktionen, die Spielern im Gedächtnis geblieben sind. Chmielarz bezeichnet diese Studios im Interview als Semi-Indie bzw. AA-Spiele.

"Es ist ganz einfach: Manche der AAA-Spiele sind heute im Grunde wie die Avatar-Filme - sie sind groß, jeder geht hin, um sie zu sehen, und dann spricht niemand mehr darüber." (Adrian Chmielarz, maschinell übersetzt)

Zudem sieht er im Early Access eine weitere Chance für Innovationen: Da kleine Teams effizienter auf Feedback reagieren können, ließe sich heute die Spielmechanik vor allem im Early Access immer weiter verfeinern. Die Nutzung der Unreal Engine 5 und neuer Entwicklungstechniken würde zusätzlich eine visuelle Qualität erschaffen, die trotz kleinerer Teamgröße mit großen Produktionen konkurrieren könne. AAA-Spiele hingegen würden mehr und mehr in der Krise stecken.

Quelle: via PCGamesN

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