Weltraumkatzen, ein blauhaariger Held und platte Sprüche: Mit dieser Rezeptur schuf Chris Roberts 1990 eine der erfolgreichsten Spieleserien aller Zeiten.
Wing Commander
Der Ur-Wing Commander und die Mutter der interaktiven Weltraum-Oper: Als hoffnungsvoller Raumpilot kommen wir an Bord des interstellaren Trägers »Tiger's Claw« und greifen in den Krieg gegen die Kilrathi ein. Die Angehörigen dieser Alien-Rasse sehen aus wie zu groß geratene Hauskatzen und haben sich die Vernichtung der Menschheit auf die Fahnen geschrieben. Wir fliegen mit flinken Raumjägern Kampfeinsätze in einem Pseudo-3D-Universum und zeigen den blutrünstigen Katzen, was eine Harke ist. Zwischen den Einsätzen treiben wir uns an der schiffseigenen Bar herum und unterhalten uns mit den Kameraden.
Die veraltete Technik löst heute eher mitleidiges Schmunzeln als Begeisterungsstürme aus, im Jahr 1990 jedoch waren Optik und Sound am Limit des technisch Machbaren. Sämtliche Objekte im All sind lediglich platte Bitmap-Grafiken (ähnlich wie in Secret Weapons of the Luftwaffe). Wenn also etwa ein Raumschiff seitlich vor uns schwebt, sehen wir ein Bild, das dieses Schiff von der Seite zeigt. Wenn der Raumer nun zur Seite dreht, tauscht das Spiel blitzschnell die Seitenansicht gegen eine Ansicht von schräg hinten. Sobald das Schiff noch weiter und uns das Heck zudreht, erscheint ein Bild, dass das Schiff von hinten zeigt, und so weiter.
